Band der Woche: Ponte Del Diavolo

Band der Woche KW 20/2026

Herkunft: Turin, Piemont/Italien
Genre: Black-/ Doom Metal, Avantgarde Black Metal

Click here for the English version.

 

Die Band über sich:

Ponte del Diavolo is a band formed in 2020 in Turin, whose musical roots lie in doom and black metal. The project stands out for its occult aura, strong dark wave/post-punk influences, the presence of two bass guitars in the line-up and the theatricality of the singer Erba del Diavolo.“ -Quelle Spotify

 

 

Kommentar der Redaktion:

Mein erster Kontakt mit der italienischen Band Ponte Del Diavolo war während des De Mortem et Diabolum im Jahr 2023. Ich kannte die Band vorher nicht und hatte auch bewusst nicht in ihre Musik reingehört, um mir einen möglichen Überraschungsmoment nicht zu verderben. Im Nachhinein war das eine gute Entscheidung, denn die Band wurde für mich zu einem der Highlights des gesamten Festivals. Dabei waren es sowohl die Musik als auch die Bühnenperformance, die mich vom ersten Augenblick an gepackt und nicht mehr losgelassen hatten!

Bei meiner Recherche bin ich auch über den Ursprung ihres Namens gestolpert, und ich musste schmunzeln. Lest euch gern den Beitrag von Wikipedia zur Ponte della Maddalena durch, aber zusammengefasst handelt es sich um eine Geschichte über einen baufreudigen Teufel, der im Austausch für die Seele eines Menschen über Nacht eine Brücke errichtete. Spoiler: Natürlich wurde der Teufel am Ende ausgetrickst. Im Harz gibt es mehrere ähnliche Geschichten, wie zum Beispiel die Teufelsmauer, die auch das Markenzeichen des Rockharz Open Air ist, oder die Teufelsmühle. Über diese Parallelen musste ich schon etwas schmunzeln.

Zurück zur Band! Ponte Del Diavolo ist eine vergleichsweise junge Band, die sich Ende 2020 gegründet und bereits drei EPs sowie zwei Alben veröffentlicht hat. Besonders das neue Album De Venom Natura vom 13.02.2026 gefällt mir sehr gut!

Musikalisch verbinden die Musiker*innen Black Metal mit Doom Metal und einigen anderen, teils avantgardistischen Elementen. Ich habe beim mehrfachen Hören außerdem Einflüsse aus Rock, Blues und teilweise sogar Swing heraushören können. Live ist diese Mischung ebenfalls unglaublich spannend und bei den beiden Festivals, dem De Mortem et Diabolum und dem Dark Easter Metal Meeting, auf denen ich die Band bisher erleben durfte, lockerten sie das gesamte Line-up des Tages auf und brachten eine erfrischende Abwechslung in den sonst sehr dominanten Black Metal an den jeweiligen Festivaltagen.

Auch die Bühnenperformance ist im Black Metal nahezu einzigartig. Sängerin Elena Camusso aka Erba del Diavolo (ital. für Stechapfel) bewegt sich elegant und lässig über die Bühne, ständig in Bewegung, und in den wenigen ruhigen Momenten posiert sie beinahe wie ein Fotomodell. Ihre Darstellung erinnert mich an eine moderne Interpretation von Jazz, Swing und ein wenig Burlesque der frühen 1900er-Jahre, allerdings langsamer und ohne Hektik. Ähnlich wie die Musik selbst ist eine solche Darbietung unglaublich selten, vielleicht sogar einzigartig im Black Metal.

Musik und Performance sind für mich zwei sehr gute Gründe, diese Band, egal auf welchem Festival sie auftritt, immer wieder live sehen zu wollen und sie euch wärmstens zu empfehlen.

 

Die Band bei Dark-Art:

 

 

Live-Impressionen:

Musikvorschlag:

 

Kommende Live-Termine:

22.05.2026 – Traffic Live Club, Rom

23.05.2026 – Scumm, Pescarer

30.05.2026 – Alchemica Music Club, Bologne

13.06.2026 – Sputnikhalle, Münster 

18.06.2026 – Hellfest, Clisson

24.07.2026 – Campo Sportivo di Piea, Piea

29.07.2026 – Fekete Zaj Fesztivál, Mátra Sástó

31.10.2026 – Crazy Bull, Genova

 

Links:  

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Band der Woche, unter diesem Titel stellen wir euch jede Woche Dienstagabend, 20 Uhr (MESZ) eine Band vor. Dies sind jeweils Bands, die von Mitgliedern unserer Redaktion empfohlen werden, vor allem junge Nachwuchsbands, die unserer Meinung nach mehr Aufmerksamkeit verdient haben.

Alle Bands, die wir dieses Jahr vorgestellt haben, findet ihr auch in unserer Playlist auf Spotify.

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