Dark Art und Final Darkness sind eine Zusammenarbeit eingegangen, bei welcher wir euch verschiedene Veranstaltungen von Final Darkness im Frankfurter Club Das Bett präsentieren. Ein Club mit einem etwas anderem Namen, der gerne für den einen oder anderen Sprachwitz genutzt werden kann.
Am 29.11.2025 fand nun das Epicentre Festival mit den Bands Solitary Experiments, Torul, Vanguard und Accessory im Das Bett in Frankfurt statt.
Accessory
Die Synthie-Pop Band aus Chemnitz ist seit 1996 unter dem Namen Accessory unterwegs. Zuerst betrat Mike flankiert von zwei Flaggen schwingenden Tänzerinnen die Bühne und ließ das Intro erklingen. Nun kam auch Sänger Dirk dazu, mit der Frage „Seid ihr alle da, macht die Hände hoch“ legte er los und tanzte über die Bühne. Er begrüßte das Publikum „Einen wunderschönen guten Abend Frankfurt, ihr seht wunderschön aus, schön, dass ihr da seid, uns gibt es fast 30 Jahre“. Weiter ging es mit Tanz Richtung Vorwärts, was man sich im Saal nicht zweimal sagen ließ. Obwohl Das Bett ausverkauft war, fanden die Anwesenden dennoch genug Platz dafür. Es folgte ein Mix aus drei Jahrzehnten Musikgeschichte von Accessory, wie War of Emotions, der lange im Feindflug Remix gespielt wurde, aber jetzt im neuen Gewand daher kam. Die Stimmung heizte sich auf und versprach einen schweißtreibenden Abend. Zu No Man Covers lief im Hintergrund das Video des Songs mit, immer wieder wurde die Menge aufgefordert, die Hände zu heben und mitzuklatschen. Die Tänzerinnen kamen immer mal wieder auf die Bühne und Dirk schwang selbst eine Flagge über die Köpfe der ersten Reihen. Ältere und neuere Stücke wechselten sich ab, so kam der Klassiker Future World, aber auch die letzte Auskopplung von 2024 Dark Dance of Life, mit der Ankündigung, dass nächstes Jahr etwas Neues rauskommt. Während des Lieblings-Live-Songs der Band Outrun the Gun wurden schwarze Ballons in die Menge geworfen, was natürlich von der tanzenden Meute begeistert aufgenommen wurde. Mit einem „So geil, hier gewesen zu sein, vielen Dank“ machten sie Platz für die nächste Band und sorgten für eine kurze Verschnaufpause.
Vanguard
Als nächstes eroberten Vanguard die Bühne. Die schwedischen Vanguard wohlgemeint. Es gibt ja mehrere Bands gleichen Namens. Das schwedische Electronic-Duo bestehend aus Jonas Olofsson und Patrik Hansson veröffentlichte 2012 mit Sancutuary das Debütalbum und spielte sich seitdem in die Herzen der wachsenden Fans. Im November 2025 kam Venom auf den Markt. Kraftvoll starteten sie in die schon aufgeheizte Stimmung der Besucher. Jonas am Drumkit schäumte über vor Energie und animierte, springend, mit erhobenen Armen die Leute dazu, zu klatschen. Zu Punches wechselt er ans Keyboard und die Menge sang den Refrain „Your lie“ lauthals mit. Patrik, der Sänger, nutzte die ganze Bühne aus, ging immer wieder bis vorne zum Rand und immer mehr Leute kamen in Bewegung. Patrik bedankte sich nach jedem Song und auch ein Dankeschön auf Deutsch, während er sich sonst in Englisch verständigte. Jonas wechselte mehrfach zwischen Keyboard und Drumkit, oder unterstützte mit einer Flüstertüte den Gesang von Patrik. Was natürlich nicht fehlen durfte, war der Song Unz, der von durch getanzten Nächten, die in Clubs zum Tag werden, in Deutschland handelt. Dass „Unz, zwei, drei, vier“ vom Publikum aufgegriffen wurde, bedurfte keiner Aufforderung zum Mitmachen und wenn Frankfurt nicht schon im Text vorkommen würde, hätte es an diesem Abend seinen Weg gefunden. Nach dem Song kam von Patrik ein „Frankfurt in my Heart, thank you“. Die neue Single Venom, wurde von den Besuchern ebenso gut angenommen, wie Move on, ein etwas älterer Titel. Vor dem letzten Song bedankten sie sich nochmal „You are so wonderful, thank you so much“ und mit Save me war es vorbei. Noch schnell ein Foto mit allen und eine Verbeugung.
Setlist: Inside // Punches // Grit // Only Lies // UNZ! // Open Sky // Riot // Venom // Move On // Ragnarök // Save Me //
Torul
sind bekannt für ihre experimentelle, abstrakte und energetische Bühnenshow, die jeden in einen Rausch der Sinne schickt. Harter Bass trifft auf einschmeichelnde Melodie, Electro, Synthi-Pop, Industrial. Die verschiedensten Einflüsse verbinden Torul auf unnachahmliche Weise zu etwas Neuem, an dem man nicht vorbeikommt. Auf der Bühne eindrucksvoll mit Farbe und Strobo untermalt, die Stimme mal klar, mal verzerrt, eine Synergie erschaffend, die Band an Publikum und umgekehrt fesselt. Die slowenische Ausnahmeband Torul betrat schweigend die Bühne, während auf dem Backdrop die Zeilen „Torul proudly present A Day of Slay“ erschienen. Der erste Song des im Februar 2025 erschienen Albums Superposition. Ab diesem Moment war die Menge am Tanzen, Klatschen und Jubeln. Ein Manifest aus Sound und Licht, dem sich niemand entziehen konnte. Sänger Maj tanzte über die Bühne, als würde sein Leben davon abhängen, Torul am Mischpult war in ständiger Bewegung. Zwischendurch wechselte Borut vom Synthesizer zur Gitarre. Auf dem Backdrop sah man bei einigen Songs das Logo von Torul oder wie bei Shoe me your City eine Stadt bei Nacht in wilder Bilderabfolge. Zu Monday sprang Maj von der Bühne und badete in der Menge. Dann ging er wieder nach oben, mit „The perfect moment of imperfection with you, thank you“ beendeten Torul ihren Auftritt und ließen die atemlose Menge zurück.
Setlist: unvollständig // A Day of Slay // Just go // On my Way // Messanis // Show me your City // Waterproof Theme // Monday //
Solitary Experiments
Als Intro kam die Titelmelodie von Captain Future, was Vielen ein Lächeln auf das Gesicht zauberte. Sie kamen heute nur zu dritt, da ihre zwei anderen Mitglieder krankheitsbedingt ausgefallen waren. Mit der Begrüßung „Schönen guten Abend Frankfurt, wir kommen auch aus Frankfurt, aber dem anderen“ und Trial and Error ging es los. Seit über 30 Jahren sind Solitary Experiments aktiv und entwickelten sich in dieser Zeit zu einer festen Größe der Szene, die nicht mehr wegzudenken ist. Wenn man meinte, die Besucher hätten sich schon verausgabt, wurde schnell eines Besseren belehrt, es wurden die letzten Energiereserven angezapft und nochmal alles gegeben. Ein weiteres Mal tanzten sich die Leute bei Stücken Heart of Stone oder No Salvation die Seele aus dem Leib. Währenddessen auf dem Backdrop die Videos der einzelnen Songs mitliefen. Fast schon ein bisschen surreal, wenn Dennis auf der Bühne ins Mikro sang und sein zum Teil jüngeres Ich synchron mitsang. Immer wieder gingen im Publikum die Hände nach oben, nach jedem Song wurde frenetisch geklatscht, gepfiffen und gerufen. Zum vierten Mal an diesem Abend verwandelte sich Das Bett in einen Kessel tanzender Leiber und schwitzenden Gesichtern. Lichttechniker Frank bekam nachträglich ein Geburtstagsständchen in Form von Out in the Rain. Beendet wurde der Abend mit Watching over you und die letzten Zeilen wurden mit den Besuchern zusammen gesungen. Ein letztes „Dankeschön“ zusammen mit „Bis zum nächsten Mal“.
Setliste: Trial and Error // Brace Yourself // Do you Feel // Delight // Heart of Stone // Self Deception // Darkness Falls // No Salvation // Immortal // Discipline // Every now and then // Achromatic // Rise and Fall // Epiphany // Game Over // Out in the Rain // Seele bricht // Stars // Watching over you
Bericht: Sandra
Bilder: Patrick
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