Konzertbericht: AKOASMA FEST, Golden Nugget, Nürnberg, 27.03.2026

Zum ersten Mal öffnete das Akoasma Fest seine Pforten im Golden Nugget. Unter dem Namen versammelten sich die Bands Coexist, Fallen Culture und Earthborn Abundance für ein Konzert in Nürnberg. Und für die erste Ausgabe füllte sich das Nugget auch recht gut. Die Veranstaltung von Patrick, Sänger von Earthborn Abundance und dem Bamberger Festival e.V. zog an einem Freitag knapp 50 Besucher in die Location im Norden der Stadt.

Earthborn Abundance

Den Anfang machten Earthborn Abundance. Die dreiköpfige Band aus Nürnberg hatte an dem Abend ihre Live-Prämiere, ein halbes Jahr nach ihrer Gründung. Die Modern Metal Band zeigte sich experimentell im Sound und humorvoll in den Ansagen, als Sänger Patrick unter anderem erwähnte, dass er den Namen des Songs, den sie spielen würden, vergessen hätte. Nach ein paar Stücken, die sich musikalisch zwischen diversen Genre-Facetten bewegten, sollte die Show recht schnell enden, denn die Band hat noch nicht viele Songs, dafür einen, der besonders lang ist. Mit guter Laune ging es nach einem kurzen Umbau in die zweite Runde.

Fallen Culture

In die zweite Runde ging es mit Fallen Culture. Schon während des Umbaus wurden die Räucherstäbchen angezündet, und der Duft legte sich wie ein dünner Schleier über den Raum. Die vierköpfige Band startete mit einer Wucht, die sofort spürbar war. Sängerin Franziska bot dem Publikum ein Wechselspiel aus gutturalem, cleanem und gesprochenem Gesang, das den Sound der Band klar definierte. Der Bass war so massiv, dass die Getränke von der Ablage rutschten, und im Publikum bildete sich schnell ein kleiner Pit, der sich später sogar um den Gitarristen herum verlagerte. Man merkte deutlich, dass Fallen Culture hier kein unbeschriebenes Blatt waren und an dem Abend ihre Fans versammelt hatten – die Crowd kannte sie, reagierte schnell und machte entsprechend laut mit. Die Energie blieb über das gesamte Set hinweg konstant hoch und bereitete den Boden für den letzten Act des Abends.

Setlist: Tear it Down // Prayer of Life // This Scum // Paralyzed // Wonderful Life // Relentless Struggle // Inner Fire // Endless Way // Crowns

Coexist

Als letzte Band des Abends betraten Coexist die Bühne. Der Einstieg war unerwartet humorvoll: ein kurzer Ausflug in 70er‑Jahre‑Disco‑Mucke, gefolgt von einem angespielten Old McDonald Had a Farm, im Grindcore-Gewand, bevor die Band in ihren eigentlichen Sound wechselte – Modern Metal mit einem ordentlichen Melodic Death Metal Einschlag und viel Druck.

Da der zweite Sänger an diesem Abend nicht dabei war, blieben die Vocals ausschließlich clean, während die gutturalen Parts vom Band kamen. Das tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch. Die Band bewegte sich viel im Publikum, suchte aktiv die Nähe und wirkte insgesamt sehr eingespielt. Für den anwesenden Sänger war es erst der zweite Auftritt mit Coexist, was man ihm jedoch nicht anmerkte.

Zwischendurch fragte der Drummer mit einem Grinsen, ob seine Becken zu laut seien – und ob er dann vielleicht fester draufhauen dürfe. Das Publikum nahm es mit Humor. Gegen Ende stellten Coexist einen neuen Song vor, der bald erscheinen soll, und rundeten damit ein Set ab.

Setlist: Locked Away // Distance // Crossroads // Time // Break It // On These Walls // Lunatics // This Life

Bericht: Roksana
Bilder: Matthias

 

Mehr von den Bands bei Dark-Art findet ihr hier:

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Roksana Helscher, Fotografin und Redakteurin. Seit 2016 bei Dark-Art dabei, ein Teil der Chefredaktion und das Mädchen für alles. Seit meinen ersten Konzertfotografie-Gehversuchen in 2011 bis heute unterwegs und versuche das Geschehen auf großen und kleinen Bühnen zu dokumentieren.

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