Nach über 10 Jahren hatte das Warten endlich ein Ende und Elderwind aus dem russischen Yekatarienburg kamen zum ersten Mal auf Europa-Tour. Dabei führte die Reise das Quartett auch in den Odenwald, genauer gesagt nach Weiher in die Live-Music Hall. Dieser Abend stellte gleichzeitig den letzten Stop für Can Bardd als Support Act dar, als regionaler Opener kamen kurzfristig Pentarium aus dem Darmstädter Raum dazu.
Pentarium
Als Local Support eröffneten Pentarium aus dem Darmstädter Raum. Die Band um Sänger Carsten nahm uns mit auf eine Reise in die Zwischenwelt und hatte uns modernen Melodic Death Metal mitgebracht. Die deutschsprachigen Songs blieben, wie die englischen auch, direkt im Ohr hängen und boten eine Menge Potenzial zum Mitmachen. Dies tat die Crowd jedoch nur sehr verhalten. So ganz passten Pentarium dann doch nicht zu den anderen Bands, doch das störte sie nicht großartig. Sie boten eine sehr ausdrucksstarke Show und hatten allgemein viel Freude auf der Bühne. Immer wieder interagierten die Musiker miteinander und machten insgesamt einen super Eindruck.
Can Bardd
Nachdem die Umbaupause von Kuhglocken untermalt wurde, waren Can Bardd aus der Schweiz an der Reihe. Die Band um Mastermind Malo Civelli brachte ihren naturverbundenen Atmospheric Black Metal in die Live Music Hall und streute jede Menge Folk Elemente ein. Mit Akustikgitarre, Geige und Flöte war hier viel Abwechslung im Spiel. Der Gesang von Malo schien im Mix fast unterzugehen, doch genau das passte perfekt ins Klangbild. Die langen Instrumental-Abschnitte fügten sich bestens zusammen und wirkten zu keinem Zeitpunkt zu lang. Über das Set verteilt hatten alle Mitglieder Teile des Gesangs inne, die mal als Backing Vocals und mal als Gang Vocals fungierten. Nebelschwaden waberten über die Bühne und in Zusammenspiel mit dem Licht kam dieser Auftritt einer Zeremonie gleich.
Elderwind
Dann war es endlich so weit und der Headliner des Abends betrat die Bühne. Mit ihrem naturverbundenen Atmospheric Black Metal boten uns Elderwind einen schönen Querschnitt ihrer Diskografie und bedienten mit der Setlist jedes ihrer vier Alben. Persy und Dmitry an den Saiteninstrumenten unterstützten immer wieder mit Backing Vocals, während Andrey die Drumsticks glühen ließ. In Kapuzengewänder gehüllt boten sie auch optisch ein klangvolles Bild und Sänger Alexander setzte oft auf die Wirkung seiner Hände. Im Zusammenspiel mit den Lichteffekten wirkte der ganze Auftritt sehr majestätisch, da hatte sich das lange Warten definitiv gelohnt. Die gekonnten Tempowechsel sorgten dafür, dass zu keiner Zeit Langeweile aufkam, Elderwind boten ein Klangbild, das zu Träumen verführte
Bericht: Niklas
Bilder: Niklas
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