Konzertbericht: The Night Flight Orchestra – Moon Over Europa Tour 2025 – Colos-Saal Aschaffenburg, 19.02.2025

Am Mittwoch, dem 19. Februar ging es hoch her im Colos-Saal im schönen Aschaffenburg, denn The Night Flight Orchestra machte auf ihrer Moon Over Europe Tour 2025 Zwischenstopp in der Stadt! Das Boarding durfte an diesem Abend bereits einige Minuten eher stattfinden, sodass alle Passagiere in Ruhe ihr Gepäck verstauen und ihren Platz suchen konnten, doch natürlich auch um sich mit kühlen Getränken einzudecken, denn es versprach ein grandioser Abend zu werden! Um 20 Uhr verschwand die Leinwand um den Blick auf die Bühne frei zu geben und auch ziemlich direkt ging es los mit:

Metalite – schwedischer Power Metal mit kraftvoller Stimme

Die schwedische Power Metal Band stieg direkt mit voller Kraft ein, Sängerin Erica Ohlsson brachte mit ihrer grandiosen Stimme zwar einen leichten poppigen Anstrich mit, der jedoch in dem Power Metal Musikmantel super rauskam! Doch mit dem ersten Song Disciples of the Stars war noch nicht so ganz der Funken rübergesprungen, doch ab Far from the Sanctuary wurde die Action auf der Bühne mehr und die Stimmung stieg nicht nur bei der Band. Das Publikum… äh, die Passagiere!.. nahmen das ganze gut auf und spätestens mit Eye of the Storm und der Kombination aus starker Stimme und grandiosem Gitarrenspiel, welches in einem Solo gipfelte, hatte Metalite die Menge abgeholt. Auch zum folgenden Blazing Skies kam direkt zu Beginn ordentlich Stimmung auf! Im Anschluss zu Afterlight forderte die Band das Publikum dazu auf, alle Hände empor zu strecken und zu klatschen, dieses folgte aufs Wort, doch leider nicht so lange wie sich die Band wohl gewünscht hatte. Mit We Bring You the Stars endete das Set dann nach 45 Minuten.

Setliste: Disciples of the Stars // Far from the Sanctuary // Cyberdome // New Generation // Eye of the Storm // Blazing Skies // Afterlife //Peacekeepers // We Bring You the Stars
 

The Night Flight Orchestra – lässiger Classic Rock lädt zum Abheben ein

Um 21:15 wurde es Zeit endlich abzuheben, denn The Night Flight Orchestra war nun so weit und hat die Bühne in ein schönes Urlaubsparadies verwandelt, in das die 8 Musiker einkehren konnten. Die Band um Mastermind Björn Strid, vor allem bekannt als Sänger von Soilwork, bringt bei ihren Konzerten den lässigen Rock der 80er Jahre auf die Bühne, mit allem Kitsch, Licht, Tanz und Backgroundgesang, wie es im Buche steht. Das letzte Mal besuchte die Band den Colos-Saal 2018, jetzt gute 7 Jahre später beehrten sie das Publikum gleich mit ihrem aktuellen Album Give Us the Moon, von dem der Song Stratus das Set eröffnete.

Nach einem weiteren Song erzählte Björn dann, dass vor kurzem eine Memo rausging und fragte, das Publikum, ob sie auch ihre Tanzschuhe dabei hätten, während die beiden sympathischen Sängerinnen gleich mit Sekt dem Publikum zuprosteten, bevor es unter Jubel mit dem ebenfalls neuen Shooting Velvet weiterging. Nach einer Weile der heiteren Unterhaltung wurde es dann emotional mit This Boy’s Last Summer, der ihrem verstorbenen Freund und Gründungsmitglied David Andersson gewidmet wurde. Ernst blieb es auch mit Paloma, einem Song über eine Stewardess, die sich in einen Piloten verliebte, der aber leider ein echter Arsch war. Aber an diesem Punkt genug der ernsten Songs, denn mit Satellite im Anschluss folgte ein Ohrwurmsong, welcher auch direkt tatkräftig vom Publikum begleitet wurde. Ein Hightlight gab es mit Transatlantic Blues, laut Björn die beste Komposition von Andersson. Burn for me mit einem der emotionalsten Anfängen ließ das Publikum zuerst erstarren, nach dem Break zum Refrain brach die Party aus und das Publikum wippen fröhlich zur Musik mit, bevor die Band danach die Bühne mit einem „cheers!“ verließ.

Doch keine 3 Minuten später stand die Band wieder auf der Bühne für White Jeans, das Publikum ging dabei voll und ganz mit, streckte die Faust hoch und rief „white“. Ein letzter Song des neuen Albums folgte mit Way to spend the night. Danach blieb auch noch Zeit „One more song“, West Ruth Ave beendete das Set, und das Publikum feierte das mit einer Polonaise und hätte sichtlich noch Bock auf viele weitere Songs gehabt.

Setlist: Stratus // California Morning // Shooting Velvet // Divinyls // Domino // Gemini // Cosmic Tide // This Boy’s Last Summer // Paloma // Satellite // Transmissions // Can’t Be That Bad // Transatlantic Blues // Burn for Me // White Jeans // Way to Spend the Night // West Ruth Ave

Bericht & Bilder: Roksana

Mehr von den Bands bei Dark-Art findet ihr hier:

Über Roksi 570 Artikel
Roksana Helscher, Fotografin und Redakteurin. Seit 2016 bei Dark-Art dabei, ein Teil der Chefredaktion und das Mädchen für alles. Seit meinen ersten Konzertfotografie-Gehversuchen in 2011 bis heute unterwegs und versuche das Geschehen auf großen und kleinen Bühnen zu dokumentieren.

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