Review: Celestielle – Requiem

Release: 12.12.2025

Genre: Black/Doom/Darkfolk

Spieldauer: ca. 24 Minuten

Label:  Indepent

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Tracklist:

  1. Crucify Him 02:31
  2. Beyond the Cursed 04:05
  3. Eye for an Eye 04:45
  4. As Above, So Below 00:51
  5. The Huntress 04:49
  6. Requiem 03:09
  7. Rotting Flesh 04:03

Heute werfen wir den Blick einmal auf ein ganz neues Projekt und dessen, am 12ten Dezember erscheinende Debut-EP, Requiem, der Ein-Frau-Band Celestielle. Bereits bei der Beschreibung, die mir vorgelegt wurde, musste ich sagen, konnte ich mir zwar grob etwas darunter vorstellen, einen wirklichen Rahmen konnte man daraus jedoch nicht erkennen. Dies ist jedoch nicht schlimm, da es dennoch sehr spannend klang und uns neugierig gemacht hat auf eine Reise in trübe Gewässer, die wir einmal versuchen etwas aufzuklaren.

Die EP umfasst 7 Stücke, die wir uns nun einmal genauer betrachten werden. Und so beginnt unsere Reise durch die Dunkelheit, auf der Suche nach Erlösung in mystisch-okkulte Sphären treibt.

Das Album

Und bereits beim ersten Song, Crucify Him, wird einem schon sehr klar, wohin die Fahrt geht. Bereits im Liedaufbau sind die verschiedenen Einflüsse und Genres zu spüren, die zur emotionalen Vollkommenheit dahinter beitragen. Sanft gestartet und direkt darauf gezeigt, dass es definitiv auch härtere Passagen geben wird. Und das alles in guter Kombination, bis die Vocals einsetzen, welche dem Projekt sein Gesicht aufsetzen und wieder in eine sanftere, dennoch intensive Richtung ziehen. Und von hier an trägt einen diese wilde Mischung durch den gesamten Song.

Und so bemerkt man den Übergang zu Beyond the Cursed so gut wie gar nicht. Hier steht eine schwere, schleppende und sehr doomige Atmosphäre im Vordergrund, die einen davonträgt, jedoch nicht verweilt und durch die Leadgitarrenmelodie dennoch stets vorangeht, bis die ganze Nummer etwas blackiger und heavier wird. Auch dieser interne Übergang ist wieder sehr gelungen und in perfekter Kombination mit allen beinhaltenden Elementen abgestimmt.

Und nun folgt mit Eye for an Eye eine wunderschöne Ballade mit mentalem Aussteigerpotential. Die sehr ruhigen Riffs und ein mehrstimmig eingesetzter Gesang, welcher so auf eine neue Spitze getrieben wird, laden ein, die Augen zu schließen und die Welt zu vergessen. Aufgewertet wird dies noch durch sich zum Schluss aufbauende Heavy Metal-Gitarren, welche einen wieder gestärkt in das jetzt und hier zurückholen.

Das Zwischenstück As Above, So Below zeigt choralen Gesang und deutet damit ein noch weiteres Stimmspektrum an, das die Künstlerin so einmal sehr gut aufgezeigt hat und es spannend hält, welche Überraschungen noch so auf einen warten.

Und so kommen auch erste einmal wieder harte Gitarrenriffs und eine donnernde darauf einsetzende Double Bass. Und so startet The Huntress sehr Black Metal-lastig. Doch dies währt nicht lange, bis sich alles mit klassischem Heavy Metal in diese für das Projekt eigens geschaffener Atmosphäre. Zum Ende hin spitzt sich dann alles immer dramatischer zu und man richtig fühlen, wie es einen mitreist und man von Emotionen übermannt wird.

Das Requiem, welches nun gesprochen wird, steigt genau da ein, wo der vorherige Song aufgehört hat. Nur geht die Achterbahnfahrt weiter und ohne es zu merken, wechselt alles in eine viel spielerische Atmosphäre, der man jedoch nicht entgehen kann. Und bis man dies alles bemerkt und realisiert, endet der Song auch schon wieder sehr abrupt.

Zu Beginn des Endes der EP mit Rotting Flesh wird jedoch noch einmal wie bei As Above, So Below mit Chorgesang gestartet, geht dann aber noch einmal in die Vollen, wenn die Gitarren einsetzen. Und diese werden dann auch noch von Streichern untermalt, was an dieser Stelle mehr als gut zum Gesamtkonzept beitragen. Und so verläuft der Song, bis er zum Ende hin noch einmal richtig anzieht und ordentlich durchfeuert, bevor das Outro kommt, welches an den Anfang der Platte anknüpft und somit, die Idee hinter der EP komplettiert.

Fazit

Meiner Meinung nach profitiert Celestielle von dem klaren Konzept: düsterer, atmosphärischer Blackened Doom mit melodischen und orchestralen Elementen — also kein bloßer „auf-harte-Mauer-Metal“, sondern Musik, die Stimmungen aufbaut und eine gewisse Tiefe sucht.

Gerade der Kontrast zwischen harschem Metal-Instrumental und sphärischem, melancholischem Gesang und Streichinstrumenten kann – wenn gut umgesetzt – sehr wirkungsvoll sein. Für Leute, die auf Dark / Doom / Post-Black-Sets stehen, ist „Requiem“ eine bemerkenswerte und lohnenswerte EP. Gerade für Fans z.B. von The Devils Trade oder Ellereve sollte hier genau ins Schwarze getroffen werden.

 

Mehr von Celestielle bei Dark-Art findet ihr hier:

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