Bereits am frühen Vormittag war es spürbar, dass der Wacken-Samstag für einige schon als Abreisetag fungierte. Es zog nicht mehr annähernd so viele Metalheads wie noch am Freitag, auf den Holy Ground. Nach drei Tagen Workout im Schlamm durchaus auch verständlich. Dennoch hatte das letzte Festival so einiges zu bieten und lockte sogar mit wenigen Sonnenstunden. Perfekte Voraussetzungen für einen glorreichen Abschluss des Wacken Open Air 2025. Die Vorfreude auf das nächste Jahr lag bereits in der Luft.
Für ein ausführliches Stimmungsbild des letzten Festivaltages haben wir euch erneut viele Highlights in Bildern und ausgewählte Momente im Bericht festgehalten.
Trollfest – Faster Stage
Guten Morgen Wacken, die Pink Flamingos sind los. Die Trollfest Frühschoppen Show startete wegen technischer Probleme mit reichlich Verspätung. Dennoch gab es äußerst unterhaltsamen Folk Metal zum Frühstück. Zum einleitenden Dance Like a Pink Flamingo tanzten sie mit der Crowd den Flamingo Dance, ehe die Party so richtig losgehen sollte. Der Auftritt wurde zum Frühsportprogramm, denn die Menge wurde geteilt. Eine Seite sollte in die Hocke gehen, während die andere springen durfte, und das immer im Wechsel. Zum Pina Colada Song begab sich ihr Bassist in die Menge, um die größte Polonaise in der Geschichte Wackens anzuführen. Und ja, groß war sie definitiv. Und überhaupt, wer braucht eigentlich aufblasbare Bälle, wenn man auch einfach aufblasbare Flamingos über die Köpfe des Publikums werfen lassen kann? Trollfest selbst standen in Flamingo-Kostümen auf der Bühne und sorgten damit für ein passendes Gesamtbild. Das war ein sehr unterhaltsamer Start in den letzten Festival Tag. – Niklas
Vulvarine – Headbanger Stage
Die Band aus Wien lieferte eine geballte Ladung „Vulvarock“, welcher musikalisch recht punkig anmutete. Vulvarine traten vereinzelt in neuer Besetzung auf, weil sich bereits im Mai Suzi Q, die ursprüngliche Sängerin von der Band, getrennt hatte. Dafür überzeugte nun Pipi Gogerl mit ihrer rockig klaren Stimme. Auch an der Leadgitarre erhielten die Musikerinnen weitere Unterstützung von Mario Gidić, dem Gitarristen von Rämbow. Pipi Gogerls Stimme harmonierte perfekt mit den melodischen Gitarrenriffs.
Die Band feierte auf dem Holy Ground ihr neuestes Album Fast Lane, welches Ende März 2025 erscheinen ist. So durften Songs dieser Platte selbstverständlich auch nicht auf der Setlist fehlen. Die Stimmung im Publikum war entspannt und ausgelassen. Es wurde geklatscht, der ein oder andere „Hey“-Ruf ertönte und sogar eine Menge Seifenblasen wurde Richtung Bühne gepustet. Ein Auftritt, welcher mit absoluter Frauenpower bestach. Außerdem stellte die Band unter Beweis, dass Songs von Modern Talking durchaus Rock-Potenzial haben können, denn die Coverversion von Cherry Cherry Lady kam vor der Headbanger-Stage mehr als gut an. Insgesamt ein sehr selbstbewusster und souveräner Auftritt, welcher das Publikum in eine fröhliche Stimmung versetzte. – Jenny
Warkings – Harder Stage
Auf der Harder Stage nahmen uns Warkings mit auf eine musikalische Zeitreise. Heavy Metal rund um historische Personen, Götter oder Ereignisse. Spartan, Viking, Crusader und Tribune wurden zu Beginn einzeln vorgestellt, ehe sie musikalisch einen guten Eindruck machten. Sie brachten das Publikum zum Singen und Klatschen, immer getreu dem Motto „What is Your profession?“ Bei mehreren Songs bekamen sie Unterstützung von Morana Le Fey, die meist Clean sang, doch auch immer wieder gekonnte Gutturals einfließen ließ. Zudem begrüßten sie Dr. Dead von Dominum zum Song Hangman’s Night auf der Bühne. Songs wie Armageddon, Gladiator, Hephaistos oder Ghengis Khan sorgten für gute Stimmung und einen Circle Pit, der seine Bahnen um ein Warkings Banner zog. Insgesamt ein sehr solider Auftritt, der schön mit anzusehen war. – Niklas
Majestica – W:E:T Stage
Ein Intro mit starken Basseinschüben kündigte den nächsten Auftritt auf der W:E:T-Stage an. Die lange Walle-Mähne von Frontmann Thommy Johansson wehte dramatisch im Wind, als das schwedische Quartett die Bühne betrat. Die Musiker hatten eine ordentliche Portion Symphonic Power-Metal mit im Gepäck. Majestica überzeugten die Menge schnell durch ihre positive Energie. Mit dem Song Thunder Power huldigte die Band dem regnerischen Wacken-Wetter und setzte mit blitzenden Lichteffekten und Donnergeräuschen sogar noch einen darauf. Ein echtes Gewitter blieb dem gebannt lauschenden Publikum aber zum Glück erspart. Die Menge war insgesamt eher ruhig und wirkte wie im Matsch festgeklebt. Lediglich die Arme der Zuschauenden waren stets in Bewegung. Insgesamt versprühte der Auftritt mit seiner Schnelligkeit, Lautstärke und Energie aber sehr viel gute Laune. – Jenny
August Burns Red – Faster Stage
Zurück auf der Faster Stage gab es nun Old School Metalcore. Die Urgesteine August Burns Red aus Pennsylvania eröffneten ihr Set mit einem Cover von System of a Down’s Chop Suey, das zunächst als Intro ertönte, ehe die Band auf die Bühne kam und einsetzte. Songs wie Composure, Defender oder Bloodletter brachten den Moshpit in Gang, allgemein spielten sie ein sehr starkes Set. Jede Menge Breakdowns, starke Vocals von Frontman Jake und eine gut aufgelegte Instrumentalfraktion sorgten für ein rundes Gesamtbild. Unterstützt wurde die Show durch eine riesige Videoleinwand, die optisch viele Akzente setzte. Viele Visualisierungen, aber auch immer wieder Mal die Lyrics der Lieder waren zu sehen. Nach dem Auftritt kam Drummer Matt in den Graben vor der Bühne, um sich persönlich bei den Fans für ihr Kommen zu bedanken, und nahm sich sehr viel Zeit für kurze Gespräche und Fotowünsche. Definitiv eine sehr coole Aktion, großen Respekt dafür. – Niklas
Vermaledeyt – Wackinger Stage
Die Spielleute von Vermaledeyt brachten pure Musizierfreude mit auf die Wackinger Stage. Hierfür kamen gleich drei Dudelsäcke zum Einsatz, um die Imposanz des Auftritts zu untermalen. Der Plan war es das Publikum zum Tanzen zu animieren. „Tanzt mit uns durch den Matsch“, forderte Johann Lästerzunge. Sein Wunsch wurde auch schnell erfüllt, denn die packenden Rhythmen und Melodien bewegten die Menge ganz automatisch. Mit einem breiten Repertoire aus altertümlichen deutschen Texten machten die Spielleute ihren allerersten Auftritt beim Wacken Open Air zu etwas ganz Besonderem. Dabei harmonierten die Stimmen von Johann Lästerzunge und Cellistin und Sängerin Vivianne von der Saar im perfekten Einklang. Die Spielleute gaben alles an ihrer Instrumentenvielfalt und versetzten das Publikum dabei immer wieder in Schunkelstimmung. Ein wahres Mittelalterrock-Spektakel, bei welchem so gut wie niemand im Wackinger-Dorf die Füße stillhalten konnte. – Jenny
Annisokay – Louder Stage
Eine mitreißende Mischung aus Post-Hardcore, Alternative Rock und Metalcore gaben Annisokay auf der Louder-Stage zum Besten. Die Band aus Halle hatte vor ihrem Auftritt Bedenken, dass bei dem Wetter niemand mehr Bock auf den Auftritt hätte. Doch das Publikum bewies den Musikern, dass es bei absolut jedem Wetter abgehen konnte. Es heißt schließlich nicht umsonst „Rain or Shine“. So ließ sich die Menge schnell von den harten, fordernden Rhythmen in den Bann ziehen. Über allem hingen abwechselnd die kräftigen Shouts von Rudi Schwarzer und der klare Gesang von Christoph Wieczorek. Auch am letzten Festivaltag verlangten Annisokay dem Publikum alles ab. Die Metal-Head stellten zum Song Human unter Beweis, dass Wacken auch headbangen kann, und der Wunsch nach einer Wall of Death wurde selbstverständlich auch erfüllt. Dennoch wirkte der tobende Mob etwas müder als noch an den Vortagen. Für einen Highlightmoment sorgten Annisokay dann mit ihrem brandneuen Song My Effigy, welcher bis dato noch gar nicht veröffentlicht worden ist. Sie spielten den Track aber nicht nur, sondern dachten sich auch, dass das Wacken Open Air der perfekte Ort sei, um dafür ein Musikvideo zu drehen. Das Publikum stieg auch direkt mit einem Circle Pit in den Videodreh mit ein. So hatten alle zusammen eine absolut geile Zeit. Zu Calamity wurde lautstark mitgesungen, gecrowdsurft und gefeiert. Eine mitreißende Performance, welche wirklich keine Zeit für Verschnaufpausen zuließ. – Jenny
Seven Spires – Wackinger Stage
Für ihren allerersten Auftritt beim Wacken Open Air, nach bereits 12 Jahren Bandbestehen, hatten Seven Spires sehr viel Sympathie mit im Gepäck. Mit ihrer Stimmgewalt eroberte Frontfrau und Sängerin Adrienne Cowan rasant die Herzen der Zuschauenden. Der dargebotene Symphonic Metal wurde durch Einschübe aus dem Progressiv, Melodic Death und teilweise auch Black Metal zu einem einzigartigen Gemisch. Hierbei schwenkte der Gesang immer wieder von dämonisch tief zu engelsgleich klar um, ein sehr beeindruckender Kontrast. Als die Frontfrau mit „Hi Mom and Dad!“, dann ihre Eltern, welche auch zuschauten, grüßte, hatte sie dann wirklich sämtliche Sympathiepunkte auf ihrer Seite. Auch wenn es der erste Wacken-Auftritt der Band aus Boston war, das Publikum so gut wie jeden Song und feierte die Performance sehr. So war die Stimmung vor der Wackinger-Stage äußerst ausgelassen. Dies wird hoffentlich nicht der letzte Auftritt von Seven Spires auf dem Wacken Open Air gewesen sein. Die Band bewies eindeutig ihre Daseinsberechtigung im Festival-Line-up. – Jenny
Night Demon – W:E:T Stage
Auf der W:E:T Stage feierten Night Demon 10 Jahre Curse of the Damned. Ohne große Ansagen spielte das Trio temporeichen Heavy Metal und ihr Debütalbum in voller Länge. Manchmal braucht es aber gar nicht viele Worte, denn der Auftritt wurde dadurch sogar noch intensiver. Night Demon rannten über die Bühne und hatten reichlich Spielfreude, die sie mit dem Publikum teilen wollten. Sänger Jarvis überzeugte dabei auf ganzer Linie und auch seine beiden Kollegen lieferten zu jeder Zeit. Gegen Ende gesellte sich eine maskierte Gestalt mit auf die Bühne, die ein Beil mit sich führte und so etwas zum insgesamt coolen Gesamtbild beisteuerte. Night Demon stellten sich einmal mehr als gute Liveband heraus. Diese Portion Schwung hat sehr viel Spaß gemacht. – Niklas
Midnight – Headbanger Stage
Auf der Headbanger Stage 1 weiter präsentieren Midnight ein Complete and Total Hell Set. Black Speed&Roll gab es zu hören und das Trio legte schwungvoll los. „Schwungvoll“ beschreibt die Performance allgemein ganz gut, denn das Tempo blieb zu jederzeit hoch. Leider war der Leadgesang nicht immer gut zu hören und auch manche Ansage war schwer zu verstehen. Dennoch konnten Midnight das Publikum in Bewegung bringen, Songs wie All Hail Hell oder Vomit Queen zündeten von Anfang an. Auch die Outfits, bestehend aus schwarzen Lederjacken mit Kapuzen und schwarzen Masken, waren sehr ansehnlich. Hier war also auch einiges geboten, der nächste coole Auftritt an diesem Tage. – Niklas
Obituary – Louder Stage
Old School Death Metal der Extraklasse auf der Louder Stage. Die Florida-Legenden Obituary gaben sich die Ehre und ließen ein grandioses Brett losbrechen. Mit dem besten Sound, den ich dieses Jahr in Wacken gehört habe, prügelten sich John Tardy und Co. durch eine gnadenlose Stunde Set und ließen einen großen Moshpit losbrechen. Auch der nicht mehr enden wollende Sprühregen konnte die Stimmung nicht trüben, zu gut war, was von der Bühne zu uns herunterdonnerte. Neben alten Klassikern wie Slowly We Rot oder Cause of Death gab es auch neue Songs wie The Wrong Time. Außerdem hatten sie ein Cover des Songs Circle of the Tyrants von Celtic Frost vorbereitet. Allgemein machten Obituary einen großartigen Eindruck und auch sie kamen ohne größere Ansagen aus und ließen lieber die Musik sprechen. Das war ganz großes Kino. – Niklas
Soen – Headbanger Stage
Soen stellten unter Beweis, wie viel Sanftheit in einer Rock- und Metal- Performance stecken kann. Hierbei versetzte Sänger Joel Ekelöf mit seiner tiefen Stimme die lauschende Masse vor der Headbanger-Stage in einen tranceähnlichen Zustand. Aber nicht nur Ekelöfs Stimme, sondern auch komplexe Bass-Parts, tiefe Gitarrenklänge, melodische Keyboardsoli und ekstatische Rhythmen verliehen dem Dargebotenen eine tiefe Sinnlichkeit. Das Publikum folgte der Performance völlig gebannt. Die Mischung aus Progressiv- und Alternativ Rock und Metal verschmolz zu einem faszinierenden Kunstobjekt. Die Band wirkte insgesamt sehr ruhig und entspannt. An den Gesichtern der Musiker war die Freude über den Auftritt ablesbar. Die Tatsache, dass sich trotz des immer stärker werdenden Regens so viele vor der Bühne eingefunden hatten, stimmte Sänger Ekelöf sehr dankbar und fröhlich. Ein wirklich fesselnder Auftritt, welcher seinen Weg direkt in die Herzen des Publikums fand. Wer nach dieser Performance nicht direkt verliebt in Soen war, hat meiner Meinung nach nicht genug Herz. – Jenny
Gojira – Harder Stage
Auf der Harder Stage wurde es dann Zeit für den ersten Headliner des Samstags: Gojira aus Frankreich gingen an den Start und hatten einen Progressiven Death Metal Hammer parat. Unterstützt durch Feuer, Nebelwerfer und eine große Videoleinwand gaben sie so richtig Vollgas und überzeugten durch technisch komplexe Songstrukturen. Wir bekamen unter anderem Backbone aus dem Album From Mars to Sirius oder Stranded aus dem Album Magma zu Beginn des Sets zu hören, was für einen eindrucksvollen Auftakt sorgte. Wallaute kündigten den Übersong und Brecher Flying Whales an, der auch zum Bestand des Untergrunds sehr gut passte. Ein melodisches Intro ließ im Anschluss buchstäblich die Hölle losbrechen, zu der dann zwei aufblasbare Wale über die Köpfe der Menge geworfen wurden. Als erneut Sprühregen einsetzte, klangen die Growls von Joe Duplantier sogar noch bedrohlicher aus der Anlage. Passend dazu wirkten die Bilder auf den Leinwänden wie eine Unterwasserwelt, das war wirklich gut durchdacht. Blitz und Donner im Anschluss und es ging gnadenlos weiter. Mario Duplantier am Drumset feuerte eine Salve nach der anderen aus den Füßen und erneut veränderte sich die Visualisierung in schwarz weiße Bilder. In einer kurzen Pause hielt Mario mehrere Schilder hoch, auf denen er fragte: „Wollt ihr mehr Doublebass? 5 Minuten Doublebass ohne Pause, wie klingt das?“ Auf dem letzten Schild forderte er die Crowd auf mal richtig Krach zu machen, und wir landeten auch schon im nächsten Song From the Skies, der tatsächlich massive Doublebass Wände auf Lager hatte. Another World von ihrem aktuellen Album Fortitude hielt die Schlagzahl oben, Gojira brillierten weiterhin durch spielerische Raffinesse, während der Bullhead zwischen den beiden Hauptbühnen in Flammen aufging und eine Wand aus Sprühfunken dem Song die Krone auf. Christian an der zweiten Gitarre und Jean Michel am Bass waren genauo on fire wie die beiden Duplantier Brüder und gemeinsam lieferten sie musikalische Champions-League ab. Nun ertönte Kehlkopfgesang aus den Boxen, der Silvera aus dem Magma Album ankündigte. In der Mitte der Crowd brannte der Mosh Pit, während die markanten Vocals von Joe für eine fesselnde Atmosphäre sorgten. Letztes Jahr hatten Gojira die Ehre, auf der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele aufzutreten, und so servierten sie uns auch Mea Culpa! (Ah! Ca Ira!) den Song, den sie dort performten. Hierzu bekamen sie Unterstützung von Opernsängerin Marina Viotti, die den Song auch im Original mitgestaltet hatte, auf der Bühne, um dem Track noch mehr Ausdruck zu verleihen, als ohnehin schon. Joe betonte, dass sie Marina extra für die Show in Wacken gewinnen konnten, auf der restlichen Tour ist sie nicht mit dabei. Natürlich sollte auch gemeinsam mit dem Publikum gesungen werden, und so entbrannte nach gemeinsamem Aufwärmen der Song The Chant, der mit jeder Menge Groove daher donnerte. Während des Songs Amazonia konnte Joe außerdem mit Kehlkopfgesang glänzen, der erneut für eine besondere Atmosphäre sorgte. Es ging dem Endspurt entgegen, der von L’Enfant Sauvage aus dem gleichnamigen Album eingeleitet wurde. Die Bühne erstrahlte in orangefarbenem Licht, unter dem die Band einmal mehr zur Höchstform auflief. Sie zollten dem verstorbenen Ozzy Osbourne Tribute, in dem sie ein Cover des Songs Under the Sun/Every Day Comes and Goes von Black Sabbtath spielten. Und dann war auch schon Schluss, Gojira trat wieder von der Bühne. Was blieb war ein grandioser Auftritt, verpackt in einer erstklassigen Show mit gewaltigen Sound. Wenn jemand 3,5 Stunden Spielzeit verdient hätte, Gojira wären es gewesen. Ohne Zweifel einer der besten Headliner, den ich in Wacken gesehen habe. Eine super Setlist, gepaart mit spielerischer Höchstleistung und einer wohl durchdachten Bühnen und Video-Show. Hut ab, Gojira, das war Champions League. – Niklas
Fit for a King – Headbanger Stage
Das große Finale stieg dann mit Fit for a King auf der Headbanger Stage. Ein letztes Mal gab es noch gewaltigen Metalcore, wie er stärker kaum sein könnte. Die Band um Sänger Ryan Kirby hatte erst am Vortag ihr neues Album Lonely God veröffentlicht und so bekamen wir einige Songs wie No Tomorrow, Whitness the End oder Lonely God zu hören. Drum herum ließen sie es mit älteren Songs wie Deathgrip, Backbreaker oder When Everything Means Nothing gewaltig krachen und sorgten für einige emotionale Höhepunkte. Ryan betonte, wie passend doch When Everything Means Nothing zum Wetter passen würde: den eine der bekanntesten Zeilen lautet “Yeah I was born in the Rain” und er erzählte, dass sie nicht oft die Chance haben, diesen Song im Regen spielen zu können. Es entstand ein mächtiges Breakdown Gewitter und Ryan wechselte zwischen Shouting und Clean Vocals. Seine Kollegen an den Saiteninstrumenten untermalten das ganze Set immer wieder mit Backing Vocals und wirklich sehr guten Clean Vocals. Vor der Bühne entstand nochmals ein Mosh Pit und ansonsten wurde regelmäßig gesungen und gesprungen. Nach dem letzten Song forderte die Crowd lautstark eine Zugabe, doch Fit for a King hatten nicht mehr Songs vorbereitet, denn da ihr Bassist Vater wurde, hatten sie Aushilfe mit an Bord. Dennoch wurde das zu einem absolut würdigen Abschluss des Wacken 2025, das wach bleiben hat sich in allen Punkten gelohnt. Die neuen Songs aus dem frischen Album zünden Live einwandfrei und auch die älteren Songs kamen wunderbar rüber. – Niklas
Bericht: Jenny, Niklas
Bilder: Patrick, Roksana
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