Band der Woche: Songleikr

Band der Woche KW 11/2026

Herkunft: Norwegen, Dänemark
Genre: Folk

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Die Band über sich:

Songleikr hat seine Wurzeln in einer tiefen Liebe zur nordischen Volksmusik und verwebt traditionelle Geschichten mit neuen musikalischen Kreationen, um Live-Musik, Menschen und Verbundenheit zu feiern. Maria Franz (NO, Heilung) und Ingrid Galadriel (NO) haben den Geist von Songleikr – was so viel wie „Liederspiel” bedeutet – geprägt, nachdem sie bei historischen Festspielen weltweit gemeinsam traditionelle Lieder gesungen hatten. Ihr Debütalbum Godtfolk (2015), das sie gemeinsam mit dem Produzenten Christopher Juul (DK) aufgenommen haben, wurde für seine ehrliche Darstellung skandinavischer Musiktraditionen international gefeiert.

Heute wird Songleikr kreativ von Maria, Ingrid und Kasia Sikora-Black (UK) geleitet. Live verbindet das fünfköpfige Ensemble – ergänzt durch Petter Østby Sagen (NO) und Espen Wensaas (NO) – schwebende nordische Harmonien, verspielte progressive Rhythmen, akustische Fülle, rohe Emotionen und Momente musikalischer Verspieltheit. Auf ihrer Tournee mit ihrem neuen Album Fuglefolk präsentiert Songleikr ein Live-Set, das neues Material mit beliebten Songs aus Godtfolk verbindet, die durch die Brille der aktuellen Band neu interpretiert wurden. Diese Songs werden auf der Bühne lebendig – atmend, verspielt und mit allen im Raum geteilt.

Kommentar der Redaktion:

Manchmal stolpert man über eine Band, und findet sie direkt spannend. So ging es mir mit Songleikr. Eigentlich habe ich nur gedankenverloren durch das Programm des Colos-Saals geklickt, auf der Suche nach irgendetwas, das mich ansprach, da die aktuelle Konzertlandschaft für meinen Geschmack mau aussah. Ein kurzer Blick auf den Namen, ein schneller Testhörer – und ich war neugierig genug, um mal weiterzusuchen und es mir mal anschauen zu wollen.

Und ich wurde überrascht. Songleikr haben eine dieser seltenen Bühnenpräsenz‑Energien, die nicht laut sein müssen, um sofort zu wirken. Ihr Sound verbindet nordische Folk‑Elemente mit einer warmen, erdigen Intensität, die live noch einmal ganz anders trägt als auf Aufnahmen. Was mich besonders abgeholt hat, ist diese Mischung aus handwerklicher Präzision und einer spürbaren Freude am Erzählen – musikalisch wie atmosphärisch. Nichts wirkt aufgesetzt, nichts bemüht episch; stattdessen entsteht ein Flow, der einen mitnimmt.

Was mich besonders abgeholt hat, ist die Art, wie sie musikalisch erzählen. Die Stücke wirken wie kleine Sagenfragmente: mal verspielt, mal düster, mal mit einer fast tänzerischen Leichtigkeit, die an Lagerfeuer, Waldpfade und die ersten eigenen Begegnungen mit nordischen Mythen erinnert. Genau diese Faszination hat schon Garmarna damals in mir geweckt. Und auch wenn man die beiden Bands nicht an vielen Punkten vergleichen kann, an dem, wie sie diese teilweise grausamen nordischen Kindergeschichten mit einem bittersüßen Lächeln vortragen, als wäre es ein Kuchenrezept, und ich liebe alles daran. 

Die Band bei Dark-Art:

Live-Impressionen:

Musikvorschlag:

Kommende Live-Termine:

17. April 2026 – Cadillac, Oldenburg, DE
18. April 2026 – Kulturwerk, Herford, DE
19. April 2026 – UT Connewitz, Leipzig, DE
4.–7. Juni 2026 – Birka Historical Tattoo Fest, SE
17. Juli 2026 – Festung Königstein Open Air, DE
12. August 2026 – Midgardsblot, NO
12. September 2026 – Festival Mediaval, DE

Links:  

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Band der Woche, unter diesem Titel stellen wir euch jede Woche Dienstagabend, 20 Uhr (MEZ) eine Band vor. Dies sind jeweils Bands, die von Mitgliedern unserer Redaktion empfohlen werden, vor allem junge Nachwuchsbands, die unserer Meinung nach mehr Aufmerksamkeit verdient haben.

Alle Bands, die wir dieses Jahr vorgestellt haben, findet ihr auch in unserer Playlist auf Spotify.

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Über Roksi 664 Artikel
Roksana Helscher, Fotografin und Redakteurin. Seit 2016 bei Dark-Art dabei, ein Teil der Chefredaktion und das Mädchen für alles. Seit meinen ersten Konzertfotografie-Gehversuchen in 2011 bis heute unterwegs und versuche das Geschehen auf großen und kleinen Bühnen zu dokumentieren.

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