Konzertbericht: Sabaton – Münsterplatz Konzerte, Freiburg, 10.06.2026

Am Mittwoch, dem 10.06.2026 spielte die schwedische Power-Metal-Band Sabaton auf dem Münsterplatz in der historischen Altstadt von Freiburg. Lange Schlangen bildeten sich in den Straßen aus internationalen Fans. Durch den begrenzten Platz zwischen den Gebäuden ringsherum, hatte es fast schon eine gemütliche Atmosphäre, wenn man bedenkt in welcher Größenordnung Sabaton sonst auftritt. Auch die Anwohner machten es sich vor ihren Fenstern bequem.

Dr. Dead und seine drei Zombies

Um 18:30 läutete die Power-Metal-Band Dominum aus Nürnberg als Support den Abend ein und erstrahlte in der untergehenden Sonne, die direkt auf die Bühne schien. Das Bühnenbild zeigte einen gigantischen Vollmond hinter Wolkenkratzern, der Himmel rötlich, mit Blitzen versehen. Links und rechts waren leuchtend rote Wände aufgebaut, auf denen Songtitel im Stil von Graffiti zu lesen waren. Dr. Dead und seine drei Zombies starteten mit Danger Danger, Killed by Life und ihrem bisher bekanntesten Song The Dead Don’t Die. Auch lieferten Dominum ein gelungenes Cover von Michael Jacksons Thriller ab.

Die Band wurde erst 2022 von Sänger Felix Heldt (auf der Bühne Dr. Dead) gegründet und ist somit noch eine sehr junge Band. Es ist wirklich beeindruckend was Dominum in dieser kurzen Zeit auf die Beine gestellt hat, denn das Publikum war bei jedem Song textsicher und brachte die alten Pflastersteine zum Beben.

Ende dieses Jahres gehen Dominum mit ihrem neuen Album, das am 03.07. erscheinen wird, auf Headliner Tour.

Panzer, Power und Pyrotechnik

Nach einem kurzen Umbau eröffnete Sabaton pünktlich um 19:45 mit dem Song Ghost Division das Konzert, unterstrichen mit Explosionen, Funken und Flammen, wie man es von der Band kennt. Daraufhin folgte ihr neuster Song Yamato und einer der vielen Klassiker The Red Baron.

Zwischen den Songs rief das Publikum immer wieder gemeinsam im Chor „Noch ein Bier! Noch ein Bier!“, was seit Jahren zum absoluten Kult geworden war. Sänger Joakim Brodén entgegnete daraufhin „Yes, yes, but first let me say hallo. Because when Scandinaviens get drunk, we get naked.“ Auch machte er die Fans auf die wunderschöne Kulisse aufmerksam, denn das alte Münster aus dem 15. Jahrhundert machte der Bühnenkulisse schon etwas Konkurrenz. Daraufhin wurde das erste Bier geext. Weitere sollten noch folgen, aber alle behielten ihre Klamotten an.

Sabaton hatte sich bei diesem Konzert für den kleineren Panzer entschieden, der auch gleichzeitig als Schlagzeugpodest diente. Ein weiteres Highlight war auch die sechsköpfige Verstärkung auf der Bühne, denn links und rechts auf Risern standen jeweils drei Backgroundsänger und Sängerinnen, die dem ganzen Konzert noch etwas mehr sakrale Dramatik mit ihrem Chorgesang verliehen.

Bei Stormtroopers kam auch wieder der hölzerne Zünder mit dem Wort „Achtung“ darauf zum Einsatz, der am Ende des Songs gezündet wurde und mehrere Funkenfontänen auf der Bühne auslöste. Leider setzte zu dem Song auch ein Schauer ein, der etwa vier weitere Songs noch anhielt. Doch davon ließen sich die Metal-Fans nicht die Stimmung verderben. Auf dem Veranstaltungsgelände gab es neben Getränken in Sabaton-Bechern, Fastfood und Waffeln auch Regenponchos zu kaufen, doch die meisten headbangten mit ihren nassen Mähnen weiter zur Musik.

Mit To Hell And Back als letzten Song gab Sabaton noch mal alles und jagte die Flammen aus den Firejets bis die Gaskartuschen leer waren.

Wer diese Show verpasst hat oder nicht genug bekommen kann, der kann sich auf April und Mai 2027 freuen. Sabaton kommt mit ihrer The Legendary Tour Part 2 zurück nach Deutschland.

Setlist: Ghost Division // Yamato // The Red Baron // The Last Stand // Great War // Stormtroopers // Christmas Truce // Soldier of Heaven // Crossing the Rubicon // Night Witches // I, Emperor // The Attack Of The Dead Man // Bismarck // Hordes of Khan // Primo Victoria // Swedish Pagans // Coat of Arms // To Hell and Back

 

Bericht und Bilder: Kati

 

Mehr von den Bands bei Dark-Art findet ihr hier:

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