Konzertbericht: Any Given Day – Limitless Tour 2024 – Köln, Die Kantine

Am Samstag Abend, den 03. Februar, haben Any Given Day nach Köln in Die Kantine zur dritten Show ihrer Limitless Tour eingeladen. Die „Cowboys from hell“ feiern den Release ihres vierten Albums Limitless, welches im Januar diesen Jahres das Licht der Welt erblickte. Supported werden sie von der Ruhrpottlern Doomcrusher und dem Quartett Of Virtue aus den USA.

 

Doomcrusher
Eröffnet wurde der Abend von Doomcrusher und die bereits ziemlich volle Halle verfiel in lautes Klatschen, als das Quintett die Bühne betrat. Ziemlich erstaunlich für einen Opener, finde ich, aber die Band besteht auch unter anderem aus den Gitarristen Andy Posdziech (Any Given Day) und Jean Bormann (Rage). Der Sound war top und brachte die kräftige Stimme von Sänger Marv Kinkel so gut zur Geltung, dass man (ich) selbst als nicht-Kenner der Songs, die Texte verstehen konnte. Spätestens nach dem dritten Song wurde schon der erste Pit gestartet und der Metalcore-Sound gespickt mit elektronischen Elementen hatte das Publikum schnell im Griff. Sich die Energie für den Hauptact aufzusparen, hatte die Crowd wohl nicht im Sinn.

Of Virtue
Weiter ging es mit vier Jungs aus Michigan, USA. Of Virtue nennen sie sich und bringen eine Mischung aus melodischem Hardcore und Metalcore mit auf die Bühne. Die Crowd war erst noch etwas zurückhaltend, aber wurde doch schnell von der frischen Energie und den catchy Hooks der Songs mitgerissen. Vor allem die Bühnenpräsenz und das Zusammenspiel der beiden Sänger Tyler Ennis und Damon Tate haben mich und auch das Publikum begeistert und man konnte gar nicht anders, als mindestens mit dem Kopf zu wippen. Der Song Sinner war vielen ein Begriff, denn das Publikum war auffallend textsicher und lebhaft. Zum Schluss begab sich Tyler noch mitten in die Crowd zum singen und ließ sich dann über ihren Händen hinweg wieder zurück zur Bühne tragen.

Any Given Day
Nach einer kurzen Umbaupause, welche mit Heavy-Metal-Klassikern erträglicher gemacht wurde, kam endlich der Hauptact Any Given Day auf die Bühne. Die Band wurde mit lautem Applaus empfangen und startete ihr Set direkt mit dem Song Get that done von ihrem neuen Album Limitless. Die Crowd war genau wie die Band sehr energiegeladen und es wurde gemosht und gejubelt ohne Pause. Sänger Dennis Diehl fordert kurzerhand zum Crowdsurfen auf, mit den Worten „Gebt der Security hier vorne mal was zu tun!“, und trat damit eine Welle an Surfern los, welche einen ganzen Song lang kein Ende zu nehmen schien. Dankbare Worte wurden sowohl an die Fans als auch an die Security verteilt und den Support-Bands wurde der Song Unbreakable gewidmet. Die Menge teilte sich zu einem großen Pit und musste sich auf Wort von Diehl erst mal mit ein paar Push Ups aufwärmen, bevor sie sich gegenseitig zum Breakdown herumschubsen durften. Respektvoll natürlich. Eine Akustikeinlage mit dem Song Home Is Where The Heart Is durfte natürlich auch nicht fehlen und zum Song Come Whatever May wurden schnell die Cowboyhüte aufgesetzt.
Insgesamt spielten Any Given Day ganze 17 Songs einmal quer durch ihre Diskografie und holten mit Song wie Savios und H.A.T.E. sowohl alte als auch neue Fans ab. Das Sahnehäubchen des Abends war der beliebte Coversong Diamonds.

Die Setlist des Abends:

Get That Done
Never Surrender
Limitless
Endurance
Levels
Loveless
Best Time
Unbreakable
Never Say Die
Lonewolf
Home Is Where the Heart Is (acoustic)
Come Whatever May
Apocalypse
H.A.T.E.
Savior
Arise
Diamonds (Rihanna cover)

 

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Konzertfotografin die Momente und Emotionen da einfängt, wo sie sich Zuhause fühlt

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