Konzertbericht: Dymytry Paradox – Born from Chaos Tour – Colos-Saal Aschaffenburg, 13.02.2026

Am Freitag, dem 13. Februar 2026, machte die Born from Chaos – Tour von Dymytry Paradox im Aschaffenburger Colos-Saal Station. Auch an diesem Termin zeigte sich schnell, dass der internationale Neustart der Band auf reges Interesse stößt: Der Saal füllte sich schnell mit Besucherinnen und Besuchern, die neugierig darauf waren, wie sich die tschechische Formation in ihrem englischsprachigen Gewand präsentiert.

Ganz so chaotisch, wie es der Tourtitel vermuten lässt, wurde es natürlich nicht – denn pünktlich um Punkt 20 Uhr ging es mit Space of Variations los. 

Space of Variations

Denn auch in Aschaffenburg blieb der Abend nicht ohne Support: Space of Variations begleiteten die Tour und eröffneten den Konzertabend mit ihrem modernen, elektronisch angereicherten Metalcore. Die ukrainische Band mischt Metal, Elektro‑Elemente und Rap‑Passagen zu einem experimentellen, aber klar strukturierten Sound, der beim Publikum schnell Anklang fand. Schon nach den ersten Takten war spürbar, dass die energiegeladene musikalische Mischung der Band gut in den Rahmen des Abends passte. Für sie war dieser Auftritt zudem ein besonderer Moment, denn an diesem Tag erschien ihr drittes Album Poisoned Art, was der Stimmung im Saal eine zusätzliche Energie verlieh. In einer späteren Ansage sprach Sänger Dima Kozhuhar offen über die Herkunft der Band und die Situation in der Ukraine. Er erinnerte daran, wie wichtig es sei, Menschen aus der Ukraine – auch, wenn man sie nicht gut kennt – im Blick zu behalten und ihnen zuzuhören. Das Publikum reagierte darauf mit respektvollem Applaus.

Setlist: TRIBE // Slaughter // Veign // IMAGO // Razor // Doppel // Ghost // HALO // SOMEONE ELSE // Tibet

Dymytry Paradox

Nach einem flotten Umbau ging es auch schon mit Dymytry Paradox weiter.

Für einige dürfte dieser Name zunächst ungewohnt klingen, da viele die Band vor allem unter ihrem ursprünglichen Namen Dymytry kennen. Um sich jedoch stärker auf dem internationalen Markt zu positionieren, tritt die Formation außerhalb Tschechiens unter dem Alter Ego Dymytry Paradox auf – mit englischsprachigem Material und einem anderen Sänger.

Die fünf Musiker betraten pünktlich die Bühne, und das Publikum empfing sie mit lautem Jubel. Gleich zu Beginn setzten sie mit Empire of the Fallen den Startpunkt mit einem Stück vom aktuellen Album Born from Chaos. Schon nach wenigen Takten war die Stimmung im Saal so intensiv, dass sie quasi greifbar war: Die Menge bewegte sich, sang mit und ließ sich ohne Zögern auf die Energie der Band ein. Auffällig war, dass die Begeisterung im Publikum alters- und geschlechterübergreifend spürbar war. Mit War Beneath My Skin folgte ein weiteres aktuelles Stück, bevor mit Revolt einer der ersten vollständig englischsprachigen Songs der Bandgeschichte auf dem Programm stand.

Eine kleine Überraschung für all jene, die die Band zum ersten Mal in Deutschland sahen, war sicherlich, dass Sänger A.L. nicht nur Deutsch spricht, sondern dies auch nahezu akzentfrei tut.

Musikalisch zeigte die Band eine breite Palette: Während die härteren Passagen klar an die Wurzeln von Dymytry erinnerten, setzten die englischsprachigen Titel stärker auf melodische Refrains und moderne Metal‑Elemente. Diese Mischung kam gut an – besonders bei den neuen Songs war deutlich zu hören, dass viele Fans bereits textsicher waren. Im weiteren Verlauf präsentierten Dymytry Paradox auch einige ältere Stücke in leicht angepassten Arrangements. Die Versionen wirkten kompakter und internationaler ausgerichtet, was A.L. viel Raum gab, seine stimmliche Bandbreite auszuspielen. Die Reaktionen im Saal bestätigten, dass dieser Ansatz funktionierte: Die Kombination aus Bekanntem und Neuem sorgte für eine durchgehend dichte, mitreißende Atmosphäre. Und natürlich ließ sich das Publikum bei Songs wie Legends Never Die, Born From Chaos oder Sun of a Broken God entsprechend einbinden und mitreißen. 

Setlist: Empire of the Fallen // War Beneath My Skin // Revolt // Red Sky Remains // Never Gonna Die // Behind the Mask // Reignite Me // Bass Solo // Everything Is Black // Legends Never Die // Born From Chaos // Sun of a Broken God // Drum Solo // Enemy List // Hope // Touchdown // Chernobyl 2.0

Bericht und Bilder: Roksana

 

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Roksana Helscher, Fotografin und Redakteurin. Seit 2016 bei Dark-Art dabei, ein Teil der Chefredaktion und das Mädchen für alles. Seit meinen ersten Konzertfotografie-Gehversuchen in 2011 bis heute unterwegs und versuche das Geschehen auf großen und kleinen Bühnen zu dokumentieren.

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