An einem Donnerstag im August, zwischen Wacken und Party.San, sammelte sich eine recht überschaubare Schar an Besuchern vor der Posthalle, denn die australische Progressive Metal Band Ne Obliviscaris machte einen Stopp in Würzburg. Die Band war für einige Festivalshows in Europa und ließ es sich nicht nehmen, zusätzlich zwei Headlinershows zwischen diesen Terminen zu spielen. Die erste davon fand in Würzburg statt.
Mit dabei waren an diesem Abend auch zwei Supportbands, Soulsplitter und Precipitation; letztere durften den Abend um kurz nach 19 Uhr eröffnen.
Precipitation – ein starker Auftakt
Den Anfang machte das Quartett namens Precipitation aus Babenhausen mit Hypothesis, einem Song vom neuen Album Deeper Down the Tides, welches den größten Teil der Setliste ausmachte. Insgesamt lieferte die Band einen, für diesen Abend, sehr direkten, progressiven Death Metal. Das auch ohne viele Umschweife, denn die Spielzeit war begrenzt. Kurz nach der Hälfte des Sets kündigte Sänger Jan schon an, dass dieses sich dem Ende entgegen neigte, und sie noch zwei Songs hätten, welche aber zu viel Zeit brauchen würden. Deshalb lieferte die Band stattdessen mit einem neuen, noch nicht veröffentlichtem Song und Cosmic einen runden Abschluss mit etwas ganz Neuem und etwas ganz Altem.
Setlist: Hypothesis // My Denial // Tentin Quarantino // new Song // Cosmic
Soulsplitter – Maximale Kreativität
Im Anschluss folgten Soulsplitter. Die deutsche Progressive Metal Band trat musikalisch in gänzlich andere Fußstapfen als Precipitation: Facettenreicher, über jegliche Genregrenzen hinaus tänzelnd, und dabei dennoch mit einem durchgängigen, spannenden Ansatz. Besonders auffällig war dabei der bis zu vierstimmige Gesang. Mit bisher zwei Alben und einem weiteren in der Pipeline hatte die Band allerlei Auswahl. Auch, wenn sie zu Beginn mit The Moloch noch auf ein etwas reservierteres Publikum trafen, taute dieses mit den darauffolgenden Songs merklich auf. Keyboarder Lewin bedankte sich beim Publikum und übernahm die Ansagen für den Abend. Zu Ende des Sets gab es eine quasi Livepremiere eines noch nicht erschienen Songs The Algorithm.
Setlist: The Moloch // Incineration // Glass Bridge // Erosion // The Maze // The Algorithm
Ne Obliviscaris – Progressive Metal auf Höchstform
Kurz nach 21 Uhr ging es mit Ne Obliviscaris weiter. Die Australier sind aktuell für einige Festivalshows in Europa und haben in der Zwischenzeit zwei Konzerte in den Tourplan eingepflegt. Dafür hatten sie sich auch, wie sie erzählten, eine besondere Setliste zusammen gestellt, von der zwei Songs seit Jahren nicht mehr live gespielt wurden. Einer dieser Songs, Libera Pt 1, eröffnete das Set, während Of Petrichor Weaves Black Noise kurz vor Ende kam. Insgesamt gab es aber einen Rundumschlag durch alle Alben.
Der Progressive Metal der Band kombiniert Elemente des Melodic Death Metals und Groove Metals mit einem zweistimmigen Leadgesang und einer Geige. Die Australier waren an diesem Abend in Topform und konnten das Publikum begeistern, das auf die Interaktion der Band freudig reagierte und sogar einen Circle Pit bildete. Gegen Ende gab es sogar auch noch ein Geburtstagsständchen für Gitarrist Matt Klavins. Den Abschluss des Sets bildete And Plague Flowers the Kaleidoscope, bevor die Band nach fast 2 Stunden und 8 Songs unter Applaus die Bühne verließ.
Setlist: Libera (Part I): Saturnine Spheres // Painters of the Tempest (Part II): Triptych Lux // Suspyre // Equus // Misericorde I – As the Flesh Falls // Misericorde II – Anatomy of Quiescence // Of Petrichor Weaves Black Noise // And Plague Flowers the Kaleidoscope
Bericht & Bilder: Matthias & Roksana
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