24.03.2023 Pyogenesis im b-hof Würzburg

Nach zwei Verschiebungen durfte nun ein weiteres Nachzüglerkonzert stattfinden: Pyogenesis machten im b-Hof Halt auf ihrer A Silent Soul Screams Loud Tour!
Mit im Gepäck die Schweizer Melodic Death Metal Band Soulline und die lokal bekannte Melodic Death Metal Band Dieversity.

Leider gab es an dem Abend auch noch eine weitere Verschiebung, dieses Mal betraf diese nur den Einlass, der sich um 45 Minuten nach hinten schob, somit blieben nur 15 Minuten für den Einlass. Das hat auch fast gereicht, denn einige kamen wie immer erst später.
Soulline standen jedoch pünktlich auf der Bühne und vor einem eher verhaltenem Publikum. Kein Wunder, die Vorbands haben von Haus aus die Aufgabe, dem Publikum für den Hauptact einzuheizen. Die Truppe hatte jedoch sichtlich Spaß und Songs wie Dragonfly knallen ordentlich, ein guter Auftritt und ein toller Auftakt für deren Drummer, der in Würzburg seine erste Show mit der Band spielte. 

Nach einem kurzen Umbau ging es dann mit alten Bekannten weiter, zumindest für die Würzburger Besucher, denn Dieversity kennt man hier. Mit angeschlagener Stimme, aber viel Spielfreude ging es auch hier weiter und das kam auch gut rüber, das zurückhaltende Publikum taute zunehmend auf und ließ sich auf die Band ein. Diese hatte in den letzten drei Jahren zwei neue Alben veröffentlicht. Mit End of the Line und The Bitter Taste of Sin gab es eine Menge neues Material für die Bühne und die lokalen Fans. 

Und nach langer Wartezeit durfte dann auch mit Pyogenesis ran, die Band hat nun nach 2 Jahren endlich die Möglichkeit bekommen für das fränkische Publikum zu spielen. Ihr letzter Auftritt lag auch schon gute 4 Monate zurück, umso größer auch die Freude wieder auf der Bühne zu stehen!
Ähnlich gut gelaunt war auch das Publikum, das schon vor deren Auftritt vor der Bühne verharrte, um sich einen Platz zu sichern. Kein Wunder, so sind manche für dieses Konzert von sehr weit her angereist, wie wir im Laufe des Abends erfahren. Den Rekord für die weiteste Anreise hielt ein Herr aus der französischen Schweiz, dicht gefolgt von Berlin, doch auch einige Besucher direkt aus Franken fanden den Weg zum b-Hof, auch wenn nur circa ein Drittel. 
Mit Songs wie Steam Paves Its Way oder Though the Flames heizten sie dem Publikum ordentlich ein und Tracks wie Blue Smiley’s Plan, The Capital und Fade away zeigten, dass das Publikum sehr textsicher war. Zwischen Geschichten aus der Schulzeit in der mittelfränkischen Nachbarschaft oder von Auftritten in Portugal, gaben die vier Musiker auch ein Lied zum besten, das auf dem Album in Kooperation mit Chris Harms von Lord of the Lost aufgenommen wurde, Modern Prometheus um genau zu sein, und erzählten vom persönlichen Verhältnis zu den ESC Kandidaten.

Ein interessanter und abwechslungsreicher Abend mit 3 tollen Bands. Auch wenn die Pyogenesis Fans den Vorgruppen wenig Beachtung schenkten, durfte der Abend für alle Bands ein Erfolg gewesen sein. 

Über Roksi 506 Artikel
Roksana Helscher, Fotografin und Redakteurin. Seit 2016 bei Dark-Art dabei, ein Teil der Chefredaktion und das Mädchen für alles. Seit meinen ersten Konzertfotografie-Gehversuchen in 2011 bis heute unterwegs und versuche das Geschehen auf großen und kleinen Bühnen zu dokumentieren.

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