Donnerstagabend im Frankfurter Das Bett: Die Endgegner Tour 2026 startete schon fast traditionell in der Stadt und schon früh war klar, dass dieser Abend laut, direkt und voller Energie werden würde. Punkt 20 Uhr ging es los – und zwar mit einem Fauxpas, der das Publikum sofort auf Betriebstemperatur brachte.
Böse Fuchs
Den Auftakt bestritten Böse Fuchs, die mit modernem Metal ein solides Fundament für den Abend legten. Gleich zu Beginn sorgte ein charmantes Missgeschick für Lacher: „Hallo Oberhausen!“ rief die Sängerin Valy ins Mikro – woraufhin der Gitarrist trocken anmerkte, dass Frankfurt deutlich besser ankommen würde. Die Stimmung blieb locker, das Publikum nahm es mit Humor und die Band spielte sich schnell warm.
Musikalisch überzeugten Böse Fuchs mit einem druckvollen Set, getragen von der Dynamik des Sänger‑Ehepaars. Ein brennendes Buch als Requisite, kleine Seitenhiebe zwischen den beiden und ein spürbarer Spaß an der Sache machten den Auftritt lebendig. Mit einer Metal‑Version von Hypa Hypa verabschiedete sich die Band und hinterließ ein Publikum, das bereit für mehr war.
Schattenmann
Nach einer Umbaupause, die mit extrem lauten Metal‑Covern von Captain Jack und Backstreet’s Back gefüllt war, betraten Schattenmann die Bühne – wie fast immer in Frankfurt mit einem markanten Auftakt. Frank stellte sofort klar, mit einem Grinsen auf dem Gesicht, dass hier garantiert niemand Oberhausen genannt werden würde. Doch kommen wir erst einmal zum Anfang zurück und dem Grund, warum das Publikum sich im Bett versammelt hat: Schattenmann hatten eine neue Scheibe in der Pipeline, Endgegner heißt das gute Stück und erschien am 13.03, also einen Tag nach dem Tourauftakt in Frankfurt und das musste gefeiert werden, unter anderem indem man mit dem Titelstück Endgegner das Set eröffnete. Doch auch Klassiker enthielt der Abend, denn Konzerte der Band ohne Menschenhasser oder Generation Sex sind auch nicht vorstellbar.
Die Band zeigte sich dankbar, angesichts der aktuellen Weltlage überhaupt auftreten zu können und das Publikum reagierte warm und laut. Mit fünf Alben in neun Jahren und einem neuen Album, das am Folgetag erscheinen sollte, präsentierten Schattenmann eine Setlist, die sowohl Klassiker als auch vier frische Songs enthielt. Besonders hervorgehoben wurde der gemeinsame Track mit Eisbrecher, der auf beiden Alben vertreten ist – ein Moment, in dem Frank offen zugab, ein Fan zu sein.
Für einen der lautesten und lustigsten Augenblicke sorgte eine Zuschauerin, die laut dazwischenrief. Frank holte sie kurzerhand auf die Bühne, damit sie selbst eine Ansage machen konnte – und musste zugeben, dass er nicht erwartet hatte, dass sie dort oben tatsächlich sprechen würde. Mit Dia de Muertos und einem energiegeladenen Endspurt führte die Band den Abend in Richtung Finale, bevor sie ankündigte, sich kurz frisch zu machen und später noch einmal herauszukommen. Bis Mitternacht blieb der Club geöffnet, denn nach Mitternacht durfte die Band ihre neue Scheibe auch verkaufen und die Crowd nutzte jede Minute.
Setlist: Endgegner // Kamikaze // Brennendes Eis // Menschenhasser // Generation Sex // Epidemie // Chaos // Echo // Besser als der Rest // Schna‑na‑naps // Licht an // Auf der Zunge // Jeder ist schlecht // Kein Komando // Spring // Cosima // Ewigkeit // Hände Hoch // Dia de Muertos // Wir sind das Ende der Welt
Bilder und Bericht: Roksana
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- 13.11.2023 Oomph! in der Batschkapp Frankfurt, Support Böse Fuchs
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