Konzertbericht: Sylosis – The New Flesh Tour UK&Europe 2026 – Karlsruhe, Substage – 01.02.2026

Pixonstage

Der erste Konzerteinsatz 2026 mit Kamera führte mich am 01.02. nach Karlsruhe ins Substage. An diesem Sonntag waren Sylosis zu Gast, die sich derzeit auf Release Tour zu ihrem neuen Album The New Flesh befinden. Selbstverständlich sind sie nicht alleine unterwegs und so sorgen Revocation, Distant und Life Cycles für ein ordentliches und abwechslungsreiches Rahmenprogramm. An diesem Abend fiel direkt der große Vorhang hinter dem FOH auf, ein Zeichen dafür, dass es heute eher weniger voll werden würde. Dass vor der Bühne der Graben fehlte, sprach ebenfalls dafür. Doch bereits zu Beginn hatte sich ein größeres Publikum vor der Bühne eingefunden und der Abend konnte beginnen.  

 

Life Cycles

Der Fünfer aus Texas leitete den Abend mit jeder Menge Schwung ein und hatte erkennbar Spaß auf der Bühne. Sie servierten uns einen schönen Crossover Sound, der sich irgendwo zwischen Hardcore und Thrash Metal bewegte. Das hohe Tempo wurde immer wieder von saftigen Nackenbrechern abgelöst. Sänger Jeremy heizte immer wieder die Crowd an und forderte unermüdlich einen Pit. Zu Serpents Kiss kam dieser dann auch endlich in Gang und so wurde dieser Auftritt zu einem sehr schönen Auftakt. Allgemein machte die Band, die übrigens das erste Mal überhaupt in Europa auf Tour ist, einen super sympathischen Eindruck und hatte auch technisch das ein oder andere auf Lager. Sehr fein.

Distant

Nach der Umbaupause schallte Bon Jovis Livin on a Prayer durch die Halle, was im perfekten Kontrast zum nun folgenden Set stand. Distant aus den Niederlanden ließen ihren Downtempo Deathcore über uns hereinbrechen und machten insgesamt kurzen Prozess. Alan Grnja ließ seine fiesen Vocals aus den Tiefen der Unterwelt empor steigen und auch die Instrumentalfraktion um Nouri Yetgin und René Gerbrandji präsentierte sich on Point. Bassist Elmer Maurits fehlte aus familiären Gründen, doch sein Vertreter Ash machte seine Sache definitiv sehr gut. Eine ausdrucksstarke Show bot er uns. Natürlich durfte auch ihr neuester Song Nothing Left to Hate nicht fehlen, nur in der Crowd hätte noch mehr Bewegung sein können. Immerhin bekamen wir aber ein Ruderboot zu sehen. Breakdowns in Zeitlupe, dennoch eine gute Portion Tempo, Distant waren einfach nur grandios.

Revocation

Der muntere Genre Parkour ging nun eins weiter und Revocation waren am Drücker. Wir bekamen Technical Death Metal geboten und dieser hatte es wirklich in sich. David Davidsson und Co liefen zu spielerischer Bestform auf und hatten natürlich auch ihr neues Album New Gods, New Masters mit dabei. Doch neben neuen Songs wie Dystopian Vermin bekamen wir auch einige ältere Songs zu hören. Der Pit wollte nicht so richtig in Fahrt kommen, aber immerhin formierte sich eine anständige Wall of Death. Alex Weber und Harry Lannon unterstützen David immer wieder mit Backing Vocals, Alex übernahm stellenweise sogar die Lead Vocals. Insgesamt war auch dies ein sehr gelungener Auftritt, Revocation sind einfach ein Brett.

Sylosis

Nachdem nun I was Made for Loving You von Kiss aus den Boxen drang, war es an der Zeit für Sylosis, das Ruder zu übernehmen. Die Band um Sänger und Gitarrist Josh Middleton setzte im Bühnenbild auf einige Strahler, die mit Strobo-Effekten für eine spannende Atmosphäre sorgten. Musikalisch bewegten sie sich mehrheitlich im Melodic Death Metal, streuten allerdings auch eine Menge Groove mit ein. Natürlich hatten sie auch Erased und The New Flesh von ihrem bald erscheinenden neuen Album The New Flesh mit dabei. Da die beiden Songs das Set jeweils eröffneten, bzw. abschlossen, nahmen uns Sylosis mit auf eine Zeitreise durch ihre Diskografie. Dabei gingen sie sogar bis zu ihrem Debütalbum Conclusion of an Age zurück. Songs wie Heavy is the Crown boten jede Menge Chancen zum Mitsingen. Die Band aus Reading in UK bot insgesamt eine sehr souveräne Show, alle Beteiligten hatten jede Menge Spaß an dieser Performance.

Trotz anfänglicher Bedenken wegen der Verkaufszahlen war das Substage insgesamt doch sehr gut besucht, und auch die ersten Bands konnten sich über eine gute Menge Publikum freuen. Insgesamt machten alle vier Bands einen souveränen Eindruck, doch Distant waren für mich die Tagessieger. Das war von der Show und der Gewalt im Sound her einfach großartig. Life Cycles würde ich als positive Neuentdeckung einordnen, während Revocation technisch klasse in Erinnerung blieben. Sylosis werden wohl nicht meine neue Lieblingsband werden, doch vom Gesamtpaket her gab es da trotzdem nichts zu meckern. 

 

Bericht & Bilder: Niklas

 

Mehr von den Bands bei Dark-Art findet ihr hier:

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