Konzertbericht: 20.02.2024 Serenity Nemesis A.D. Tour – Colos-Saal Aschaffenburg

Am Dienstagabend, dem 20.02.2024, versammelte sich schon um kurz vor 18:30 Uhr eine kleine Menschenmenge vor dem Colos-Saal in Aschaffenburg. Der Anlass, unter der Woche abends das Haus zu verlassen, war die Nemesis A.D. Tour der österreichischen Symphonic Metaller von Serenity. Mit dabei waren die italienischen Power Metaler von Temperance, die Modern Metal Band Tulip aus Texas, sowie als Opener die internationalen Symphonic Metaller von Flowerleaf.

Nach einer halben Stunde ging es dann mit der Musik los. Die Band um Sängerin Vivs und Bassist Marcelo, beide aus Brasilien, ist seit einigen Jahren in Deutschland ansässig. Gleich zu Beginn gab es eine Überraschung, denn das Quartett legte direkt mit dem neuen Song Sandman los. Nicht nur Sängerin Vivs, sondern auch die Saitenfraktion war auf der Bühne sehr präsent. Untermalt wurde die Performance durch eine gute Lichtshow. Im Laufe der kurzen Spielzeit von 30 Minuten spielten sie insgesamt 5 Songs, davon neben dem schon erwähnten neuen Song je zwei Stücke von der EP Dreamerie und dem Debütalbum Stronger. Dabei wechselten sich ruhigere Passagen gekonnt mit brutaleren, gegrowlten Stellen ab. Und das Publikum nahm das alles wohlwollend an und machte durchaus begeistert mit.

Nach einem kurzen Umbau ging es dann weiter mit den Texanern von Tulip. Im Gesamtkontext stach die Truppe um Sängerin Ashley etwas heraus. Musikalisch spielt die Band einen modernen Symphonic Metal mit Alternative Rock-Anleihen. Doch das kam beim Publikum leider weniger gut an, die bisher gut mitarbeitende Menge wurde ruhiger, und das, obwohl die Musik an Tempo gewann. Auch die Ansage zu Beginn „Wir sind Tulip, wir lieben euch“ war nett, wurde aber nicht besonders vom Publikum belohnt. Das Growlen vom Gitarristen brach die Musik immer mal ein wenig durch, was erfrischend war. Insgesamt kam das Publikum der Band aufgeschlossen gegenüber, und gegen Ende konnte man sehen, dass einige Besucher aufgetaut waren. Kein Highlight, jedoch interessant.

Weiter mit einer Band, die nicht ganz so weit herkommt: Temperance. Die italienische Band um Michele Guaitoli ist eine naheliegende Ergänzung der Tour, da Gitarrist Marco auch bei Serenity ist. Die Band hatte im Oktober 2023 ihr siebtes Album Heritage – Datuma’s Eyes Pt. 2 Veröffentlicht und auch gleich ein paar der Songs fit für die Bühne gemacht. Nach den ersten Stücken bedankte sich die Band bei der Crowd: Sie sei das beste Publikum auf der Tour – und das an einem Dienstagabend! Die Band gab Vollgas mit allen 3 Stimmen, Auch wenn Michele die Show stark trug, legte Sängerin Kristin ordentlich nach. Und das Publikum? Textsicher sang es die alten und neuen Stücke mit! Klare Highlights waren Diamanti, ein Song, bei dem die Band den Refrain in ihrer Muttersprache sang, sowie natürlich Pure Life unfolds, ein Lied, das an Kraft und Pathos lebt und großartig beim Publikum ankam. 

Zu guter Letzt Serenity, die österreichische Band, hat kürzlich erst ihr neues Album Nemesis A.D. veröffentlicht und ist dabei, es mit aller Energie auf die Bühne zu bringen! Das Album handelt von den Werken des Künstlers Albrecht Dürer, worauf sich das A.D. bezieht. Die Band ließ das Publikum jedoch die Bedeutung raten, und sie bekam allerlei Lustiges zu hören, wofür es stehen könnte, doch die Aschaffenburger waren mehr oder minder im Thema, zumindest wusste mindestens einer im Publikum die Antwort. Mit Ritter Tod und Teufel von der aktuellen Scheibe zeigte sich auch, dass das Publikum bereits textsicher war. Zwischen all den Ansagen und dem ein oder anderen Witz, auf seine Kosten oder die der Kollegen, gab es einiges an Musik. So holte Sänger Georg zu Souls and Sins den Temprance-Sänger Michele auf die Bühne, was das Publikum massiv begeistern konnte. Und ein begeistertes Publikum lässt alles mit sich machen, so ließen Serenity die Crowd zu Set the World on Fire auch etwas gegen die Schwerkraft ankämpfen und springen! Dem Ganzen folgte auch ein Akustikblock, bei dem die Band, reduziert auf Georg und Marco, noch einen ihrer Songs wiedergab, sowie einen von dem gemeinsamen Akustik-Projekt Fallen Senctury
Mit Legacy of Tudors wurde der Anfang vom Ende eingeleitet, bei dem die Besucher noch einmal ordentlich Begeisterung zeigten, bis das Set mit The End of Babylon endgültig ein Ende fand. 

Mehr von den Bands bei Dark-Art findet ihr hier:

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