Wer in den letzten Jahren auf den großen Rock- und Metal-Festivals oder auf Touren von Schwergewichten wie Metallica, den Foo Fighters oder Guns N’ Roses unterwegs war, kam an einem Namen kaum vorbei: Mammoth. Das Soloprojekt von Wolfgang Van Halen hat sich in Rekordzeit von einer visionären Idee zu einer festen Größe im modernen Alternative- und Hardrock-Segment entwickelt. Im November und Dezember führt die Reise das US-amerikanische Phänomen für fünf exklusive Clubshows endlich auch auf deutsche Bühnen. Damit biegt die heiß ersehnte The End Tour endgültig auf die Zielgerade ein.
Wuchtiger Hardrock ohne Schnörkel auf der Mammoth Tour 2026 Deutschland
Mammoth steht für eine musikalische Wucht, die ihrem Namen alle Ehre macht. Der Sound ist eine organische, zutiefst ehrliche Symbiose aus wuchtigen Riffs, treibendem Drumming und einer melodischen Dichte. Wolfgang Van Halen verbindet spürbare Einflüsse von Progressive-Rock-Größen wie Tool und der Vertracktheit von Primus mit der stadiontauglichen Dynamik von Muse. Das Ergebnis ist moderner, rifflastiger Hardrock mit einer spürbaren Alternative-Kante, der auf technischer Raffinesse fußt. Die Band verliert dabei niemals den Blick für den packenden Song.
Die musikalische DNA ist unverkennbar von den ganz Großen geprägt. Dennoch emanzipiert sich Mammoth komplett vom übermächtigen Erbe des Vaters Eddie Van Halen. Wolfgang agiert im Studio als absoluter Multiinstrumentalist. Für das aktuelle Album The End hat der 34-Jährige nicht nur sämtliche Stücke im Alleingang komponiert. Er hat auch jedes Instrument – vom Schlagzeug über den Bass bis hin zur prägnanten Leadgitarre – selbst eingespielt. Diese rohe Energie und das ungefilterte Live-Feeling des aktuellen Materials spürt man in jeder Note. Es ist genau diese Kombination aus technischem Können, wuchtiger Produktion und kompromissloser Spielfreude, die auch das anspruchsvolle Dark-Art-Publikum abholen dürfte. Wer abseits des Mainstreams nach handgemachter Qualität sucht, wird hier fündig.
Dreckiger Post-Grunge-Support aus Wales
Als Support bringen Mammoth ein echtes Trio-Kraftpaket mit auf die Clubbühnen: Florence Black. Die Waliser sind längst kein unbeschriebenes Blatt mehr. Sie servieren eine hochprozentige Mischung aus modernem Hard Rock, Alternative Metal und einer ordentlichen Kante Post-Grunge. Spätestens seit ihrem von der Kritik gefeierten Album Pouring Rain ist klar, dass das Trio aus Merthyr Tydfil für die Bühne brennt.
Ihre Musik verbindet die tonnenschwere Attitüde alter Grunge-Pioniere mit zeitgemäßer Härte und packenden Hooklines. Mit verzerrtem Bass, einem unbarmherzigen Schlagzeug-Fundament und den markanten, rauen Vocals von Frontmann Tristan Thomas dürften Florence Black die Clubs von der ersten Minute an auf Betriebstemperatur bringen. Das passt perfekt für ein Publikum, das erdigen, ungeschönten Rock ’n‘ Roll schätzt.
Nachdem Mammoth jahrelang fast ausschließlich auf gigantischen Stadionbühnen im Vorprogramm der Weltelite zu sehen waren, bietet diese Tour nun die seltene Gelegenheit, die Bands im intimen Club-Rahmen zu erleben. Dort, wo der Schweiß von der Decke tropft und die massiven Riffs ihre ungefilterte Wirkung entfalten können, gehört diese Musik hin. Die The End Tour verspricht ein echtes Highlight im herbstlichen Konzertkalender zu werden.

Tourdaten im DACH-Raum
- Do. 05.11.2026 Hamburg · Gruenspan
- Do. 12.11.2026 Berlin · Metropol
- So. 29.11.2026 Köln · Bürgerhaus Stollwerck
- Di. 01.12.2026 Esch sur Alzette · (LU) Rockhall
- Mi. 02.12.2026 Stuttgart · LKA Longhorn
- Sa. 05.12.2026 Solothurn (CH) · Kofmehl
- Mi. 09.12.2026 Wien (AT) Simm City
- Do. 10.12.2026 Nürnberg · Hirsch
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