Zum Abschluss ihrer Void Tour luden Aviana ins schnuckelige Amadeus in Oldenburg ein. Mit von der Partie waren Atena, Diamond Construct und The Gloom in the Corner.
Atena – Gefühlvoller Start
Atena machte den Anfang an diesem Samstagabend. Während sich der Club im Oldenburger Zentrum langsam füllte, legten die Norweger direkt los. Mit gefühlvollen Songs, welche jedoch auch zeitgleich mit einer gewissen Härte vorbei kamen, heizte sich der Club schnell auf, und das war nicht nur der Verdienst der Norweger. Auch die Crowd saugte die Energie förmlich auf und ließ nichts zu wünschen übrig und öffnete die ersten Pits des Abends. Zu wünschen übrig ließ jedoch die Technik der Norweger. Der Gitarrist hatte von Beginn des Sets an mit seinem Sender der Gitarre zu kämpfen und musste sich nach 2 Songs der Technik geschlagen geben. Dies machte der Show der Norweger jedoch keinen Strich durch die Rechnung und das Set der Norweger neigte sich sachte dem Ende zu.
Diamond Construct – Rohdiamanten aus New South Wales
Nach der musikalischen Reise in den norwegischen Metalcore geht’s in warme Australien. Wer sich im Metalcore aufhält, weiß, dass australische Metalcorebands durchaus überzeugen können. Genauso tat es auch Diamond Construct aus Taree. Mit einer wahnsinnig hohen Energie betraten die Australier die Bühne und signalisierten: Hier gibt es heute keinen Stillstand und ein massives Energieaufgebot. Mit saftigen Breakdowns, harten Riffs und einer On-Stage Präsenz welche ihresgleichen sucht, zeigten die Australier, dass australischer Metalcore durchaus ein Gütesiegel ist. Auch die Crowd nahm diese Rohdiamanten an und sog die Energie der Australier auf und zog Pit nach Pit auf und ließ das Set sich anfühlen, als ob es lediglich aus drei Songs bestehen würde.
The Gloom in the Corner – Spy Thriller in Metalcore verpackt
Ebenfalls aus Australien kommend betrat nach Diamond Construct The Gloom in the Corner die Bühne. Mit einem wilden Mix aus Metalcore und Deathcore, gepaart mit Westernagenten und Whiskey, sorgte The Gloom in the Corner für einen Trip in den Modernen Wilden Westen. Textlich behandelt The Gloom in the Corner Trauma, Rache und Übernatürliches, womit sich Sherlock A. Bones herumschlagen muss. Ein Konzept, welches Bühnenshow mäßig in den Hintergrund rückt und eher in den Alben sich wirklich zeigt. Stimmungskiller? Fehlanzeige. Wir bekamen Breakdown nach Breakdown um die Ohren gepfeffert und die Crowd entwickelte sich zu einem riesigen Pit. Aber auch Emotionen wurden eingestreut, wurde es bei dem ein oder anderen Song doch ein wenig emotionaler. Durch den wilden Genremix und eine extrem hohe On-Stage-Energie verging das Set wie ein guter Whisky. Schnell, aber nicht reizlos. Ein kleines Extra: zu Angel’s Wrath Whiskey begab sich Joel Holmqvist auf die Bühne und verteilte an The Gloom in the Corner Whisky und trank diesen auch selbst mit.
Aviana – Ein Trip in die Leere
Mit Aviana bekamen wir dann die Hauptattraktion des Abends auf die Bühne geliefert. Mit ihrem aktuellen Album Void entführen die Schweden uns in die Leere. Das Set startete mit Father, was direkt richtungsweisend für das Set war: ordentliche Härte und Energie mit einem Fokus auf neuen Songs, mit Bedacht eingestreuten Klassikern wie Rage und Obsession. Mit im Gepäck außer dem neuen Album: neue Masken, welche die neue musikalische Richtung der Schweden symbolisieren. Und diese Masken wirken. Geschaffen wurde eine mysteriöse Atmosphäre, welche durch das Licht weiter verstärkt wurde. Dunkel und stroboskoplastig ließen sich als Zuschauer die nächsten Schritte der Band nur erahnen. Was sich jedoch nicht nur erahnen ließ, war das Verhalten der Crowd. Eine ordentliche Menge an Circle und Moshpits sorgte für ein Ventil der Energie der Show. Alles, was die Crowd aufsog, kam im Pit wieder raus, was wiederum die Band weiter nach vorn peitschte. So bekamen wir ein hartes Set aus neuen und alten Songs um die Ohren gepeitscht, was bei der Crowd mehr als gut ankam und das letzte Set des Abends wie ein Sturm schnell vorbeiziehen ließ.
Bericht und Bilder: Felix
Mehr von den Bands bei Dark-Art findet ihr hier:
- Konzertbericht: Currents EU-Summer 2025, Substage Karlsruhe, 20.06.25
- Band der Woche: The Gloom in the Corner
- Bericht: Fit for a King auf The Hell We Create Tour in Karlsruhe
- Konzertbericht: Fit For A King – The Hell We Create – Tour 2023 – Köln
- Bericht: Emil Bulls, Nasty uvm. beim Core Fest 2022 in Stuttgart. 17.09.22
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