Band der Woche KW 24/2026
Herkunft: Newcastle upon Tyne, England
Genre: Atmospheric Doom Metal
Click here for the English version.
Die Band über sich:
Northumbrian Monastic doom from Mark Deeks of Winterfylleth
Kommentar der Redaktion:
Ich habe ARÐ 2024 auf dem Prophecy Fest zum ersten Mal live gesehen und vor allem gehört. Eigentlich hatte ich etwas völlig anderes erwartet – Doom, wie man ihn kennt, schwer, drückend, vorhersehbar in seiner eigenen Art. Stattdessen stand da eine Musik, die sich sofort anders anfühlte: ruhiger, ernster, fast liturgisch, aber ohne jede Überhöhung. Dieser Mix aus atmosphärischer Schwere und einer fast dokumentarischen Klarheit hat mich direkt mitgezogen. Es war einer dieser seltenen Momente, in denen man merkt, dass eine Band nicht versucht, etwas zu sein, sondern einfach ist.
ARÐs Texte wirken wie Überreste einer Zeit, die längst vergangen ist und trotzdem noch nachhallt. Mark Deeks schreibt nicht über Gefühle, sondern über Geschichte – und genau dadurch entstehen Gefühle. Seine Worte kreisen um Northumbria, um Könige, Heilige und Einsiedler, um Orte, die heute nur noch als Schatten in Chroniken existieren. Die Texte sind knapp, fast spröde, aber voller Bedeutung: kleine Ausschnitte aus einer Welt, in der Glaube, Macht und Landschaft untrennbar miteinander verbunden waren. Statt große Bilder zu malen, legt Deeks Schichten frei. Er beschreibt die Einsamkeit eines Herrschers, die Stille eines Klosters, die Härte eines Landes, das Menschen formt, ohne sie zu schonen. Diese Nüchternheit macht die Texte so eindringlich. Der Gesang von ARÐ hat mich sofort überrascht, weil er eher an einen ruhigen, mehrstimmigen Chorgesang erinnert als an das typische Metal‑Growling, das oft im Doom Metal Verwendung findet. Das hebt die Musik stark von vielen anderen Projekten ab.
Die Band bei Dark-Art:
Live-Impressionen:
Musikvorschlag:
Links:
Webseite
Bandcamp
Facebook
Instagram
Spotify
Band der Woche, unter diesem Titel stellen wir euch jede Woche Dienstagabend, 20 Uhr (MEZ) eine Band vor. Dies sind jeweils Bands, die von Mitgliedern unserer Redaktion empfohlen werden, vor allem junge Nachwuchsbands, die unserer Meinung nach mehr Aufmerksamkeit verdient haben.
Alle Bands, die wir dieses Jahr vorgestellt haben, findet ihr auch in unserer Playlist auf Spotify.
Antworten