Der neue Tourtitel kommt aus dem Repertoire des Originals: Was ich liebe live, nach dem Stück von Liebe ist für alle da. Stahlzeit schließen damit ihr Jubiläumsprogramm ab. Die neue Runde beginnt am zweiten Weihnachtsfeiertag in Nürnberg und läuft bis Ende November 2027, rund 40 Termine im deutschsprachigen Raum sind bestätigt. Anders als bei der Jubiläumstour ist Österreich diesmal wieder dabei, mit Innsbruck, Salzburg und Wien, und in der Schweiz kommt zu Basel das Zürcher Hallenstadion hinzu. Berlin steht am 8. Januar 2027 im Tempodrom auf dem Plan, Einlass um 19 Uhr, Beginn um 20 Uhr. Ein Vorprogramm gibt es nicht, dafür rund zweieinhalb Stunden Show.
Stahlzeit
Offiziell besteht Stahlzeit seit Oktober 2004, seit 2005 tritt die Band live in Erscheinung. Der Auslöser war eine Beobachtung von außen: Jemand attestierte Sänger Helfried „Heli“ Reißenweber eine Ähnlichkeit zu Till Lindemann, stimmlich wie optisch. Aus dem Ausprobieren wurden über 70 Auftritte pro Jahr und Hallengrößen, die viele Bands mit eigenem Material nie erreichen. In der Presse läuft die Band seit Jahren als erfolgreichste und spektakulärste Rammstein-Tribute-Band Deutschlands, und dieser Beschreibung widerspricht momentan niemand ernsthaft.
Der Weg dorthin lief nicht über Deutschland. Die ersten größeren Erfolge holte die Band im Benelux-Raum, erst danach wurde die Heimat aufmerksam. Ein Wendepunkt war der Wechsel in ein professionelles Management, seither läuft das Booking über Semmel Concerts in Bayreuth. Wie Reißenweber diesen Weg selbst einordnet, warum er zwischen Interpretation und Imitation unterscheidet und wo für ihn die Grenze zwischen Hommage und Kostümierung verläuft, hat er uns im Interview ausführlich erzählt.
Zur Besetzung: Neben Reißenweber am Mikrofon stehen Matthias Sitzmann und Mike Sitzmann an den Gitarren, Sam Elflein am Bass und Thomas Buchberger-Voigt am Schlagzeug. Die Keyboards teilen sich Ron Huber und Michael Stangl. Elflein hatte die Band 2013 verlassen und kehrte 2019 zurück, Mike Sitzmann kam 2013 dazu. Eine Zäsur war der Tod von Keyboarder Thilo Weber im Jahr 2017, der die Show über Jahre mitgeprägt hatte.
Die Show
Der Aufwand ist der eigentliche Punkt. Für Was ich liebe live reist ein rund 30-köpfiges Team mit zwei Nightlinern und mehreren Trucks durch Europa, die Produktion überträgt das Stadionformat des Originals in Hallen. Die Pyrotechnik gehört zur Dramaturgie: Flammenwände, bengalische Feuer, Nebel, dazu ein Lichtdesign, das auf die einzelnen Songs gebaut ist. Jeder Effekt ist geplant und abgenommen, was bei diesen Mengen auch nötig ist.
Am Programm ändert der neue Name wenig. Die Band beschreibt es weiter als Reise durch alle Schaffensphasen des Originals, von Herzeleid bis Zeit. Das ist also eher ein neues Etikett als ein neues Konzept. Die Setlist mischt die erwartbaren Stücke mit Titeln, die seltener gespielt werden. Reißenweber hat dazu im Interview einen interessanten Punkt gemacht: Anders als das Original könne sich eine Tribute-Band nicht beliebig weit vom Bekannten entfernen, ohne das Publikum zu verlieren.
Eine Sonderform gibt es am 11. Februar 2027 in Osnabrück. Unter dem Titel Zeitsprung spielt die Band dort das Set von Live aus Berlin aus dem Jahr 1998, also das komplette Programm einer Ära, die viele Besucher nie live erlebt haben. An den beiden Folgeabenden im selben Haus läuft wieder die reguläre Show.
Tourdaten (Deutschland, Österreich und Schweiz)

- 26.12.2026 – Nürnberg, Kia Metropol Arena
- 02.01.2027 – Haslach im Kinzigtal, Stadthalle
- 05.01.2027 – Bamberg, Brose Arena
- 08.01.2027 – Berlin, Tempodrom
- 09.01.2027 – Cottbus, Stadthalle
- 15.01.2027 – Innsbruck, Music Hall (AT)
- 16.01.2027 – Rosenheim, AuerBräu Festhalle
- 22.01.2027 – Basel, St. Jakobshalle (CH)
- 23.01.2027 – Stuttgart, Porsche-Arena
- 29.01.2027 – Leinefelde-Worbis, Obereichsfeldhalle
- 30.01.2027 – Freiberg, Tivoli
- 05.02.2027 – Frankfurt am Main, Jahrhunderthalle
- 06.02.2027 – Rastatt, BadnerHalle
- 11.02.2027 – Osnabrück, Rosenhof (Zeitsprung, Set von Live aus Berlin 1998)
- 12.02.2027 – Osnabrück, Rosenhof
- 13.02.2027 – Osnabrück, Rosenhof
- 19.02.2027 – Halle (Saale), Steintor Varieté
- 20.02.2027 – Suhl, Congress Centrum
- 03.04.2027 – Teningen, Ludwig-Jahn-Halle
- 14.05.2027 – Kiel, Wunderino Arena
- 15.05.2027 – Bremen, Pier 2
- 06.08.2027 – Stadtallendorf, Open-Air-Gelände am Herrenwaldstadion
- 07.08.2027 – Eberswalde, Freilichtbühne im Familiengarten
- 20.08.2027 – Creuzburg, Burg Creuzburg
- 10.09.2027 – Chemnitz, Wasserschloss Klaffenbach
- 17.09.2027 – Neubrandenburg, Jahnsportforum
- 18.09.2027 – Riesa, WT Energiesysteme Arena
- 23.09.2027 – Salzburg, Salzburgarena (AT)
- 24.09.2027 – Wien, Bank Austria Halle Gasometer (AT)
- 01.10.2027 – Rostock, Stadthalle
- 02.10.2027 – Hamburg, Sporthalle
- 08.10.2027 – Zürich, Hallenstadion (CH)
- 09.10.2027 – Regensburg, Donau-Arena
- 10.10.2027 – München, Circus Krone
- 22.10.2027 – Siegen, Siegerlandhalle
- 23.10.2027 – Düren, Arena Kreis Düren
- 12.11.2027 – Göttingen, Lokhalle
- 13.11.2027 – Wetzlar, Buderus Arena
- 20.11.2027 – Münster, MCC Halle Münsterland
- 26.11.2027 – Dresden, Alter Schlachthof
Mehr von Stahlzeit bei Dark-Art findet ihr hier:
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