Das Jubiläum ist gefeiert, die Tour läuft weiter. Stahlzeit hängen an ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum eine weitere Etappe an, die bis in den November 2027 reicht. Der dichteste Block liegt zwischen Dezember 2026 und Ende Februar 2027, und der größte Termin darin ist Berlin: Am 8. Januar 2027 spielt die Band in der großen Arena des Tempodroms, Einlass um 19 Uhr, Beginn um 20 Uhr. Ein Vorprogramm gibt es nicht, dafür rund zweieinhalb Stunden Show. Neben den deutschen Terminen steht in der Schweiz Basel auf dem Plan, Österreich fehlt diesmal leider komplett.
Stahlzeit
Offiziell besteht Stahlzeit seit Oktober 2004, seit 2005 tritt die Band live in Erscheinung. Der Auslöser war eine Beobachtung von außen: Jemand attestierte Sänger Helfried „Heli“ Reißenweber eine Ähnlichkeit zu Till Lindemann, stimmlich wie optisch. Aus dem Ausprobieren wurden 70 bis 80 Auftritte pro Jahr und Hallengrößen, die viele Bands mit eigenem Material nie erreichen. In der Presse läuft die Band seit Jahren als erfolgreichste und spektakulärste Rammstein-Tribute-Band Deutschlands, und dieser Beschreibung widerspricht momentan niemand ernsthaft.
Der Weg dorthin lief nicht über Deutschland. Die ersten größeren Erfolge holte die Band im Benelux-Raum, erst danach wurde die Heimat aufmerksam. Ein Wendepunkt war der Wechsel in ein professionelles Management, seither läuft das Booking über Semmel Concerts in Bayreuth. Wie Reißenweber diesen Weg selbst einordnet, warum er zwischen Interpretation und Imitation unterscheidet und wo für ihn die Grenze zwischen Hommage und Kostümierung verläuft, hat er uns im Interview ausführlich erzählt.
Zur Besetzung: Neben Reißenweber am Mikrofon stehen Matthias Sitzmann und Mike Sitzmann an den Gitarren, Sam Elflein am Bass und Thomas Buchberger-Voigt am Schlagzeug. Die Keyboards teilen sich Ron Huber und Michael Stangl. Elflein hatte die Band 2013 verlassen und kehrte 2019 zurück, Mike Sitzmann kam 2013 dazu. Eine Zäsur war der Tod von Keyboarder Thilo Weber im Jahr 2017, der die Show über Jahre mitgeprägt hatte. Nebenbei existiert seit Jahren ein zweites Standbein: Unter dem Namen Maerzfeld spielt der Kern der Band eigene Songs, ebenfalls Neue Deutsche Härte, ebenfalls aus Franken. Wer die Musiker ohne fremdes Repertoire hören will, wird dort fündig.
Die Show
Der Aufwand ist der eigentliche Punkt. Für die Jubiläumstour reist ein rund 30-köpfiges Team mit mehreren Trucks durch Europa, die Produktion überträgt das Stadionformat des Originals in Hallen. Die Pyrotechnik gehört zur Dramaturgie: Flammenwände, bengalische Feuer, Nebel, dazu ein Lichtdesign, das auf die einzelnen Songs gebaut ist. Jeder Effekt ist geplant und abgenommen, was bei diesen Mengen auch nötig ist.
Die Band selbst beschreibt das Programm als Reise durch alle Schaffensphasen des Originals, von Herzeleid bis Zeit. Die Setlist mischt die erwartbaren Stücke mit Titeln, die seltener gespielt werden. Reißenweber hat dazu im Interview einen interessanten Punkt gemacht: Anders als das Original könne sich eine Tribute-Band nicht beliebig weit vom Bekannten entfernen, ohne das Publikum zu verlieren.
Eine Sonderform gibt es am 11. Februar 2027 in Osnabrück. Unter dem Titel Zeitsprung spielt die Band dort das Set von Live aus Berlin aus dem Jahr 1998, also das komplette Programm einer Ära, die viele Besucher nie live erlebt haben. An den beiden Folgeabenden im selben Haus läuft wieder die reguläre Show.
Tourdaten (Deutschland und Schweiz)
12.12.2026 – Leipzig, Haus Auensee
26.12.2026 – Nürnberg, Kia Metropol Arena
02.01.2027 – Haslach im Kinzigtal, Stadthalle
05.01.2027 – Bamberg, Brose Arena
08.01.2027 – Berlin, Tempodrom
09.01.2027 – Cottbus, Stadthalle
16.01.2027 – Rosenheim, AuerBräu Festhalle
22.01.2027 – Basel, St. Jakobshalle (CH)
23.01.2027 – Stuttgart, Porsche-Arena
29.01.2027 – Leinefelde-Worbis, Obereichsfeldhalle
30.01.2027 – Freiberg, Tivoli
05.02.2027 – Frankfurt am Main, Jahrhunderthalle
06.02.2027 – Rastatt, BadnerHalle
11.02.2027 – Osnabrück, Rosenhof (Zeitsprung, Set von Live aus Berlin 1998)
12.02.2027 – Osnabrück, Rosenhof
13.02.2027 – Osnabrück, Rosenhof
19.02.2027 – Halle (Saale), Steintor Varieté
20.02.2027 – Suhl, Congress Centrum
03.04.2027 – Teningen, Ludwig-Jahn-Halle
09.10.2027 – Regensburg, Donau-Arena
20.11.2027 – Münster, MCC Halle Münsterland
Mehr von Stahlzeit bei Dark-Art findet ihr hier:
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- Im Gespräch mit Heli Reißenweber – Teil 3
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