Auch 2026 wird es am ersten Dezemberwochenende musikalisch dunkel im Berliner ORWOhaus, denn am 04.12. und 05.12. findet erneut das alljährliche De Mortem et Diabolum statt, dieses Jahr schon mit der Ausgabe XII. Seit 2015 hat sich das Festival zu einer der wichtigsten Institutionen der deutschen Black-Metal-Landschaft entwickelt und zieht Jahr für Jahr Besucher aus ganz Europa und darüber hinaus an. Die Tickets der vergangenen Ausgaben gingen regelmäßig in mehr als ein Dutzend Länder – ein eindrucksvoller Beweis für die internationale Strahlkraft des Events. Das ORWOhaus selbst hat sich längst als lauteste Platte Berlins einen Namen gemacht. Die Halle bietet großzügig Platz, eine unverwechselbare Atmosphäre und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar – ideale Voraussetzungen für ein Festival, das sich ganz dem extremen Metal verschrieben hat.
Jedes Jahr präsentieren die Veranstalter ein starkes Line-up aus bekannten Größen der Black-Metal-Szene, spannenden Nachwuchsbands und seltenen internationalen Highlights. In den vergangenen Jahren konnten dort unter anderem Gorgoroth, Tsjuder, Misþyrming, Austere, Thy Light, Seth, Ancient und The Flight of Sleipnir das Publikum begeistern.
Das Line-up 2026
Auch für dieses Jahr haben die Veranstalter keine Mühe gescheut und präsentieren erneut 16 Bands:

Bölzer
Bölzer gehören seit ihrer Gründung im Jahr 2008 zu den markantesten und eigenständigsten Stimmen innerhalb des extremen Metals. Das Schweizer Duo aus Zürich – bestehend aus Okoi „KzR“ Jones und Fabian „HzR“ Wyrsch – verfolgt seit Beginn eine klar umrissene künstlerische Linie, die sich durch eine charakteristische Mischung aus Black‑ und Death‑Metal, dissonanten Gitarrenstrukturen und einer ritualistisch geprägten Atmosphäre auszeichnet. Der Verzicht auf Bass und der Einsatz einer speziell konfigurierten Zehn‑Saiten‑Gitarre prägen den unverwechselbaren Klang der Band, der sowohl auf den frühen EPs Aura und Soma als auch auf späteren Veröffentlichungen wie Hero und Lese Majesty deutlich hervortritt.
Schammasch
Schammasch zählen seit vielen Jahren zu den prägendsten Schweizer Formationen im Bereich des avantgardistisch geprägten Black‑ und Dark Metal. Die 2009 gegründete Band verbindet rituelle Atmosphäre, kunstvolle Kompositionen und eine stark konzeptionelle Ausrichtung, die sich durch alle Veröffentlichungen zieht. Mit dem monumentalen Dreifach‑Album Triangle (2016) erreichten Schammasch einen internationalen Meilenstein: Das Werk gilt bis heute als eines der ambitioniertesten und stilbildendsten Projekte des modernen Extreme Metal und markiert den endgültigen Durchbruch der Gruppe.
Zum 10‑jährigen Jubiläum von Triangle präsentieren Schammasch 2026 eine exklusive Show pro Land, und für Deutschland findet diese Show im Dezember in Berlin statt. Dieses Jubiläum würdigt das Album in besonderer und exklusiver Form und rückt die zentrale Phase ihres Schaffens erneut ins Zentrum.
Panzerfaust
Panzerfaust gehören seit vielen Jahren zu den markantesten und konsequentesten Vertretern des kanadischen Black Metal. Die Band aus Toronto verfolgt eine klar definierte künstlerische Linie, die sich durch eine düstere, bedrückende Atmosphäre, schwere Gitarrenwände und eine stark konzeptionelle Ausrichtung auszeichnet. Mit ihrem mehrteiligen Werkzyklus The Suns of Perdition haben Panzerfaust eine eindrucksvolle Serie geschaffen, die sich thematisch mit historischen Abgründen, menschlicher Hybris und der zerstörerischen Natur von Macht auseinandersetzt und ihnen internationale Anerkennung eingebracht hat.
Darvaza
Darvaza stehen seit ihrer Gründung für kompromisslosen, rohen und zutiefst finsteren Black Metal, der sich bewusst jeder Form von Glättung oder Modernisierung entzieht. Das Projekt, getragen von den beiden zentralen Akteuren Wolfsangel (Gesang) und Omega (Instrumente, Komposition), ist Teil des italienischen Ritual‑Black‑Metal‑Kosmos, aus dem auch Formationen wie Fides Inversa oder Chaos Invocation hervorgehen. Darvaza veröffentlichen ausschließlich kurze, aber intensive EPs, die sich durch eine dichte, bedrohliche Atmosphäre, scharfkantige Gitarrenarbeit und eine eindringliche vokale Präsenz auszeichnen.
Vollständiges Line-up im Überblick
- Bölzer (CH)
- Schammasch (CH) – Exclusive German “Triangle” Show
- Darvaza (IT)
- Panzerfaust (CA)
- A Forest of Stars (UK)
- The Spirit (GER)
- Horn (GER)
- Merrimack (FR)
- Helleruin (NL)
- Sumerian Tombs (GER)
- Deathless Void (NL)
- The Great Sea (GER)
- Nemorous (UK)
- Nexion (IS)
- Detresse (AT)
- Phosphorus (GER)
Tickets gibt es hier auf der Webseite der Veranstaltung.
Frühere Beiträge zum De Mortem et Diabolum und zur Walpurgisnacht findet ihr hier:
- Festivalbericht: Walpurgisnacht V – Freitag, 01.05.2026
- Festivalbericht: Walpurgisnacht V – Samstag, 02.05.2026
- Festivalbericht: De Mortem Et Diabolum XI, Freitag 05.12.2025
- Festivalbericht: Walpurgisnacht IV, Samstag, 03.05.2025
- Festivalbericht: Walpurgisnacht IV, Freitag, 02.05.2025
- Festivalbericht: De Mortem Et Diabolum X, Samstag, 07.12.2024
- Festivalbericht: De Mortem Et Diabolum X, Freitag, 06.12.2024
- Festivalbericht: Walpurgisnacht Festival Vol.III, Samstag 27.04.2024
- Festivalbericht: Walpurgisnacht Festival Vol.III, Freitag 26.04.2024
- Festivalbericht: De Mortem et Diabolum IX, Samstag 09.12.23
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