Festivalbericht: Walpurgisnacht V – Freitag, 01.05.2026

Vom 01.05. bis 02.05.2026 fand das Walpurgisnacht V in Berlin zum fünften und zugleich letzten Mal statt. An zwei intensiven Tagen spielten insgesamt 16 Bands aus den Genres Black, Death und Heavy Metal im ORWO Haus. Mit Cult of Fire und The Night Eternal am Freitag sowie Istapp und Empyrium mit ihrer besonderen Jubiläumsshow warteten an beiden Tagen echte Höhepunkte auf die Besucher*innen. Das ORWO Haus, die Veranstaltungsstätte im Berliner Bezirk Marzahn, bietet seit vielen Jahren Raum für Konzerte und Proberäume für hunderte Musiker*innen und Konzerte. 

Doch nicht nur auf der Bühne entstand die besondere Atmosphäre dieses Festivals. Als die Konzerte am Abend langsam endeten und sich die Besucher*innen vor der Halle versammelten, spendete ein Lagerfeuer Wärme und bot Raum, die erlebten Gigs zu verarbeiten.

Auch innerhalb der Halle gab es einen vertrauten Anlaufpunkt: Die Künstlerin Drowned Orange war erneut mit einem eigenen Stand vertreten und bot ihre Kunst in Form von Bildern und Aufnähern an. Bereits in den vergangenen Jahren gehörte sie fest zum Bild des Walpurgisnacht Festivals und seines Schwesterfestivals De Mortem et Diabolum. 

Wir waren mit Stift und Kamera vor Ort, um dieses unvergessliche Wochenende für euch festzuhalten.

 

Diabolisches Werk – Der erste Auftritt des Festivals

Das diesjährige Festival wurde von der Band Diabolisches Werk aus Schleswig-Holstein eröffnet. Zu Beginn wallte Nebel aus der einzigen Bühnendekoration, einem einzelnen Schädel am mittleren Bühnenrand, der von rotem Licht beleuchtet wurde. Während sich der Nebel ausbreitete, erschienen die Musiker*innen und begannen ohne Ansage mit ihrem Auftritt.

Musikalisch kombinierte die Band Death- mit Thrash Metal und fügte einige überraschend rockige Riffs hinzu. Zusammen mit den kehligen Growls und den gelegentlichen Todesschreien des Drummers entstand eine dichte, nackenstimulierende Atmosphäre. Die Musik wurde vom ersten Song an mit Jubel und vereinzeltem Applaus aufgenommen.

Einen spannenden Kontrast bot das Auftreten des Sängers: Während er beim Singen sehr aggressiv und maskulin wirkte, begann er zwischen den Songs locker zu „schnacken“, wie man es in Norddeutschland nennt. So sprach er über den Temperaturunterschied zwischen draußen und in der Halle, bedankte sich vor dem Song Against All Gods beim Publikum und griff weitere bodenständige Themen auf. Diese kurzen Ansagen brachten mich immer wieder zum Schmunzeln und wirkten äußerst charmant.

Die Setliste bestand größtenteils aus Songs ihres Albums Against All Gods von 2024. Lediglich False Flag und Banner of Doom stammten vom Debütalbum Beast. Eine kleine Randbemerkung: Mit dem Bassisten gab es personelle Überschneidungen zur Band Endstille.

Diabolisches Werk lieferten einen gelungenen Einstieg in das Walpurgisnacht V.

Setliste: Non-Prophet // Soul Liberator // World Hate Organization // Total Haram // Apostasy // Panic // False Flag // Against all Gods // Banner of Doom

Wilt – Ein Abstecher in den brachialen Death Metal

Der Auftritt von Wilt begann ohne Intro oder ähnliche Spielereien. Auch Bühnendekoration und Requisiten fehlten vollständig. Die Musiker kamen mit ihren Instrumenten in den Händen auf die Bühne, gaben sich gegenseitig die Faust und fingen direkt mit dem Auftritt an.

Im Vergleich zu Diabolisches Werk drehte die Band den Regler für gnadenlose Musik noch weiter auf. Sie spielten einen harten, brachialen und schnörkellosen Death Metal, während grünes Stroboskoplicht das gesamte Geschehen beleuchtete und dem Auftritt eine zusätzliche Unruhe verlieh.

Auch die Ansagen waren kurz und ebenso direkt wie ihre Musik. So fiel etwa der Satz: „Ihr seid nicht für Gelaber hier, sondern für Mucke. Wir fahren Panzer, The Tank“, was ich auf eine eigene Art urkomisch fand. Dennoch nahm sich der Sänger kurz Zeit, etwas zum Auftritt zu erzählen: Der ursprüngliche Drummer war kurzfristig erkrankt, weshalb der Schlagzeuger der Band Terra Builder eingesprungen war. Dieser hatte das Set in nur vier Tagen einstudiert, was eine beachtliche Leistung ist. Passend dazu trug der Sänger während des Auftritts Merchandise von Terra Builder.

Nebenbei erfuhren wir, dass die Band an einem neuen Album arbeite, aufgrund von Besetzungswechseln jedoch nur langsam vorankomme. Ein Song war bereits fertiggestellt, wurde jedoch nicht live gespielt – ein vielleicht guter Grund, die Band in einigen Monaten erneut live zu erleben.

Den Abschluss bildete das Lied Rises From The Grave, ihr offizieller Rausschmeißer und ein starker Song zum Ende des Sets.

Setliste: Faces Of War // Convulsive Possessions // The Tank // Out Of The Black // Dracunculus Medinensis // No Vital Signs // The Blackest Of Soil // The Servants // Rises From The Grave

Outlaw – Der erste Black Metal für den Freitag des Festival

Mit Outlaw begann an diesem Tag erstmals ein Auftritt mit einem stimmungsvollen Intro: Ein ritueller Sound aus kehligen Mantras und hellen Glocken, an einen asiatischen Stil angelehnt, erklang aus den Lautsprechern.

Die Musiker standen in Lederjacken und mit schwarzen Schlieren in den Gesichtern auf der Bühne. Schnell ergriffen sie ihre Instrumente und entfachten vom ersten Moment an einen regelrechten Black-Metal-Sturm. Dichte und brutale Riffs schmetterten von der Bühne durch die Halle. Selten hatte ich bei einem Konzert so hasserfüllte Screams gehört, und selbst die Griffe auf den Gitarren wirkten von Wut durchzogen. Dennoch besaß die Musik eine erstaunlich kraftvolle und packende Melodik. Zusammen mit dem flackernden Licht strahlte der Auftritt einen intensiven, beinahe greifbaren Zorn aus.

Die Nebelmaschine lief während des gesamten Sets auf Hochtouren, sodass die beiden vorderen Musiker bald nur noch als hektische Schemen zu erkennen waren und der Drummer kaum noch sichtbar blieb.

Ein besonderer Moment entstand, als eine Frauenstimme aus dem Off eingespielt wurde und die Musiker reglos in warmem, gelbem Licht verharrten. Kaum war die Ansage beendet, brach Outlaw erneut mit voller Wucht los. Dieser abrupte Kontrast wirkte besonders stark.

Während des gesamten Auftritts gab es keine Ansagen, erst zum Schluss gab es ein sanftes „Thank you, Berlin“. Daraufhin brach die bis dahin erstmals vollständig gefüllte Halle in lautem Jubel aus.

Setliste: Blaze of Dissolution // Through the Infinite Darkness // Those Who Breathe Fire // A Subtile Intimitation // To Burn This World and Dissolve the Flesh // Reaching Beyond Assiah

 

Imha Tarikat – Das emotionalste Konzert des Tages

Der Auftritt von Imha Tarikat war in allen Bereichen das reinste Chaos. Ohne langes Vorspiel begannen die Musiker, die sich schwarze Farbe scheinbar willkürlich über Gesicht und Arme geschmiert hatten, ihr Set. Nebel und rotes Licht, das in wechselnden Frequenzen flackerte, erschufen ein höllisches Ambiente. Im Mittelpunkt standen die Bandmitglieder, die sich teilweise wie Wahnsinnige gebärdeten.

Die Musiker tigerten unruhig über die Bühne und aneinander vorbei, während sie rasend schnell ihre Akkorde spielten. Der Sänger schrie mit weit aufgerissenen Augen ins Mikrofon, zerzauste sich dabei die Haare oder lachte irre. Am Ende eines eingespielten Interludes hielt er sein Instrument wie ein Kreuz vor sein Gesicht. Trotz dieser intensiven Darbietung empfand ich besonders die Performance des Bassisten als beeindruckend, der wie ein Berserker sein Instrument zugleich aggressiv und virtuos spielte.

Die ersten drei Reihen des Publikums verwandelten sich währenddessen in ein Tollhaus voller headbangender Fans. Der Wellenbrecher wackelte spürbar unter meinen Händen, und die Menschen um mich herum schrien sich die Kehlen heiser.

Zwischen zwei Songs umrundete der Drummer sein Set, um die Bandmitglieder nacheinander zu umarmen, nur um sich anschließend mit erhobenen Sticks wieder an die Drums zu stellen. Zwischendurch reichte der Bassist dem Sänger ein Bier und „fütterte“ ihn damit wie ein Säugling, bevor er den Rest selbst austrank. Dank eines aufmerksamen Crewmitglieds mangelte es der Band nicht an Nachschub aus Plastikbechern.

Der Abschluss bildete das krönende Finale dieser Performance: Der Sänger hob sein Instrument wie eine Streitaxt auf die Schulter und stieß den Mikrofonständer mit Wucht um. Die Halle schrie dabei wie aus einer Kehle. Imha Tarikat bot das emotionalste und intensivste Ende eines Konzerts an diesem Tag.

Setliste: Wicked Shrine // Sturm der Erlösung // Murderflesh // Excellent Grief // Streams Of Power – Canavar // Radical Righteousness // Son Of Ultradevotion // Imha Tarikatı (Sect of Destruction) // The Day I Died (Reborn Into Flames) 

 

One of Nine – Eine Liebeserklärung an Tolkiens Werk 

Der Auftritt von One of Nine war für mich als Filmfan der Herr der Ringe-Filme in zweierlei Hinsicht ein ganz besonderes Erlebnis. Den Anfang machte das Opening: Die Band spielte einfach den Soundtrack Weathertop aus dem ersten Film ab. Während die Nazgûl schrien, erschienen die Musiker und betraten, ganz wie ihre filmischen Vorbilder, in schwarzen Gewändern die Bühne. Den letzten Schrei der Ringgeister begleitete die Crowd, und nahtlos begann das Konzert.

Die Musiker trugen lange schwarze Umhänge, teilweise auch Tücher vor dem Mund, und wirkten dadurch ebenso unmenschlich wie ihre filmischen Vorlagen. Das Licht, das sie von hinten beleuchtete, verstärkte diesen Effekt zusätzlich. Allein visuell war dies einer der stärksten Auftritte des Wochenendes.

One of Nine spielten einen Atmospheric Black Metal, der sich über längere Zeiträume aufbaute und entfaltete. Sie waren die erste Band an diesem Tag, die ein Keyboard einsetzte, wodurch die Melodien hervorragend abgerundet wurden und die Musik eine bemerkenswerte Vielschichtigkeit erhielt. Das Spiel am Keyboard stellte dabei eine besondere Stärke dar. Zusätzlich waren es die atmosphärischen Intros und Outros der Songs, welche die Lieder gut abrundeten.

Beim zweiten Song erschien der Sänger von Lamp of Murmuur, die im Anschluss auftraten, als Gastmusiker auf der Bühne. Beide Sänger performten teilweise im Duett. Da sich die beiden Bands zu diesem Zeitpunkt gemeinsam auf der To Dream of Rhûn Europe 2026-Tour befanden und der Auftritt im ORWO Haus deren Abschluss bildete, kam dieser Gastauftritt nicht völlig überraschend, spektakulär war er dennoch.

Mein zweites Highlight war ein weiterer Einspieler: Es wurde die Tonspur der Szene abgespielt, in der die Uruk-Hai vor Helms Klamm aufmarschieren. Während der Sound lief, wurde dem Sänger ein großes Schwert gereicht. Mit der Spitze auf die Crowd gerichtet, erzeugte diese Kombination aus Soundtrack und Performance bei mir eine echte Gänsehaut.

Setliste: Age of Chains // Behold the Shadows of my Thoughts // Silence of Heaven // Dreadful Leap // Quest of the Silmaril // Siege of Gondolin // Of Desperate Valor 

Lamp of Murmuur – Ein Auftritt mit steigernder Intensivität

Nebel wallte auf und alle Bandmitglieder, außer dem Sänger, entstiegen ihm mit weit ausholenden Armbewegungen. Mit schwarzen Tüchern vor Mund und Nase, Corpse Paint auf der oberen Gesichtshälfte und breitkrempigen Hüten wirkten sie wie Black-Metal-Outlaws aus einem Horror-Western. Kurz darauf erschien auch der Sänger, den wir etwa eine Stunde zuvor bereits gesehen hatten, in einem langen schwarzen Umhang, mit vernieteten Armschienen und Corpse Paint auf der Bühne.

Musikalisch war der Auftritt von Lamp of Murmuur, im Vergleich zu One of Nine deutlich aggressiver, kraftvoller und treibender, mit einigen besonders starken Riffs. Dennoch verbarg sich in den Songs eine eher behäbige, aber packende Melodie, die sich immer wieder entfalten konnte. Im Verlauf des Sets steigerte sich die Band in ihrem Spiel und Performance zunehmend und kurz vor dem Ende präsentierten sie sogar einige gelungene Rock’n’Roll-Moves. So zum Beispiel als Gitarrist und Bassist Rücken an Rücken spielten.

Währenddessen kochte die Crowd förmlich vor Energie über. Bereits beim ersten Song wackelte der Wellenbrecher und jedes Lied wurde mit frenetischem Applaus und lautem Jubel gefeiert.

Etwa zehn Minuten vor dem Ende verließ die Band zunächst die Bühne, nur um unter tosendem Applaus zurückzukehren. Der Sänger hatte inzwischen sein Instrument abgelegt. In den folgenden Minuten steigerte sich die Band in einen regelrechten musikalischen Exzess hinein. Der Sänger wirkte dabei wie entfesselt, schrie mit voller Intensität ins Mikrofon und unterstrich seinen Gesang mit hektischen, ausladenden Armbewegungen. Als Lamp of Murmuur die Bühne schließlich ein zweites Mal verließen, wurden sie von einem geballten Applaus der Besucher*innen verabschiedet.

Setliste: Forest of Hallocinations // Seal of the Dominator // Dominatrx’s Call // Hategate (The DreaM-Master’s Realm) //Reincarnation of a Witch // Forever Bound to the Will of the Spectre

The Night Eternal – Der Heavy Metal-Headliner des 1. Tages

Beim Auftritt von The Night Eternal sahen wir einige bekannte Gesichter wieder: Kerem Yilmaz, Sänger von Imha Tarikat, und Ricardo Baum, Bassist derselben Band, spielten beide auch bei The Night Eternal, allerdings in vertauschten Rollen.

Ich empfand den Auftritt aus mehreren Gründen als besonders spannend. Zum einen ist Heavy Metal auf Black Metal-Festivals eher selten vertreten, zum anderen lockerte dieser Stilwechsel das Line-up angenehm auf.

Rotes Licht betonte das Banner hinter dem Schlagzeug, während Nebel über die ansonsten dunkle Bühne zog. Eine bluesige Rockballade wurde eingespielt, während sich die Musiker in aller Ruhe sammelten und ihre Instrumente vorbereiteten. Dann wechselte das Licht zu Gelb und zeigte die Band in Lederwesten und weit aufgeknöpften Hemden. Mit den ersten Akkorden war sofort eine ähnliche Energie wie bei Imha Tarikat spürbar, allerdings mit einer ordentlichen Portion Coolness. Die Musiker tanzten spielend über die Bühne, posierten lässig wie Rockstars, und der Sänger überzeugte mit großer Leidenschaft, spielte Luftgitarre und ging völlig in seiner Performance auf.

Einige Besucher*innen um mich herum waren erstaunlich textsicher, was der Dynamik innerhalb der Crowd eine neue Facette verlieh.

Zwischen den Songs entschuldigte sich der Sänger für das Fehlen neuen Materials, was ich angesichts des starken Auftritts gut verschmerzen konnte. Zudem erfuhren wir, dass auch bei dieser Band der ursprüngliche Drummer kurzfristig erkrankt war. Ähnlich wie zuvor bei Wilt sprang ein Ersatz ein, der sich das gesamte Set innerhalb von nur fünf Tagen angeeignet hatte.

Der Auftritt endete etwa sieben bis acht Minuten früher als im Line-up angekündigt, was ich sehr schade fand. Ich hätte gerne noch einen weiteren Song von The Night Eternal gehört.

Setliste: Between The Worlds //Stars Giude My Way // In Tarterus // Prince Of Darkness // Run With The Wolves // Shadow´s Servants // Deadly as a Scythe // Elysion // Moonlit Cross

Cult of Fire – Ein Black Metal-Ritual zum Abschluss

Zum ersten Mal an diesem Wochenende wurde für den Umbau ein Vorhang vor die Bühne gezogen, sodass wir die Bühnendekoration erst zu Beginn des Konzerts zu sehen bekamen. Der Auftritt begann mit etwa zehn Minuten Verspätung. Bereits fünf Minuten zuvor wurden jedoch Räucherstäbchen auf der Bühne angezündet, die einen schweren, würzigen Duft verbreiteten.

Dann wurde indische Musik eingespielt und der Vorhang wurde zur Seite geschoben. Allein der Anblick der Bühnendekoration von Cult of Fire war atemberaubend: In der Mitte stand ein Tisch, reich beladen mit Blumen, Obst, Kerzen und kleinen indischen Figuren. Daneben befanden sich zwei thronähnliche Stühle mit großen Kobraköpfen, die über den darauf sitzenden Musikern ragten. Gitarrist und Bassist saßen dort in langen schwarzen Gewändern mit goldenen Kronen auf den Köpfen und spielten. Hinter dem Tisch stand der Sänger, gekleidet in ein schweres, goldenes Gewand mit bunten Blumenstickereien und einer großen Totenkopfmaske mit drei Augen.

Nicht nur die Bühnendekoration beeindruckte, sondern auch die Musik und die Performance des Sängers.

Der Black Metal war von dichten Passagen geprägt und entwickelte eine träge, sich langsam aufbauende Melodik, die immer wieder von hektischen Ausbrüchen oder sanften, melodischen Momenten durchbrochen wurde. Dazu kamen wummernde Drums und tiefe, knurrende Screams.

Der Sänger unterstrich seinen Gesang mit weit ausholenden Armbewegungen, ohne sich von seinem Platz zu entfernen. Diese Bewegungen wiederholten sich in ihren Mustern innerhalb der einzelnen Songs. Zudem nutzte er bei einigen Stücken kleine Requisiten, die unter dem Tisch verborgen waren: So übergoss er eine der Figuren mit Wasser aus einem Messinggefäß, bei einem anderen Song hielt er rituelle Gegenstände wie ein Vajra Dorje oder eine Ghanta in den Händen und ließ diese wiederholt erklingen.

Die Crowd bewegte sich derweil wie in Trance, sie schwankte, wippte langsam mit den Köpfen oder headbangte, wodurch der gesamte Auftritt den Eindruck eines großen Rituals vermittelte, an dem wir alle teilnahmen.

Als dieser beeindruckende Auftritt endete, wurde der Vorhang wieder geschlossen, und der Applaus hielt mehrere Minuten lang an.

Setliste: Dhoom // Joy // Anger // Kali Ma // Bhairavi // Blessing //Závěť světu // Khanda Manda Yoga // Buddha 5 // There is More to Lose

Damit endete der erste Tag des diesjährigen Walpurgisnacht V in Berlin. Das Line-up begann kompromisslos hart und entwickelte sich mit jeder Band immer weiter in eine atmosphärisch dichte Richtung, bevor es zwischendurch durch smoothe Heavy-Metal-Klänge angenehm aufgelockert wurde und in einem bildstarken Finale endete. Ich war von der Zusammenstellung der Bands begeistert und konnte den zweiten Festivaltag kaum erwarten. Auch vom Samstag werden wir euch natürlich wieder mit Text und Bildern berichten.

 

Bericht: Nori
Bilder: Matthias

 

Mehr von der Walpurgisnacht und dem De Mortem et Diabolum bei Dark-Art findet ihr hier:

 

Mehr von den Bands bei Dark-Art findet ihr hier:

 

 

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