Am Samstag ging das Music Forge Festival 2026 in seinen letzten der drei geplanten Festival-Tage am Licher Waldschwimmbad.
Zwar regnete es am Morgen noch, ließ aber zum Festival-Einlass schon nach. Im Laufe des Tages zeigte sich das Wetter dann von seiner freundlichen Seite, fast durchweg schien die Sonne und die Besucher des Music Forge Festivals konnten so den letzten Festivaltag in vollen Zügen genießen.
Blasorchester Eberstadt e.V.
Den Auftakt des letzten Festivaltags machte um 10:00 Uhr das Blasorchester Eberstadt e.V. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Veranstalter betrat auch der Licher Bürgermeister Julien Neubert die Bühne. Auf eine kurze Dankesrede folgte der traditionelle Bierfassanstich, den er gemeinsam mit dem Veranstalter in Angriff nahm. Ganz reibungslos verlief dieser allerdings nicht: Die ersten Versuche blieben erfolglos. Im weiteren Verlauf des Auftritts konnte schließlich dennoch gemeinsam angestoßen werden. Auch der Dirigent des Blasorchesters begrüßte die bereits zu dieser frühen Stunde zahlreich erschienenen Besucher und kündigte eine abwechslungsreiche Mischung aus volkstümlichen Klassikern und eigens für den Auftritt vorbereiteten Stücken an. Neben Auf der Vogelwiese und Böhmischer Traum gab es dabei auch gesangliche Unterstützung von zwei Musikern aus den eigenen Reihen. Die Besucher waren bereits in guter Stimmung, sodass neben den ersten gezapften Bieren auch der erste Stagediver im Kollektiv zur Bühnenfront getragen wurde. Zu Smoke on the Water kam schließlich auch die Sonne hervor und die Besucher stimmten feierlich zu Skandal im Sperrbezirk, 1000 und 1 Nacht (Zoom!) und Sternenhimmel ein. Bei Killing In The Name (Rage Against the Machine) wurde dann schon der erste Mosh-Pit nach der gefühlt kleinsten Wall of Death eröffnet.
Nach einer Stunde Eröffnungsprogramm und Freibier für alle waren die Besucher damit bereits bestens aufgewärmt für das, was der Festivaltag noch bereithalten sollte.
Dying Breed
Um 11:30 Uhr läuteten Dying Breed als erste Metalband des Tages den letzten Festivaltag ein. Die Local-Post-Hardcore-Band aus Dillenburg konnte direkt zu Beginn die Besucher an der Barrikade abholen und zum Tanzen und Fäusteheben animieren. Hervorstechend empfand ich persönlich die sehr druckvollen Drums und die Growls/ Screams. Mit dem Song H-O-P-E rückte der Sänger das Thema Mental Health in den Fokus und erklärte, dass auch die Entstehung des Songs eng damit verbunden sei. Nach This Constant bedankte sich die Band beim erstaunlich textsicheren Publikum, insbesondere in den vorderen Reihen. Dort wurde sich auch bei den folgenden Songs in Circle Pits weiter aufgewärmt. Zum Abschluss sollte noch ein Cover-Song gespielt werden, welcher allerdings zeitlich nicht mehr in das doch recht kurze 30-Minuten-Fenster passte. Dying Breed hinterließen bei mir mit ihrem Auftritt einen sehr sympathischen Eindruck und ihren Spaß auf der Bühne konnten sie definitiv auf das Publikum übertragen.
Ground 2A
Weiter ging es mit Ground2A, einer weiteren Band aus der Region. Die Marburger Hardcore-Formation legte direkt mit einem druckvollen Bass und ordentlich Aggressivität los. Bei Communicate nahm die Crowd ihr zuvor begonnenes Tanzprogramm wieder auf und ließ sich auch von der nicht ganz reibungslos funktionierenden Bühnentechnik in den folgenden Songs nicht aus dem Konzept bringen. Vor Break Free erklärte Sänger Nico Fetter, dass es in dem Song um das Ändern eingefahrener Gewohnheiten gehe, und forderte die Besucher zum Mitspringen auf. Diese ließen sich nicht lange bitten und setzten seine Aufforderung prompt in die Tat um. Auch bei Fuck You, einem Song, in dem das Überschreiten persönlicher Grenzen thematisiert wird, blieb die Energie vor der Bühne ungebrochen: Ein Circle Pit bildete sich und bot den passenden Rahmen für den Track.
Für den letzten Song bekam Ground2A schließlich weitere gesangliche Unterstützung: Der Sänger von Dying Breed kehrte auf die Bühne zurück, um gemeinsam mit der Band Family Forever zu performen. Der Song war bereits 2024 in gemeinsamer Veröffentlichung erschienen und bildete einen passenden Abschluss des Sets.
Atrio
Mit Atrio, einem Trio aus Gießen, das Elemente aus Alternative, Bluesrock und Funk miteinander verbindet, kehrte anschließend etwas Ruhe vor der Bühne ein. Die Band setzte auf einen deutlich groovigeren Sound und ließ sich auch vom zwischenzeitlich einsetzenden Regen nicht aus dem Konzept bringen. Mit ihrer stilsicheren Performance gelang es den Musikern, das Publikum trotz des Wetterumschwungs bei Laune zu halten. Groovige Gitarrenriffs und eine Performance mit stilvollem Jazz-Flair, ließen das Publikum von den Tanzeinlagen der vorherigen Bands aufatmen, wenngleich man auch der Abwechslung gespannt lauschte und der ein oder andere partiell dann doch in einen Tanz umschwang. Zum Abschluss ihres Sets mit Shadow of the Doubt legten Atrio noch einmal nach und präsentierten ein Gitarrensolo, das definitiv in Erinnerung blieb: Sänger und Gitarrist Lars Gugler spielte dabei kurzerhand halb über dem eigenen Kopf/ Nacken seine Gitarre. Ein ungewöhnlicher Anblick und ein passender Schlusspunkt für den Auftritt.
Revolte Tanzbein
Ähnlich akustisch stilvoll wie die Vorgänger, wenn auch anders als der morgendlich bereits gespielte gewohnte Hardcore, traten die acht Musiker der Frankfurter Band Revolte Tanzbein auf. Nach einer Vorstellung der Band wurde direkt angekündigt, was nun für die nächsten 30 Minuten Programm war „Ska(t) un Hübbe(-de-bei)“. Mit satten Bläsersätzen legten die Frankfurter los und entlockten dem Publikum zunächst vereinzelte Tanzeinlagen. Dies war der Band allerdings nicht genug und sie forderte das Publikum, welches sich zwischenzeitlich von der Barrikade entfernt hatte, auf, näher zu kommen, und bat bei Ist das alles? um Energie aus den Reihen.
Bei Revolte konnte das Publikum dann passend zum Songtext „Wir sind die Revolte und ihr seid das Tanzbein“ selbiges schwingen, wenn auch der Abstand zur Barrikade nach Geschmack des Sängers zu groß blieb. Zum Song Geld verteilte die Band vereinzelt noch Merch in die Crowd und schloss ihren Auftritt mit Bananenkönig schwungvoll ab.
XO Armor
Anschließend erhielt die Bühne mit einem pinken Banner und grüner Schrift ein neues Farbschema und setzte damit einen auffälligen Kontrast zur ansonsten eher dunkel gehaltenen Hauptbühne. Um 15:10 Uhr betraten XO Armor die Bühne und gingen mit Asteroid direkt in die Vollen. Auch ihnen schien der Abstand des Publikums zur Barrikade etwas zu groß zu sein. Mit Pangea forderte die Band die Crowd deshalb zu einer Wall of Death auf, die wenig überraschend in einem Moshpit mündete und die Besucher merklich näher an die Bühne brachte.
Der Song Brainrot wurde mit den Worten „Habt ihr Bock, eure Hirne komplett auszuschalten?“ angekündigt und sorgte mit seiner Kombination aus Screams und elektronischen Beats für einen abwechslungsreichen Sound. Während Pyromancer gab es dann auch Rap-Einlagen mit Electro-Elementen und auch eine Wall of Death samt anschließendem Moshpit zu Dreadnought durften auch nicht fehlen. Hier zeigte die Crowd ihr Potenzial zum Moshen und Headbangen, auch ein Stagediver ließ sich von der Menge Richtung Bühnenfront tragen. Zum Abschluss gesellte sich der Sänger direkt an der Barrikade zu den Besuchern, klatschte die vorderen Reihen ab und sang den Song gemeinsam mit der Crowd zu Ende. Ein publikumsnaher Abschluss, mit dem XO Armor ihren Auftritt beendeten.
Setlist: Asteroid// Pangea// Raptoren // Brainrot // FOMO // Pyromancer // Dreadnought // Rex
Artemis Rising
Um 16 Uhr ging es optisch als Kontrastprogramm (oder eher wie gewohnt) zu XO Armor mit Artemis Rising weiter. Die Bühne folgte dabei optisch der Ästhetik der Bandmitglieder, allesamt in Schwarz gekleidet, und mit dabei eine prallende Sonne. Musikalisch lieferte die Band von Beginn an eine Mischung aus Growls, elektronischen Beats und harten Gitarrenriffs, die das Publikum vor der Bühne ordentlich in Bewegung brachte.
Zwischenzeitlich stellte Sänger Daniel die Band vor, die aus Deutschland stamme und er allerdings Amerikaner sei und die Band richtig Bock habe. Für zusätzliche Bewegung sorgten riesige schwarze Luftballons, die durch das teils moshende Publikum gekickt wurden und auch Daniel immer wieder zur Interaktion mit der Crowd einluden. Neben den teils ordentlich aufgeladenen Electronic- und Industrial-Elementen, zu denen die Fans ausgelassen tanzten, gab es für die Band noch einen weiteren Grund zum Feiern, denn der Gitarrist und der Bassist der Band sind Zwillinge und hatten an diesem Tag Geburtstag. Das Publikum stimmte zum nächsten Lied dann mit entsprechendem Applaus an. Mit Night Dancer kündigte die Band schließlich ihren neuesten Song an. Sänger Daniel nutzte die Gelegenheit, um nach den „best fucking dance moves“ des Publikums zu fragen. Nach dem letzten Song bedankte sich Artemis Rising für den tanzreichen Auftritt mit der Crowd und verewigte den Moment mit einem Gruppenfoto.
Wer die Zeit zwischen den Auftritten nicht nur für eine Verschnaufpause und die kulinarische Versorgung nutzen, sondern selbst musikalisch aktiv werden wollte, konnte auf der Karaoke-Bühne sein Können unter Beweis stellen – oder einfach für gute Stimmung sorgen.
Das Karaoke-Musikangebot hielt dabei für so ziemlich jeden Geschmack etwas bereit: von Disney-Klassikern (Hakuna Matata) über Metal-Legenden (Metallica – The Unforgiven) und Rock-Ikonen (wie Queen – The Show Must Go On) bis hin zu Tenacious D’s Beelzeboss (The Final Showdown). Bei dieser bunten Mischung war für Abwechslung gesorgt, und Langeweile kam garantiert nicht auf. Und wer stattdessen auch noch etwas Bildung im Biergarten suchte, wurde beispielsweise an einem Ausstellungsstand über Physik bestens versorgt.
April Art
Von Pink über Schwarz ging es um 17:15 Uhr in stilvollem Rot weiter: April Art betraten die Bühne. Neben den roten Outfits, für die April Art bekannt sind, brachten sie vom ersten Song an ordentlich Feuer mit und zogen das Publikum zunehmend näher an die Barrikade.
Nach den ersten beiden Songs stellte Sängerin Lisa-Marie Watz die Band vor und erzählte, dass April Art nach vier Jahren erstmals wieder auf dem Music Forge Festival zu Gast seien. Anschließend kündigte sie den neuen Song Big Bubble Bullshit an. Bei Panic Stations bildete sich ein großer Circle Pit, bevor Lisa-Marie nach Head up High die nächste Nummer mit einer klaren Lebensweisheit einleitete: Die einzige wirklich wichtige Regel im Leben sei, kein Arschloch zu sein, denn alles komme irgendwann zurück: Karma Is A Bitch. Dabei ließ sie es sich nicht nehmen, mit der Crowd zu feiern, stieg über die Barrikade und ließ sich auf die Schultern eines Festivalbesuchers heben und von ihm in die Mitte tragen. Bevor sie den Song weitersang, forderte sie die Umstehenden dazu auf, einen Circle Pit um sie herum zu bilden – eine Aufforderung, der die Crowd gerne nachkam.
Als Belohnung für den fantastischen Circle-Pit kündigte die Band ihr neues Album Red und ihr Konzert in der Batschkapp in Frankfurt am Main (am 12.12.2026) an, zu dem Fans sich bereits Tickets am Merchstand sichern könnten. Zu Bulletproof gab es eine ordentliche Wall of Death mit einem Moshpit und der letzte Song des Auftritts, Not Sorry, wurde mit einem Circle Pit vom Publikum verabschiedet.
Our Mirage
Our Mirage ließen die Pyro nicht lange kalt werden und feuerten nach Fractured direkt mit Bury Me ordentlich los. Die Crowd hatte sichtlich Bock: Vom ersten Song an wurde gepogt, getanzt und vor der Bühne ordentlich Bewegung gemacht. Auch Sänger Timo wusste, was er von den Besuchern erwarten konnte. Zu Right Now hoffte er auf möglichst viele Crowdsurfer – und wurde nicht enttäuscht. Deutlich emotionaler wurde es bei der Songankündigung zu God Behind Your Eyes, vom aktuellen Album Fractured Minds. Timo erzählte, wie viel ihm der Song bedeute, da er ihn für seinen Heiratsantrag an seine Partnerin geschrieben hatte. Ein besonderer Hintergrund, der auch beim Publikum ankam: Einige Besucher stimmten zum Song mit winkenden Händen ein, andere ließen sich auf den Händen der Crowd nach vorn tragen. Sichtlich berührt bedankten sich Timo, Gitarrist David und Bassist Manuel mit Handherzen bei der Crowd. Nach ruhigeren Tönen wollte die Band nun aber das Publikum springen sehen und leitete mit Farewell wieder härtere Töne ein, die sich zwischen Growls und den klaren Gesangstellen Timos abwechselten. Auch Memes kamen an diesem Abend nicht zu kurz: Während einer „Hydration Break“ mit „Nothing beats“-Memes nutzte die Band die Möglichkeit, ihre Our Mirage-Tour anzukündigen. Mit Timeloss und Don’t Talk, bei dem die Band das Publikum noch einmal zum Mitsingen animiert wurde, endete der Auftritt von Our Mirage.
Mental Cruelty
Etwas ritueller wurde es um 19:45 Uhr mit Mental Cruelty. Die vier Bandmember waren allesamt schwarz gekleidet, allen voran der Sänger Lukas, der in einer langen Kutte mit aufgezogener Kapuze die Bühne betrat. Mit Obsessis a Daemonio machte die Band direkt deutlich, wohin die Reise gehen sollte: Rasante Drums und tiefe Growls sorgten vom ersten Song an für ordentlich Druck und unterstrichen den düsteren Auftritt. Nach dem Opener legte Lukas die Kutte ab und stimmte mit der Crowd zu Helheim ein, bei dem zahlreiche Besucher die Köpfe kreisen ließen. Vor Pest erklärte er, dass sich der Song mit dem Schwarzen Tod beschäftige, und heizte dem Publikum mit lautstarken „Hey!“-Rufen und der Aufforderung zum Fäusterecken weiter ein. Auch danach blieb vor der Bühne einiges in Bewegung. Große und kleinere Circle Pits wechselten sich mit Moshpit-Einlagen ab, während die Pyrotechnik dem Auftritt zusätzlich Feuer verlieh. Sänger Lukas suchte dabei immer wieder die Nähe zum Publikum, trat an die Barrikade und sang gemeinsam mit der Crowd. Mit Zwielicht verabschiedeten sich Mental Cruelty schließlich von der Bühne und hinterließen einen ebenso düsteren wie energiegeladenen Eindruck.
Samurai Pizza Cats
Die Bühne verwandelte sich nun von einem rituell-nordischen Schauplatz in eine bunte Mischung aus Urlaubsinsel und Klassenzimmer. Tierschwimmringe, aufblasbare Flamingos, Gummipalmen und ein Sonnenstuhl sorgten für das passende Ferienfeeling – und was durfte dabei natürlich nicht fehlen? Richtig … eine Schultafel! Vielleicht fragte sich der darauf gemalte T-Rex selbst, wie er eigentlich in diese Situation geraten war.
Nun denn, um 21:05 Uhr eröffneten Samurai Pizza Cats mit Pandastruck ihren Auftritt und forderten das Publikum direkt auf, in die Knie zu gehen und auf Kommando loszuspringen. Bei Outcast gab es ordentlich Energie durch die Pyro, die nun mit eintretender Dunkelheit als Wärme meinerseits dankend angenommen wurde, aber auch vom Publikum, das die Band mit viel Klatschen empfangen hatte. Zu Falling Down bildete sich ein Circle Pit und bei Fear No Slice, einem Song, der mit elektronischen Elementen, schnellen Gitarrenriffs und einem echten Upbeat-Party-Refrain daherkam, kam das Publikum richtig in Fahrt. Viele hielten sich Arm in Arm, schwangen zur Musik, während die Stagediver Richtung Urlaubs-Bühne surften. Nach Have A G.O.O.D. Day! musste Sebastian ein Geständnis abliefern, denn seine Hose sei gerissen und er wolle sich schon mal im Vorhinein für Gesehenes entschuldigen. Die Menge nahm es humorvoll und offenbar blieb alles Wesentliche bedeckt. Mit The Wolf in Me wurde die Crowd in der Mitte für eine große Wall of Death geteilt, ehe bei Ramen-Man, einem Party-Song, wieder zum Tanzen animiert wurde. Für zusätzliche Bewegung sorgten die unermüdlich durch die Crowd fliegenden Beachbälle, die sich bestens in das sommerliche Bühnenbild einfügten. Mit dem wohl bekanntesten Song der Samurai Pizza Cats, Pizza Homicide (im Original mit Electric Callboy), beendeten sie mit reichlich Papierfontänen und Pyro ihren Auftritt, den die Besucher des Music Forge mächtig feierten.
Setlist: Intro // Pandastruck // Outcast // Falling Down // Fear No Slice // Burn // You’re Hellcome // Have A G.O.O.D. Day! // The Wolf In Me // Last Prayer // Ramen-Man // Freakshow // T-Rex(Plosion) // Alpha // Super Zero // Pizza Homicide
Stick To Your Guns
Beim finalen Headliner angekommen, dürfte inzwischen auch der letzte Besucher für den Abschluss des Festivaltags bestens aufgewärmt gewesen sein. Um 23:00 Uhr eröffneten Stick To Your Guns ihren Auftritt mit Nobody, einem der bekanntesten Songs der Band. Die US-amerikanische Hardcore-Formation wurde vom Publikum mit viel Energie empfangen, und Sänger Jesse ließ nicht lange auf die erste große Publikumsaktion warten: Zu Invisible Rain forderte er die Crowd zu einer Wall of Death auf. Diese ließ sich nicht zweimal bitten, sodass vor der Bühne während des gesamten Sets ordentlich Betrieb herrschte: Circle Pits, Stagediver und Moshpits, alles in einem Bild. Mit Spineless wurde dann ein Song des aktuellsten Albums (Keep Planting Your Flowers aus 2025) angekündigt. Zu We Still Believe wurde aus dem Circle Pit für den ein oder anderen Fan ein Traditions-Rudern und die Crowdsurfer nahmen überhand, sodass die anströmende Menge für die Security zwischenzeitlich außer Kontrolle geriet und die Fotografen an der Barrikade der Security unter die Arme greifen mussten. Mit Against Them All kehrte schließlich wieder etwas mehr Ordnung ins Geschehen ein. Band und Publikum sangen gemeinsam im Chor und sorgten damit für einen harmonischen Moment nach der turbulenten Phase zuvor.
Die Energie des Publikums blieb bis zum Ende ungebrochen und Stick To Your Guns bedankten sich bei den Besuchern und verließen schließlich die Bühne – eine weitere Zugabe gab es nicht. Damit endete der Auftritt des letzten Headliners und ein Festivaltag, der noch einmal alles an Energie vor der Bühne herausgeholt hatte.
Atmosphäre
Abschließend lässt sich sagen, dass das Music Forge Festival einiges zu bieten hat. Zwar war ich zum ersten Mal vor Ort und konnte nur den letzten der drei Festivaltage miterleben, doch die Organisation, das abwechslungsreiche Bandprogramm und das energiegeladene Publikum machten den Tag zu einem rundum gelungenen Festivalerlebnis.
Wer jetzt Lust auf ein abwechslungsreiches, modernes Metalfestival bekommen hat, kann sich bereits Tickets für das Music Forge Festival 2027 sichern. Die ersten Bands für die nächste Ausgabe wurden bereits am letzten Festivaltag bekannt gegeben.
Bericht: Madlen
Bilder: Thomas
Mehr zum diesjährigen Music Forge Festival findet ihr hier:
- Festivalbericht: Music Forge Festival 2026 – Freitag, 21.08.2026
- Festivalbericht: Musicforge Festival 2026 – Donnerstag, 20.08.2026
Frühere Beiträge zum Music Forge Festival findet ihr hier:
Mehr von den Bands bei Dark-Art findet ihr hier:
- Ankündigung: APRIL ART – TOUR 2026
- Festivalbericht: Traffic Jam Open Air Samstag, 18.07.2026
- Band der Woche: XO Armor
- Konzertbericht: April Art – Burn The Whole Tour, Batschkapp Frankfurt, 13.12.2025
- Konzertbericht: Dino Nuggets Tour – King Nugget Gang + Xo Armor – 22.11.25, Lorbass Gelnhausen
- Festivalbericht: Fallen Fortress Open Air 2025
- Festivalbericht: Traffic Jam Open Air 2025 – der Freitag. 18.07.2025
- Festivalbericht: Traffic Jam Open Air 2025 – der Samstag. 19.07.2025
- Konzertbericht: Stick to Your Guns EU/UK Summer 25, Café Central Weinheim, 11.07.25
- Festivalbericht: Rockharz, Mittwoch den 02.07.2025
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