Konzertbericht: Kittie – Europe Summer 2026, Colos-Saal Aschaffenburg, 04.08.2026

Um die Zeit zwischen den Festivalauftritten in Europa noch etwas totzuschlagen, beschlossen Kittie noch ein paar Clubshows zu bestreiten. So auch die Show im Colos-Saal in Aschaffenburg, welche die erste von fünf war. Das Konzert fand an einem Dienstag statt und so gab es keine lange Schlange zum Einlass und die Zuschauer sind auch erst langsam eingetrudelt, aber zum Begin von Vexxed war der Colos-Saal dann doch schon halb gefüllt und somit konnte das Konzert auch pünktlich um 19 Uhr beginnen.

Vexxed

Und es fing mit einem Haufen Energie an, Sängerin Megan war ein Energiebündel auf der Bühne, konnte nicht stillhalten und headbangte viel. Damit gelang es ihr, das Publikum zu animieren, welches seine Köpfe gut mitschüttelte und begeistert jubelte. Wie es sich für Deathcore gehört, growlte sie viel in einer beeindruckenden Art und Weise, die sich sehen lassen kann. Aber bei Hideous zeigte sie, dass sie auch eine sehr schöne und angenehme Gesangsstimme hat. Sie bedankte sich auch dafür, dass die Zuschauer um die Uhrzeit schon so zahlreich erschienen, um Frauen in der Musikszene zu unterstützen. Ein besonderes Augenmerk legte sie dann auch auf X my <3, mit dem Satz: „Niemand darf dir sagen, wen du wie liebst.“, eine Aussage, welche sie dann auf der Bühne eindrucksvoll mit ihrer Musik betonte. Vor dem Abschlusslied Nepotism folgte noch ein bisher unveröffentlichtes Lied, Turning Green, welches richtig gut bei den Fans ankam. Vexxed wurde dann unter großem Jubel verabschiedet, nach einer energiegeladenen Show, die es in sich hatte und Lust auf mehr machte.

Setlist Vexxed: Anti Fetish // Panic attack // Lay down your flowers // Hideous // X my <3 (Hope to die) // Turning green // Nepotism

Crypta

Die Zeit des Umbaus wurde genutzt, sodass sich die Halle immer mehr füllte. Zwar nicht ausverkauft, aber eine angenehme Dichte an Menschen verschiedenen Alters ergab sich mittlerweile. Die Hitze im Raum stieg allerdings damit auch an und die zwei kleinen Deckenventilatoren des Colos-Saal waren hoffnungslos überfordert, irgendetwas an Kühle durch den Raum zu tragen. Und es sollte nicht besser werden. Crypta kamen auf die Bühne, sahen und rissen ab. Vor allem Fernanda, die Sängerin und Bassistin, interagierte viel mit der ersten Reihe und hatte sichtlich Spaß an ihrem Auftritt. Ein direkt vor ihrem Mikro stehender Ventilator gab ihren Growls und Teufelsgrimassen noch mal den Extra-Kick. Einen Eindruck davon könnt ihr euch in den Bildern verschaffen. Aber auch untereinander machten sie immer wieder Quatsch miteinander und vermittelten generell, dass sie richtig Freude hatten. Fernanda sprach nicht so viel, aber konnte das Publikum trotzdem zu vielen und lauten „Hey“-Rufen animieren. Nach ihrer halben, energetischen Stunde verbeugten sie sich unter großem Applaus und gingen wieder von der Bühne.

Setlist Crypta: The other side of anger // The outsider // Lullaby for the forsaken // Under the black wings // Lord of ruins // From the ashes

Kittie

Nach zweimal einer halben Stunde Vorband und jeweils einer halben Stunde Umbau startete unter Jubel das Intro des Kittie‑Auftritts. Die erste Gitarrennote erklang und ab dann wurde nicht mehr zurückgeblickt. Kittie gönnten dem Publikum kaum eine Verschnaufpause, sich selbst aber auch nicht. Morgan musste zwangsläufig immer wieder am Mikro still stehen, um zu shouten oder zu singen, aber Tara und Ivy hielt es nicht an einem Platz fest. Einfach eine Freude, mitanzusehen. Das Publikum moshte zwar nicht, ließ dafür aber mächtig die Haare fliegen und headbangte zum Rhythmus mit. Es kam das Gefühl auf, dass Kittie die Zuschauer kaputtspielen wollten. Der kurze und knappe Aufruf „Jump“ von Morgan wurde auch sofort in die Tat umgesetzt und die Halle sprang. Auf einem Seismographen im Vorraum hätte es bestimmt einen Ausschlag gegeben. Das gab dann auch die Initialzündung für einen Moshpit im darauffolgenden Lied. Bis auf eine längere Ansprache, in der sich Morgan unter anderem bedankte, dass so viele Menschen da waren, hatte die Musik einfach Vorrang. Nach Mouthful of Poison gab es eine kurze Pause, welche schnell mit „We want more“-Rufen gefüllt wurde. Die vier kamen dann recht schnell wieder auf die Bühne und Morgan erklärte, dass sie sich dachten, dass es eine gute Idee wäre, den Abend mit den zwei wichtigsten Liedern ihrer Bandgeschichte abzuschließen: Brackish als erste Single der Band und Kickstarter ihrer Karriere auf der einen Seite und Eyes Wide Open, die erste Single nach ihrer langen Pause, auf der anderen Seite. Beides kam sehr gut an und führte zu einem würdigen Abschluss.

Setlist Kittie: Fire // Cut throat // Oracle // Spit XXV // Do you think I’m a whore? XXV // Ugly // Empires Pt. 2 // We are shadows // Pain // What I always wanted // Suck // Burning bridges // Come undone // We are the lamb // Vultures // Charlotte XXV // Mouthful of poison // Brackish XXV // Eyes wide open

Bericht und Bilder: Thomas

Mehr von den Bands bei Dark-Art findet ihr hier:

Schreibe den ersten Kommentar

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*