Bericht: 02.02.2024 Heavysaurus in Berlin

Für die Pommesgabel Tour besuchten Heavysaurus die Hauptstadt und am 02.02.2024 stampften die Dinosaurier (und ein Drache) zu rockigen Klängen in Huxleys Neue Welt in Berlin.

Für die Pommesgabel Tour besuchten Heavysaurus die Hauptstadt und am 02.02.2024 stampften die Dinosaurier (und ein Drache) zu rockigen Klängen in Huxleys Neue Welt in Berlin. Zu diesem Event wurden Groß und (besonders) Klein eingeladen, um gemeinsam dem Heavy Metal von Heavysaurus zu frönen. Wir von Dark-Art waren ebenfalls vor Ort und wollen mit Foto und Text davon berichten.

Im Hintergrund, direkt über der Band, thronte das Bild einer gewaltigen, geschuppten Dinoklaue und zeigt die allzeit bekannte Pommesgabel. Passend, war diese Tour dem Album Pommesgabel gewidmet, der neusten Scheibe der urzeitlichen Musiker. Der Auftritt im Huxley markierte den Auftakt der Tour und war zugleich die Releaseparty des genannten Albums. Also durften die Kinder an dem Tag die neuesten Lieder auch gleich live hören und sich dabei austoben.

Kurz vor dem Anfang erschien ein Mann auf der Bühne und fragte die Zuschauer, egal welcher Altersklasse, die zwei magischen Fragen: „Habt ihr Bock auf die geilste Band der Welt? Habt ihr Bock auf Dinosaurier?“, was umgehend und lauthals bejaht wurde. Besonders das hohe Geschrei der jüngsten Fans schallte aus den ersten Reihen, die extra für sie abgesperrt wurden. Kurz darauf erschallte das legendäre Thema von Jurassic Park, der bekanntesten Dinosaurierdokumentation aller Zeiten, und eine Stimme berichtete von der Gründungsgeschichte von Heavysaurus. Kaum war die Geschichte erzählt, da erschienen die Dinosaurier (und der Drache) auf der Bühne.

Das Konzert fing gleich mit rockigen Riffs und einem ersten neuen Lied an. Kinder lieben Autos, besonders die Super Monster-Autos, und die Kinder fingen sofort an wild aufzudrehen. Nach einer kurzen Pause, mit einigen niedlichen Witzeleien, ging es weiter mit Dinos woll’n euch tanzen seh’n und die Kinder hüpften, auf Ansage von Mr Heavysaurus wild umher. Meine geneigte Kinder, als ich die jüngsten Besucher springen sah, bekam ich echt weiche Knie. Die Mosh Pits auf dem Wacken Open Air sind behütete Volkstänze im Vergleich zu diesem Becken voller Piranhas *Zwinker*. Zur Belohnung für die Performance der Kinder flogen die ersten Funken von der Bühne. Es war zwar kein Auftritt von Rammstein, aber die kurze Pyroeinlage war sehr eindrucksvoll und eine schöne Überraschung. Wieder eine kurze Pause vor dem dritten Lied, aber diesmal mit einer Gesangsübung für die Zuschauer, um bei Laser Ninja den richtigen Ton zu treffen, und eine Kaufempfehlung für das neue Album. Das Ziel der Dinos (und des Drachen) ist der Einzug in die deutschen Albumcharts. Mit Elektroeinlagen wie Ping Pong-Sounds und einer Melodie, die zum Schunkeln einlädt, feierte ein weiteres Lied vom neuen Album seine Premiere auf der Bühne.

Dann die nächste Pause und den kommenden Gag kannte ich von der letzten Tour, die wir in Berlin besuchten. Ein Telefon klingelte und die Mutter der Band rief an, um das Abendessen mit dem Front…Dino zu besprechen. Im Lauf des Gesprächs betonte er den Umstand, dass das Huxley mit 1600 Besuchern ausverkauft war. Das Telefonat leitete das Lied Rupuliina ein, eine Hommage an die geliebten Mamas dieser Welt. Der nächste Gag war neu und eines meiner persönlichen Highlights für mich. Der Stegosaurus Muffi Puffi kramte ein Radio hervor und erklärte Mr Heavysaurus seine Funktion. Bei der Suche durch die Sender stießen sie auf ein Lied von Helene Fischer, was mit dem Spruch „Mit der Helene würde ich auch gern fischen gehen.“ kommentiert wurde; auf Kiss und zum Schluss auf ihr eigenes Lied Trolltanz-Alarm. Der kurze Moment mit den alten Königen des Rock´n´Roll ließ die umstehenden Eltern laut auflachen und ihre Augen strahlten in Leidenschaft. Schöne Idee, liebe Dino-Band.

In dem Lied Dino Disko übernahm das liebe Dreihornmädchen am Keyboard, Milli Pilli, den Gesang, aber davor hatte sie Angst. Die Kinder sollten ihr Mut zusprechen und laut ihren Namen rufen. Die Kinder wurden für ihre Courage belohnt und durften wild und hemmungslos zu Dino Disko tanzen. Für das nächste Lied bekamen alle Anwesenden eine Unterrichtseinheit. Iiih, Unterricht ist doch langweilig und öde, oder? Nicht der Unterricht über die Pommersgabel von Heavysaurus! So lernte der Bassist live vor uns, wie man das uralte Universalzeichen für fies, krasse Musik macht. Die Kinder sollten mitmachen und bald erstreckte sich ein Meer aus Teufelshörnern gen Decke und wurde zu der nächsten Premiere, Pommesgabel, geschüttelt. Das Lied war für eine Band mit Kindern als Zielgruppe erstaunlich rasant und kantig im Sound, was ich als Pluspunkt für den Auftritt sehe. Wusstest ihr, das Dio höchst selbst das Zeichen erfunden hat? Ich bis dato noch nicht und so hat auch ein alter Hase wie ich was gelernt.

Der Auftritt war zur Hälfte vorbei und bisher hatten sich die Musiker nicht richtig vorgestellt. Dies wurde nachgeholt und es gab eine besondere Vorstellungsrunde mit musikalischer Untermalung. Den Gag kannte ich ebenfalls vom vorigen Jahr und es wurden wieder für jeden Dino (und den Drachen) ein Lied kurz angespielt, aber mit einigen Abweichungen zur letzten Tour. So wurden wieder We Will Rock You und Don’t Stop Believing gespielt, aber neu war auch ein kurzer Anriss von Slayer und dies ließ mein Herz vor Überraschung höher schlagen. Mein zweites Highlight für dieses Konzert.

Das nächste Lied benötigte auch etwas Vorarbeit, um die Zuschauer auf das Thema richtig einzustellen. So sollten die Kinder Tierstimmen imitieren und welches Tier kam Ende dran? Natürlich der Dinosaurier und die machen alle Rarrr! Der Anfang des Lieds hat mich echt beeindruckt, mit den epischen Klängen, einem tollen Spiel am Keyboard und einer richtig griffigen Melodie. Die letzte Live-Premiere war bis dato nicht so unbekannt, immerhin wurde Der Haarige Kobold als Single vor der Tour ausgekoppelt. Das Lied wurde zusammen mit den Spielleuten von Saltatio Mortis produziert, welche leider nicht am Tourauftakt teilgenommen haben.

Zum vorläufigen Abschluss wurde ein Medley gespielt, ein Medley aus nicht zwei Lieder und auch nicht aus drei Liedern, sondern aus gleich vier Dino-(Drachen-)starken Liedern! Ein grandioser Höhepunkt für das Konzert…aber noch nicht das Ende. Heavysaurus hat gleich zwei Zugaben eingeplant und fingen mit dem Lied Kaugummi ist Mega! An. Der Namensgeber der letzten Tour, über die wir auch berichtet haben. Ich stand auf einmal zwischen Eltern, die lauthals und leidenschaftlich über die klebrige Kaumasse sangen. Dabei stoben zum zweiten Mal Funken aus der Pyroanlage. Dies wäre schon ein tolles, zweites Ende für den Tag, aber stattdessen legten Heavysaurus noch einen obendrauf! Vorab gab es wieder eine der bekannten Ansagen von Mr. Heavysaurus, aber diesmal keine Gags und leichtverdauliche Witze, sondern ein moralischer Appell an die Toleranz. Es sei egal wer wir sind, wo wir herkommen oder wie wir aussehen, wir wären alles Dino-Metalheads und wollen zusammen rocken! Mit dieser rührenden Botschaft und viel Action entließ uns die Band in den späten Nachmittag.

Fazit

Kurzum, Heavysaurus ist keine Band für todernste, todgeschwängerte Musik, aber die Auftritte sind immer ein besonderes Erlebnis.

Super Monster-Auto, Dinos woll´n euch tanzen seh´n, Laser Ninja, Rupuliina, Trolltanz-Alarm, Dino Disko, Pommesgabel, Rarrr, Der haarige Kobold, Medley (Yeah,  Heavysaurus + Ich will einen Milchshake + Wir woll´n Futter +  Heavysaurus Tag), Kaugummi ist Mega! (Zugabe 1), Dino-Metalheads (Zugabe 2)

Mehr zu Heavysaurus auf Dark-Art findet ihr hier:

Hier gibt es Tickets für weitere Konzerte der Tour.*

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