Festivalbericht: Rockharz – Donnerstag, 02.07.2026

Der Donnerstag, der 02.07.2026, bildete den zweiten Tag des Rockharz und zugleich den ersten Festivaltag mit einem prall gefüllten Line-up. Insgesamt 15 Bands wechselten sich auf den beiden Bühnen ab und boten den Besucher*innen ein ebenso abwechslungsreiches wie hochklassiges Programm. Die Running Order deckte erneut nahezu die gesamte Bandbreite des Rock und Metal ab und hielt dabei einige überraschende musikalische Highlights bereit. Der Tag begann mit dem kompromisslosen Auftritt von Final Cry, führte über den fantasievollen Pagan Metal von Sagenbringer, bis hin zum großen Auftritt von Alice Cooper, der den Donnerstag als Headliner eindrucksvoll krönte. Zum Abschluss gab es dann Neue Deutsche Härte von Hämatom.

In diesem Bericht nehmen wir euch mit auf eine Reise durch einen weiteren denkwürdigen Festivaltag auf dem Rockharz.

 

Final Cry 

Den zweiten Festivaltag eröffneten die aus dem Weserbergland stammenden Final Cry mit ihrem Melodic Thrash-/Death Metal. Ihr Auftritt wirkte wie ein musikalischer Weckruf der besonderen Art und lockte bereits am späten Vormittag zahlreiche Besucher*innen vor die Bühne.

Neben treibenden Gitarrenriffs und einem wummernden Bass überzeugte die Band auch mit einigen charmanten und humorvollen Ansagen zwischen den Liedern. Die Crowd wurde zunehmend munter, und schon bald drehte sich der erste Circle Pit des Tages, umgeben von hunderten in die Höhe gereckten Fäusten.

Für die Fotograf*innen gab es an diesem Morgen zudem ein besonderes Privileg: Sie durften bis zum Ende des Konzerts im Bühnengraben bleiben und dort ungestört fotografieren und filmen.

Bei der anschließenden Autogrammstunde gesellte sich außerdem der YouTuber, Musiker und Autor Ernie Fleetenkieker dazu. Aufgrund seiner langjährigen Freundschaft mit Eiko Truckenbrodt hatten die beiden bereits mehrfach gemeinsam Videos für Ernies YouTube-Kanal Krachmucker TV produziert. Besonders die Folge über Manowar kann ich euch sehr empfehlen.

Die Habenichtse 

Mit Die Habenichtse folgte die erste Band aus dem Genre Mittelalter-Rock, einer Stilrichtung, die sich schon seit Jahren auf dem Rockharz großer Beliebtheit erfreut. Die Musiker*innen lösten die angespannte Atmosphäre nach dem brachialen Auftritt von Final Cry mit einer farbenfrohen Bühnenshow und einer gehörigen Portion Humor auf. 

In ihren Liedern besangen sie den geselligen Genuss alkoholischer Getränke und priesen ihre Unterhose – wohlgemerkt ihre einzige Unterhose.

Im letzten Drittel des Auftritts riefen sie schließlich zur ersten Wall of Schorle in der Geschichte des Rockharz auf. Die Besucher*innen wurden aufgefordert, sich in zwei Gruppen, Wasser und Weißwein, aufzuteilen. Auf Kommando der Band sollten sich beide Seiten tanzend aufeinander zubewegen und miteinander vermischen. Eine solche Variante der klassischen Wall of Death hatte ich bis dahin noch nicht erlebt.

Mittel Alta 

Vor drei Jahren tauchte wie aus dem Nichts ein besonderes Projekt zweier tapferer Recken auf. Ihr Ziel war es, asozialen Gangsta-Rap in ein mittelalterliches Gewand zu hüllen. Schon bald erschienen in regelmäßigen Abständen zahlreiche Single-Auskopplungen, fünf EPs und vier Alben und das alles innerhalb von nur drei Jahren. Dieses Projekt heißt Mittel Alta und 2026 trat das Projekt erstmals live auf. Das Rockharz gehörte zu den ersten Festivals, die das Privileg hatten, ihre Running Order mit Mittel Alta zu bereichern.

Die Lieder drehten sich fast ausschließlich um Alkoholkonsum, Beischlaf sowie die Missachtung öffentlicher Regeln und gesellschaftlicher Moralvorstellungen. Verpackt wurden diese Themen in treibende Beats, eingestreute Folk-Klänge und derbe Reime.

Zwischendurch rief die Band zum langsamsten Circle Pit in der Geschichte des Rockharz auf und animierte die Besucher*innen dazu, ihre Mittelfinger in Richtung Bühne zu strecken. 

Ich habe auf meinem ersten Rockharz 2011 gelernt: Rap ist der Todfeind des Metal, aber nach dem Auftritt von Mittel Alta und der Reaktion des Publikums auf deren Tracks möchte ich dieses Gerücht offiziell anzweifeln!

Hagane 

Mit Hagane aus Japan hatte sich das Rockharz eine Band aus wohl einem der am weitesten entfernten Länder ins Line-up geholt. Gleichzeitig feierten die Musikerinnen auf dem Rockharz ihren ersten Auftritt in Deutschland.

Die Band aus Tokio spielte einen unfassbar schönen Melodic Power Metal mit kraftvollen Gitarrenriffs, eingängigen Melodien und einem ausdrucksstarken Gesang. Besonders überrascht hatte mich, wie hervorragend sich die japanische Sprache mit diesem Musikstil verband und den Liedern einen ganz eigenen Charakter verlieh.

Die Crowd jubelte nach jedem Lied lauter, und spätestens die außergewöhnlich lange Schlange bei der anschließenden Autogrammstunde zeigte, wie begeistert die Besucher*innen von Hagane gewesen waren.

Stahlmann

Ich hatte bereits im vorigen Bericht von den Wiederholungstätern auf dem Rockharz geschrieben, und Stahlmann gehörte zu den ganz großen in diesem Bereich. Bereits zum vierten Mal standen die graugeschminkten Musiker auf den Bühnen des Festivals und wurden mit lautem Jubel begrüßt. Sie waren längst gern gesehene Gäste in der Running Order.

Dies war der erste Ausflug in die Neue Deutsche Härte an diesem Tag, und sie heizten den Anwesenden gleich auf zwei Ebenen ein. Während die ersten Reihen vor der Bühne regelrecht eskalierten, zündete die Band immer wieder Pyrotechnik. Zwar geschah das nicht durchgehend parallel zur Musik, dennoch bot sich ein beeindruckendes Bild. Sie waren schließlich die erste Band des Tages, die mit diesem Effekt arbeitete.

Neben ihrer mitreißenden Show und den markanten Bühnenoutfits überzeugten sie erneut mit krachenden Riffs sowie provokanten und aggressiven Texten. Stahlmann hatte einmal mehr bewiesen, warum die Band auf dem Rockharz immer wieder gern gesehen wurde.

Sagenbringer

Nach gerade einmal fünf Jahren Bandbestehen hatte es das vergleichsweise junge Projekt Sagenbringer auf die große Bühne des Rockharz geschafft. Dort durften sie ihre Geschichten über gefallene Krieger, gemeinsame Heldentaten und ein alkoholspuckendes Biest zum Besten geben.

Mit ihren Kriegsbemalungen und fantasievollen Bühnenoutfits spielten sie Pagan Metal mit einem Hauch epischen Power Metals. Die Crowd belohnte diese musikalische Mischung mit berserkerhafter Energie, die sich in lauten Schreien, emporgestreckten Fäusten und ausgiebigem Headbangen entlud.

Passend dazu erschien kurz vor dem Ende der Show mit Tetzel von Asenblut und All For Metal ein weiterer Musiker auf der Bühne. Gemeinsam performten sie live das Lied Berserker, das am 30. Januar 2026 zusammen mit einem Musikvideo veröffentlicht worden war.

Dogma

Das südamerikanische Projekt Dogma bot visuell wie auch akustisch eine besondere Show. Die fünf Musikerinnen traten in Bühnenoutfits im Stil satanischer Nonnen auf, die mich stark an das Musikvideo von Demons Are A Girl’s Best Friend von Powerwolf und den Film The Nun (2018) erinnerten. Sie besaßen eine unglaubliche Bühnenpräsenz, und selten hatte ich auf dem diesjährigen Rockharz so viel Bewegung auf einer Bühne erlebt. Die gesamte Performance wirkte wie eine durchchoreografierte Inszenierung der besonderen Art. 

Musikalisch spielte die Band modernen Heavy Metal mit deutlichen Power-Metal-Einflüssen, der zwischen epischen Melodien und kantigen Riffs wechselte. Für mich gehörte Dogma nicht nur choreografisch, sondern auch musikalisch zu den stärksten Auftritten des Donnerstags. Allerdings war dieser Eindruck nicht allein der Verdienst der Musikerinnen.

Hinter der Musik und dem Gesamtkonzept der Show stehen die drei Männer Ian Di Leo, Álvaro Rabaquino und Fede Rabaquino. Gemeinsam schreiben sie die Lieder und fungieren als Manager und Produzenten des Projekts. Inwieweit die einzelnen Bandmitgliederinnen an der Entstehung der Musik beteiligt waren, ist mir nicht bekannt.

Warmen

Erinnert ihr euch noch an den Bericht über den Auftritt von Ensiferum mit Petri Lindroos? Nun, Petri stand nicht nur am Mittwoch auf der Bühne des Rockharz, sondern auch am darauffolgenden Tag mit Warmen. Seit 2023 ist er Frontmann der Band, die von Janne Wirman von Children of Bodom gegründet wurde.

Die Band entpuppte sich als echtes Powerhouse im Bereich des modernen Power Metals. Statt bunter Spielereien oder kitschiger Kostüme setzten die Musiker auf Pathos und noch mehr Aggressivität. Die Besucher*innen schienen die Energie von der Bühne regelrecht übertreffen zu wollen und versuchten, jede Ansage und jeden Refrain noch lauter zu feiern. Das entwickelte sich zu einer epischen Kraftprobe, und ich würde behaupten, dass sie diese mit Bravour meisterten. [Band oder Puplikum?]

Erst eine Woche zuvor hatte Warmen gemeinsam mit Ensiferum, Megadeth und vielen weiteren Bands auf dem Tuska Festival gespielt. Auf dem Rockharz feierten sie ihren bis dahin größten Auftritt in Deutschland. Danke für diese abgefahrene Party!

Decapitated

War euch Warmen nicht aggressiv genug? Wie wäre es dann mit Decapitated aus Polen? Feinster Technical Death Metal, ein wahrer Genuss für alle Liebhaber*innen von geradlinigem, rasantem Extreme Metal.

Während die Band spielte, verwandelte sich die Crowd in einen headbangenden und moshenden Hexenkessel. Sänger Eemeli Bodde, der seit 2024 am Mikrofon stand, blieb dabei gelassen und befeuerte die Stimumng mit einem Lächeln. Immer wieder animierte er die Besucher*innen zu noch lauteren Rufen und noch mehr himmelwärts gereckten Fäusten. 

Decapitated bildeten einen brutalen Einschnitt in der Running Order und lieferten genau die Dosis Extreme Metal, auf die viele Besucher*innen am Donnerstag sehnsüchtig gewartet hatten.

Betontod

Ein weiterer gern gesehener Wiederholungstäter war die deutsche Punkrock-Band Betontod aus Rheinberg. Mit ihr gab es erneut eine riesige Party. Kurz vor Beginn zog noch ein Regenschauer über das Festivalgelände, doch die Stimmung vor Ort ließ sich davon kein bisschen trüben.

Kaum hatte die Band die Bühne betreten, begann sich auch die Crowd zu bewegen. Schon nach kurzer Zeit bildete sich in ihrer Mitte ein Circle Pit und die ersten Crowdsurfer wurden unter dem bedeckten, regenschweren Himmel über die Köpfe der Menge getragen. Doch selbst die grauen Wolken konnten die Feierlaune der Besucher*innen nicht bremsen.

Eine besondere Überraschung war das Cover von Spiel mit dem Feuer von Saltatio Mortis, welches Betontod bereits 2015 für die Bonus-CD des Albums Zirkus Zeitgeist eingespielt hatte. Damit knüpfte die Band perfekt an die mittelalterlich geprägte erste Tageshälfte des Donnerstags an. Der Höhepunkt des Auftritts war jedoch natürlich ihr Klassiker Glück Auf!. Beim bekannten Refrain sang die gesamte Crowd lautstark mit und die Party auf dem Infield erreichte ihren vorläufigen Höhepunkt.

Agnostic Front

Vom deutschen Punkrock ging es direkt weiter zum US-amerikanischen Hardcore Punk. Agnostic Front lieferten den nächsten Pflichttermin für alle Liebhaber*innen brachialer Pit-Action.

Doch bereits der Auftakt war legendär: Zunächst erklang Theme from New York, New York von Frank Sinatra, darauf folgte Mann mit der Mundharmonika von Ennio Morricone aus dem Film Spiel mir das Lied vom Tod. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte für mich kein anderes Festival-Opening eine vergleichbare Wirkung entfaltet.

Mit dem ersten Song der Band ging es anschließend Schlag auf Schlag. Schon nach wenigen Minuten bildete sich ein aggressiver Pit, der ständig zwischen Circle Pit und Mosh Pit wechselte. Zum großen Finale eskalierte die Stimmung endgültig, als das Lied Blitzkrieg Bop von The Ramones angestimmt wurde. Das war ein rundum starker Auftritt!

Dominum

Bereits Früh am Donnerstag wurde bekannt gegeben, dass Hämatom ihren Slot mit den After-Headlinern Dominum getauscht hatten. Somit standen zu dieser Uhrzeit auf der Bühne, Nosferatu und seine untoten Mitstreiter.

Zu Beginn machte das Wetter der Show jedoch einen Strich durch die Rechnung. Der starke Wind vereitelte die ersten Versuche einer Pyroshow, da die Flammen nicht senkrecht in den Himmel schossen, sondern deutlich zur Seite gedrückt wurden. Anschließend verzichtete die Band auf weitere Pyroeffekte, was dem Auftritt jedoch keinerlei Abbruch tat.

Mit ihrem kraftvollen Power Metal, der von eingestreuten Elektroelementen und deutlichen Modern-Metal-Einflüssen geprägt war, brachten Dominum die Crowd schnell in Bewegung. Sänger Dr. Dead animierte die Besucher*innen immer wieder zu lauten „Hey!“-Rufen, zum Springen und schließlich, passend zum letzten Song, einem Cover von Thriller, zu einer großen Crowdsurfing-Welle.

Neben starken Riffs hatte die Band außerdem eine gute Nachricht im Gepäck: Bereits am folgenden Tag, dem 03.07.2026, sollte ihr neues Album Night Is Calling erscheinen.

Avatar

Vor dem großen Finale mit Alice Cooper und seiner Band stand noch der Auftritt von Avatar auf dem Programm. Die schwedische Band machte mit ihrem kräftigen Heavy Metal und ihrer außergewöhnlich abwechslungsreichen Bühnenshow dem Headliner für mich beinahe Konkurrenz.

Im Mittelpunkt stand Frontmann Johannes Michael Gustaf Eckerström und seine eindrucksvolle Bühnenperformanz. Er stolzierte mit unterschiedlichen Outfits und Requisiten über die Bühne, mal in einem langen Umhang mit einer Laterne in der Hand, dann wieder als Zirkusdirektor mit Zylinder und Gehstock. Dabei richtete er sich immer wieder in erstaunlich gutem Deutsch an das Publikum, fragte, ob einige Metaleads anwesend wären, oder machte Witze über sein Alter.

So sagte er nebenbei, dass er sich keinen Tag älter als 39 fühle, obwohl er genau an diesem Tag seinen 40. Geburtstag feierte. Mit den vereinzelten Happy Birthday-Gesängen und einigen emporgehobenen Schriftzügen aus der Crowd verwandelte sich der Auftritt von Avatar in eine große Geburtstagsparty!

, und fragte nach den anwesenden Metalheads, was ihm regelmäßig laute Zurufe und begeisterten Applaus einbrachte.

Bei der Verabschiedung bedankte sich Johannes Eckerström beim Publikum und auch bei Alice Cooper, von dem er viel gelernt hatte. Mit Blick auf den erwähnten Geburtstag musste die Möglichkeit, an diesem Tag direkt vor Alice Cooper zu spielen, ein ganz besonderes Geschenk sein. 

Alice Cooper 

Dann war es Zeit für den zweiten Headliner auf dem diesjährigen Rockharz! Alice Cooper begann mit seiner Band ihre Wahnsinnsshow. Allein der Anfang war großartig. Ein großes, liegendes Buch wurde aufgeklappt und hinter dem aufgestellten Frontcover versteckte sich Alice Cooper höchstpersönlich und mit viel Dramaik betrat er als letzte Person die Bühne. 

Danach folgte, ohne Ansagen jeglicher Art, ein Lied nach dem nächsten. Die große Leinwand im Hintergrund zeigte fast durchgängig nur den Sänger, umgeben von anderen Effekten und Rahmen. So waren es einmal Feuer und beim nächsten mal ein aufgeschlagenes Buch. Dabei stolzierte er über die Bühne, an den anderen Musiker*innen vorbei, und wedelte theatralisch mit den Händen oder seinem Gehstock, wie ein Degen, umher.

Die riesige Crowd sah dabei wie ein Sternenhimmel aus, so viele Lampen und Handybildschirme leuchteten im Dunkeln. Bei Klassikern wie Poisen sang sie so laut mit, dass sie über dem Spiel der Instrumente immer wieder zu hören war. war. Zum Abschluss und zur Überraschung aller coverte die Band das Lied Smells Like Teen Spirit von Nirvana, und mit diesem besonderen Abschluss endete der langerwartete Auftritt von Alice Cooper am Donnerstag.

Hämatom

Wie bereits erwähnt, hatten Dominum ihren Slot in der Running Order mit Hämatom getauscht und ihnen damit die Rolle des After-Headliners überlassen. Zum Abschluss des Tages durften wir vier geisteskranke Musiker*innen in der Irrenanstalt Gagamania besuchen und bekamen einen krachenden, hektischen und energiegeladenen Auftritt serviert.

Die Band war seit 2023 nicht mehr auf dem Rockharz aufgetreten. Somit war dieses Konzert zugleich der erste Auftritt mit Gitarristin Annika Jaschke alias Rose seit dem tragischen Tod von Peter Haag, besser bekannt als West.

Die Irrenanstalt wirkte an diesem Abend allerdings ungewöhnlich karg, da auf Bühnenbanner und größere Requisiten verzichtet werden musste. Aufgrund des starken Windes hatten sich die Veranstalter aus Sicherheitsgründen gegen deren Einsatz entschieden. Frontmann Thorsten Scharf alias Nord entschuldigte sich dafür sogar beim Publikum. Ganz ohne Requisiten ging es dann aber doch nicht: Im Laufe des Konzerts wurde ein Zaun auf der Bühne aufgebaut. Die Zuschauer*innen ließen sich von den fehlenden Dekorationen ohnehin nicht die Stimmung verderben. Es wurde laut mitgesungen, geklatscht und ausgelassen im Kreis gerannt.

Im weiteren Verlauf des Konzerts wechselte Drummer Frank Jooss alias Sued an ein kleines Drumset, das von blauen Kackhaufen-Emojis eingerahmt war. Darauf wurde er von den Besucher*innen über ihre Köpfe getragen. 

Zum Abschluss spielte die Band ein Medley aus mehreren ihrer Coversongs. Dazu erschienen Mitglieder des Hämatom-Fanclubs auf der Bühne, demontierten den Zaun und tanzten ausgelassen über die Bühne. Mit diesem energiegeladenen Gig endete der zweite Festivaltag auf dem Rockharz.

Fazit

Der zweite Tag auf dem Rockharz neigte sich damit seinem Ende entgegen. Insgesamt standen 15 Bands unterschiedlichster Genres auf den beiden Bühnen und begeisterten die durchgehend tausenden Besucher*innen auf dem Infield, die trotz der sommerlichen Hitze und der wenigen Schattenplätze auf dem Festivalgelände waren.

Natürlich waren wir auch an den beiden verbleibenden Festivaltagen wieder mit Stift und Kamera vor Ort, um euch von den kommenden Auftritten zu berichten. Viel Spaß beim Weiterlesen!

 

Bericht: Nori
Bilder: Roksana

 

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