Ankündigung: Wolfszeit Festival 2026

In weniger als vier Wochen werden sich die Wölfe wieder versammeln: Vom 27. bis 29. August 2026 findet das diesjährige Wolfszeit Festival in Eisfeld in Thüringen statt. Seit 2007 wird das Festival von Philipp Seiler auch bekannt als Freki von Varg, organisiert und hat sich über die letzten fast 20 Jahre zu einem festen Bestandteil des deutschen Festivalkalenders für Fans von Pagan- und Black Metal entwickelt. Auch in diesem Jahr dürfte das Wolfszeit wieder zahlreiche Besucher*innen in die thüringischen Wälder locken.

Neben seiner Bühne mit dem beeindruckenden Blick auf die dahinterliegende Waldlandschaft bietet das Festival noch weitere Unterhaltungsmöglichkeiten: Direkt neben dem eigentlichen Festivalgelände befindet sich das heidnische Dorf, das mit einer weiteren Getränkestation und einer zusätzlichen Bühne zum Verweilen einlädt. Dort finden am Abend akustische Konzerte statt und tagsüber stehen außerdem verschiedene Vorträge auf dem Programm, bei denen sich die Besucher*innen mit unterschiedlichen historischen, kulturellen und handwerklichen Themen auseinandersetzen können.

Auch abseits von Musik und dem Heidnischen Dorf gibt es wieder einiges zu erleben. Zum dritten Mal werden die Wikingerspiele ausgetragen. Dabei können sich Teilnehmer*innen in ihrem Team in verschiedenen Disziplinen messen und beweisen, wie geschickt, schnell und stark sie sind. Wer also zwischen Metal und kühlen Getränken noch etwas Bewegung sucht, dürfte hier auf seine Kosten kommen.

Die Musik ist aber der Mittelpunkt von diesem Festival. Das Line-up 2026 hält dafür zahlreiche interessante Bands bereit, bei denen wir in unserem Vorbericht einige der Acts genauer vorstellen und zeigen möchten, auf welche Auftritte ihr euch in Eisfeld besonders freuen könnt.

 

Belphegor

Als einen der ganz großen Namen des diesjährigen Wolfszeit Festivals darf man Belphegor aus Österreich erwarten. Die Salzburger Band wurde bereits 1991, damals noch unter dem Namen Betrayer, gegründet und gehört damit zu den langjährigen Vertretern des extremen Metal. Seit der Umbenennung in Belphegor 1993 entwickelte sich die Band zu einer festen Größe zwischen Black und Death Metal. Musikalisch stehen vor allem aggressive Riffs, treibendes Schlagzeug, düstere Atmosphäre und kompromisslose Härte im Mittelpunkt.

 

Varg

Wie bereits oben erwähnt, wird das Wolfszeit von Frontmann Freki von Varg organisiert. Dementsprechend ist ein Konzert von der Band nicht ganz verwunderlich. So spielen die Musiker*innen am Donnerstag für den Eröffnungsblot ein Akustik-Konzert und am Freitag treten sie nach Månegarm und vor Taake auf.  
Die aus Coburg stammende Band wurde 2005 gegründet und startete musikalisch im Pagan Metal. Über die Jahre veränderte sich ihr Sound deutlich und nahm zunehmend Elemente aus Neuer Deutscher Härte, Melodic Death Metal, Modern Metal und Folk Metal auf.

 

Taake

Mit Taake kommt eine der prägenden norwegischen Black-Metal-Bands nach Eisfeld. Das Projekt wurde 1993 in Bergen gegründet und steht hauptsächlich für den von Gründer und Frontmann Hoest geprägten norwegischen Black Metal. Musikalisch treffen aggressive Gitarren, treibendes Schlagzeug und der typische harsche Gesang auf atmosphärische und teilweise melancholische Passagen. Taake gehören damit zu den Acts, die den klassischen Geist des norwegischen Black Metal auf das Wolfszeit bringen werden. Die Band bildet am Freitag den Abschluss des Bühnenprogramms und dürfte damit für einen entsprechend düsteren Ausklang sorgen.

 

Månegarm

Wer beim Wolfszeit Wikinger, nordische Mythologie und Pagan Metal mag, kommt am Auftritt von Månegarm kaum vorbei. Die Schweden gründeten die Band 1995 in Norrtälje und entwickelten ihren Stil aus zunächst sehr rohem Metal zunehmend in Richtung Viking- und Folk Metal. Bereits auf frühen Veröffentlichungen kamen Geige und weiblicher Gesang hinzu.  So verbinden Månegarm harte Gitarren und aggressive Vocals mit folkloristischen Melodien und nordisch geprägten Themen. Beim Wolfszeit werden sie am Freitag zwischen Nornir und Varg auftreten und dabei für eine ordentliche Portion Wikingerstimmung sorgen.

 

Finntroll

Den Donnerstagabend werden Finntroll aus Finnland dominieren. Die Band aus Helsinki wurde 1997 gegründet und entwickelte eine ungewöhnliche Mischung aus Black Metal und finnischen Folk-Einflüssen. Charakteristisch sind harte Gitarren und extreme Vocals, die auf folkloristische Melodien und tanzbare Rhythmen treffen. Genau diese Kombination machte Finntroll zu einer der bekanntesten Bands des Folk Metal. Inhaltlich dreht sich bei ihnen vieles um Trolle, Natur und finnische Mythen. 

 

Mittel Alta

Mittel Alta dürften einigen Leser*innen bereits bekannt sein, denn erst vor einigen Wochen waren die Musiker auf dem Rockharz 2026 und wir berichteten von ihnen.

Das Projekt verbindet Mittelalter-Rap und Metal mit einer gehörigen Portion Humor und bewusst provokanten Texten. Statt sich musikalisch ausschließlich an traditionellen Mittelalterklängen zu orientieren, verbindet Mittel Alta ihre historische Optik mit modernen Beats und eingängigen Melodien. Songs wie Ficket Euch, Gerstensaft oder Traubenstampfen zeigen dabei ziemlich deutlich, dass hier der Spaß nicht zu kurz kommt.

 

Obscurity

Eine echte Institution des deutschen Pagan Metals sind Obscurity aus Velbert im Bergischen Land. Die Band wurde bereits 1997 gegründet und verbindet Melodic Black Metal mit Viking- und Death-Metal-Elementen. Thematisch beschäftigen sich Obscurity unter anderem mit Paganismus, Krieg und regionaler Verbundenheit. Damit passen sie musikalisch und inhaltlich ausgesprochen gut zum Wolfszeit.

Ihre Musik verbindet aggressive und melodische Gitarrenarbeit mit einer epischen Atmosphäre und dürfte vorwiegend Fans gefallen, die ihren Pagan Metal gerne etwas härter und dunkler mögen. Interessant ist außerdem, dass Obscurity bereits beim allerersten Wolfszeit Festival 2007 auf der Bühne standen. Fast zwei Jahrzehnte später kehren sie nun zur Jubiläumsausgabe zurück.

 

Cân Bardd

Aus der Schweiz reist Cân Bardd nach Thüringen an. Hinter dem Namen steckt das 2016 gegründete Projekt von Malo Civelli, der ein atmosphärisches Black-Metal-Projekt geschaffen hat, das stark von Natur, Folklore und emotionalen Klanglandschaften geprägt ist. Lange, ausladende Kompositionen treffen auf intensive Black-Metal-Passagen, wodurch eine Musik entsteht, die weniger auf permanente Aggression als auf Atmosphäre und musikalische Weite setzt. Die Band selbst beschreibt ihr Konzept mit Bildern von Bergen, nebligen Wäldern und alten Legenden und genau diese Verbindung zur Natur macht Cân Bardd zu einem besonders passenden Act für ein Festival, dessen Bühne mitten in der thüringischen Landschaft steht.

 

Boötes Void

Etwas düsterer wird es mit Boötes Void aus Würzburg. Das deutsche Black-Metal-Projekt wurde 2019 gegründet. Musikalisch bewegen sich Boötes Void im Black-Metal-Spektrum und setzen dabei stark auf eine dunkle, atmosphärische Wirkung. Der ungewöhnliche Bandname verweist auf den sogenannten Boötes Void, eine riesige, galaxienarme Region des Universums; ein passender Name für eine Band, die sich musikalisch mit Leere, Dunkelheit und spirituellen Themen auseinandersetzt. Beim Wolfszeit werden Boötes Void bereits am Donnerstagnachmittag auftreten und damit einen düsteren Akzent im Festivalprogramm setzen.

 

Morgarten

Mit Morgarten reist eine weitere Band aus der Schweiz nach Eisfeld. Die Band wurde 2005 gegründet und benannte sich nach der berühmten Schlacht am Morgarten aus dem Jahr 1315, einem wichtigen Ereignis in der schweizerischen Geschichte. Entsprechend stehen historische Themen, mittelalterliche Kriegszüge und die Entstehung der Schweizer Eidgenossenschaft im Mittelpunkt ihrer Texte.

Musikalisch verbinden Morgarten melodischen Black Metal mit Pagan Metal und erschaffen daraus einen Sound, der gleichermaßen episch wie aggressiv wirkt. Rasante Blastbeats und schneidende Gitarren treffen auf eingängige Melodien und atmosphärische Passagen, die den historischen Geschichten den passenden Rahmen verleihen.

 

Damit steigt die Vorfreude auf das Wolfszeit Festival 2026 immer weiter. Die Mischung aus Pagan-, Black-, Folk- und weiteren Spielarten des Metals, dazu das Heidnische Dorf, die Wikingerspiele und die besondere Kulisse inmitten der thüringischen Natur versprechen ein abwechslungsreiches Festivalwochenende.

Natürlich werden wir ebenfalls vor Ort sein. Wie gewohnt werden wir Stift und Kamera einpacken und für euch die Konzerte, die Atmosphäre und die vielen besonderen Momente rund um das Festival festhalten.

 

 

 

 

Frühere Beiträge zum Wolfszeit Festival findet ihr hier:

 

Mehr von den Bands bei Dark-Art findet ihr hier:

 

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